
Krebs-Früherkennung
Früh erkannt - heilbar
Nutzen Sie die Chance der Krebs-Früherkennung!
Jedes Jahr erkranken in Deutschland 400.000 Menschen neu an Krebs. Die Diagnose ist zunächst ein großer Schock – wie geht es weiter? Diese Frage bewegt jeden Betroffenen, aber auch seine Familie und seine Freunde. Für die meisten Krebsarten gilt: Je früher der Tumor erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Dies gilt insbesondere für Krebserkrankungen der Haut, der Brust, des Darms, des Gebärmutterhalses und der Prostata. Beispielsweise kann eine Brustkrebs-Patientin, deren Tumor kleiner als einen Zentimeter im Durchmesser ist, zu über 90 Prozent dauerhaft geheilt werden. Darüber hinaus sind die notwendigen Behandlungsverfahren im Frühstadium nicht so belastend wie bei späteren Krankheitsstadien. Um möglichst viele Erkrankungen früh erkennen zu können, gehören Krebs Früherkennungsuntersuchungen daher zu den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Trotzdem nutzen lediglich jede zweite Frau und jeder sechste Mann in Deutschland diese wichtigen Untersuchungen.
Das derzeitig geltende Krebs-Früherkennungs-
Programm bietet folgende Untersuchungen an:
für Frauen
- ab dem 20. Lebensjahr: Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane
- ab dem 30. Lebensjahr: zusätzliche Tastuntersuchung der Brust und Inspektion der Haut
- vom Beginn des 51. bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres besteht seit Anfang 2004 alle zwei Jahre Anspruch auf ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening, eine Röntgenuntersuchung der Brüste. Der Anspruch kann allerdings nur dort umgesetzt werden, wo bereits eine qualitätsgesicherte Versorgung aufgebaut ist. Flächendeckend soll dies bis 2006 realisiert werden. Zum Untersuchungstermin werden die anspruchsberechtigten Frauen schriftlich eingeladen.
für Männer
- ab dem 45. Lebensjahr: Tastuntersuchung der Prostata sowie Inspektion des äußeren Genitals und der Haut.
für Frauen und Männer: Darmkrebs-Früherkennung
- vom 50. bis 55. Lebensjahr: einmal jährlich ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl
- ab dem 56. Lebensjahr: Angebot einer ersten Darmspiegelung (Koloskopie) und Wiederholung dieser Vorsorgeuntersuchung zehn Jahre nach der ersten Untersuchung; der Stuhlblut-Test wird damit in diesem Alter überflüssig
- für diejenigen Versicherten, die die Darmspiegelung nicht in Anspruch nehmen wollen oder können: Angebot eines zweijährlichen Stuhlblut-Tests ab dem 56. Lebensjahr
- der Stuhlblut-Test kann auch unabhängig von einer anderen Krebs-Früherkennungsuntersuchung wahrgenommen werden.
Die Früherkennung bietet große Chancen – die Deutsche Krebshilfe ruft daher alle Menschen auf, diese Angebote wahrzunehmen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, welche Untersuchungen für Sie in Frage kommen. Schreiben Sie sich die jährliche Untersuchung in den Kalender. So wie Sie Ihr Auto regelmäßig zur Inspektion bringen, sollten Sie auch auf Ihre eigene Gesundheit achten und sich die Gewissheit holen, dass Sie gesund sind. Denn: in den meisten Fällen wird der Arzt Ihnen nach der Früherkennungsuntersuchung sagen können, dass alles in Ordnung ist.
Darüber hinaus hat jeder die Möglichkeit, sein persönliches Krebs-Risiko in Grenzen zu halten, denn zwei Drittel aller Krebserkrankungen sind auf Faktoren des Lebensstils zurück zu führen. Konkret bedeutet das: Gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Sonnenschutz und vor allem Nichtrauchen tragen dazu bei, dass Sie gesund bleiben! Die Deutsche Krebshilfe hält zu diesen Themen umfangreiches Informationsmaterial bereit, das kostenlos angefordert (Postfach 1467, 53004 Bonn) oder im Internet (www.krebshilfe.de/) heruntergeladen werden kann.
Weitere Informationen zu Darmkrebsfrüherkennung, Darmkrebstest: www.darmkrebstest.de
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