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Geschrieben: 29. Juli, 2013 in Sexualorgane
 
 

Künstliche Befruchtung im Ausland

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Der Lichtblick Tschechien

Ungewollte Kinderlosigkeit ist für betroffene Paare eine schwere Belastung. Dieser Umstand wächst ins Unermessliche, wenn sich der Wunsch nach einem Kind verstärkt und keine Schwangerschaft einstellen möchte.

Interessanterweise kann man in deutschen Kinderwunschforen immer wieder Beiträge von Nutzerinnen lesen, dass eine künstliche Befruchtung in Deutschland doch eh nichts bringen würde oder wie eine andere Dame schrieb „Diese Frauen hatten meistens im Ausland mehr Glück“. Ein sehr interessanter Aspekt, denen augenscheinlich viele Nutzerinnen unterstreichen. Doch warum spricht man von einer erhöhten Erfolgsquote durch die künstliche Befruchtung im Ausland? Schleicht sich da ein weit kursierender Irrglaube ein oder ist entspricht dieser Fakt tatsächlich den Tatsachen?

So sehen die Fakten aus

Die Auswertung der Daten deutscher Kinderwunschzentren zeigte, dass die derzeitige Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Schwangerschaft bei 28 Prozent läge. Beim Vergleich mit 29 anderen europäischen Staaten liegt Deutschland damit im guten Mittelfeld, aber auch nicht mehr und nicht weniger. Viele Länder, wie zum Beispiel die Tschechische Republik oder auch Polen, Russland und Ukraine schneiden deutlich besser ab. Auch südlich gelegene Länder wie Spanien, Griechenland oder die Türkei erzielen bei der In Vitro Fertilisation deutlich höhere Erfolgsquoten.

Grund dieser Erfolgsunterschiede ist vor allem das Embryonenschutzgesetz, welches in Deutschland recht genaue und im Empfinden vieler Paare auch starre Regeln vorgibt. So dürfen beispielsweise maximal 3 der mit Sperma versehenen Eizellen zu Embryos heranreifen. In Ländern wie Tschechien können hingegen bei jedem Zyklus eine Menge Embryonen kultiviert werden.  Leitende Ärzte an den ausländischen Kliniken begründen damit einen entscheidenden Vorteil: Die Auswahl an Embryonen ist natürlich größer und so kann für die behandelten Paare auch eine bestmögliche Auswahl aus vielen Embryonen getroffen werden. Dieser Vorzug schlägt sich auch in der Zahl der Behandlungen nieder. Nach Aussage des Direktors der „IVF-Kliniken Prof. Zech“ werden pro Jahr circa 4500 und damit circa 4-fach so viele Befruchtungen wie in Deutschland, durchgeführt. Dabei stammen allein 40% der Patientinnen aus Deutschland. Bequem ist natürlich, dass die tschechischen Kliniken längst auf die deutschen Gäste eingestellt sind und somit natürlich auch deutsch gesprochen wird, moderne, große Kliniken für die zu behandelnden Paare bereitstehen und sogar mit den deutschen Krankenkassen in vielen Fällen problemlos kooperiert wird.

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