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Geschrieben: 16. Januar, 2018 in Krankheiten von A-Z
 
 

Lungenentzündung – die Schwachen trifft es am ehesten

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Gerade in der kalten Jahreszeit tritt die Lungenentzündung, in der Fachsprache auch Pneumonie genannt, verstärkt auf. Es handelt sich hierbei um eine tückische Infektionskrankheit. Sie wird oft erst spät erkannt und verschleppt. Es können Menschen in jedem Alter daran erkranken, doch Kinder und ältere Menschen sind am ehesten gefährdet. Besonders Säuglinge, kleine Kinder und alte Menschen sind auf Grund Ihres geschwächten oder noch unausgereiften Immunsystems trifft es am ehesten.

Verschiedene Erreger wie Bakterien, Viren oder Pilze gelangen aus dem eigenen Nasen- und Rachenraum oder durch die Ansteckung per sogenannter Tröpfcheninfektion in die Lunge und können das Gewebe in der Lunge angreifen. Entzünden sich die tieferen Abschnitte der Lunge, die Lungenbläschen und das dazwischenliegende Bindegewebe, spricht man von einer Lungenentzündung. Das betroffene Lungenareal schwillt an und wird verstärkt durchblutet. Eine Lungenentzündung kann akut oder chronisch verlaufen. Auch Asthma oder eine chronische Bronchitis können die Entstehung einer Lungenentzündung begünstigen. Dass man diese Erkrankung nicht unterschätzen sollte, belegt die Statistik nachhaltig. Die Lungenentzündung ist die häufigste, zum Tod führende Infektionskrankheit in den Industrieländern. Weltweit belegt sie Platz drei.

Symptome sind abhängig vom Auslöser

Zwischen dreißig und fünfzig Prozent der Lungenentzündungen bei jungen Patienten sind auf eine bestimmte Bakterienart zurückzuführen. Seltener verursachen Pilze oder Viren eine Lungenentzündung. Bei Menschen, die ansonsten gesund sind, heilt eine Lungenentzündung meist folgenlos ab. Je nach Auslöser heben sich die Symptome stark voneinander ab. Bei einer typischen bakteriellen Lungenentzündung treten in der Regel Anzeichen wie Schüttelfrost und Fieber, Husten mit einem rostbraunen Auswurf sowie ein starkes Krankheitsgefühl auf. Anzeichen für eine zum Beispiel virale Lungenentzündung sind unter anderem Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, ein lang anhaltender, quälender Husten, welcher meist ohne Auswurf ist und ein insgesamt weniger ausgeprägtes Krankheitsgefühl zeichnet.

Bettruhe und ausreichende Getränkezufuhr sind wichtig

Zur Behandlung einer Lungenentzündung verabreicht der behandelnde Arzt meistens spezielle Medikamente, im Fall von Bakterien kommen Antibiotika zum Einsatz. Diese enthalten Wirkstoffe, die sich gezielt gegen die auslösenden Erreger richten. In manchen Fällen ist aber auch eine stationäre Behandlung erforderlich, um den Krankheitsverlauf stets unter Kontrolle zu haben. Um schnell wieder gesund zu werden, ist strenge Bettruhe und ausreichendes Trinken notwendig. Außerdem können Atemübungen, die das Ein- und Ausatmen erleichtern, unterstützend wirken.

Eine entsprechende Schutzimpfung ist zu empfehlen

Um die Erkrankung an einer Lungenentzündung zu verhüten, kann man sich mit einer Pneumokokken-Impfung schützen. Diese ist besonders empfehlenswert für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Dazu gehören Kinder bis zum zweiten Lebensjahr, Menschen über einem Alter von sechzig Jahren sowie Menschen mit einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche. Außerdem sollte man den direkten Kontakt mit Menschen, die bereits an einer Lungenentzündung erkrankt sind, vermeiden. Eine noch einfachere Form der Vorbeugung einer Ansteckung ist zweifelsfrei das häufige Waschen der Hände, da die Krankheitserreger sehr oft diesen Weg wählen, um in den Körper zu gelangen.

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