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Geschrieben: 15. Oktober, 2015 in Aktuelles
 
 

Lungenerkrankung – COPD

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Dramatische Zunahme von Lungenerkrankungen. Während die Zahl nahezu alle Arten von Lungenerkrankungen in den letzten zehn Jahren angestiegen ist, warnen Experten besonders vor der ‚chronisch obstruktiven Lungenerkrankung‘, kurz COPD. Und tatsächlich sind die Zahlen alarmierend.

 

 

COPD, Fotoquelle: 123RF

Laut der aktuellen Ausgabe des ‚Weißbuch Lunge‘ sind alleine im Jahr 2011 rund 26.000 Menschen an dieser nicht heilbaren Krankheit gestorben. Gegenüber 2005 ist das eine Steigerung um beachtliche 25 %. Da die Dunkelziffer aufgrund nicht erkannter Fälle sogar erheblich höher liegen dürfte, ist es nur schwer möglich, die Lage genau zu erfassen. Der Direktor der Klinik für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover und Mitherausgeber des Weißbuchs Lunge, Prof. Tobias Welte, geht daher davon aus, dass deutschlandweit circa zehn bis zwölf Prozent der Über-40-Jährigen von COPD betroffen sind. Und auch die Prognosen zeichnen ein düsteres Bild: Erst 2050 soll mit acht Millionen Erkrankten der Gipfel erreicht sein. Das Rauchen, sonst eine der häufigsten Ursachen für eine Lungenerkrankung, scheint dabei noch nicht einmal einer der Hauptgründe zu sein. „Wir sehen heute öfter als früher Patienten, die nie geraucht haben und trotzdem an einer COPD leiden“, bestätigt Prof. Welte. Offensichtlich spielen neben dem Rauchen auch noch andere Gründe, zum Beispiel Umwelteinflüsse, eine entscheidende Rolle. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Erkrankte die Symptome (Atemnot, Husten, Auswurf, auch bekannt als AHA-Symptomatik) zunächst ignorieren. Besonders Raucher nehmen diese ersten Anzeichen häufig nicht ernst genug. Der Arzt kann die COPD so oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium feststellen, was eine Therapie zusätzlich erschwert. Besonders dramatisch wird es, wenn schließlich Anfälle akuter Atemnot, sogenannte Exazerbationen, einsetzen. Dann sollten nicht nur bronchienerweiternde Medikamente, sondern auch entzündungshemmende Präparate verabreicht werden, die sowohl in die kleinen als auch in die großen Atemwege gelangen. „Jede Intervention, die die Entzündung der COPD vermindert, hilft die Häufigkeit und Schwere von Exazerbationen zu verringern“, erklärt Dr. Thomas Voshaar von der Lungenklinik Bethanien in Moers.

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