Diagnoseverfahren
Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) Teil1
Teil 1 MRT -ist Diagnose mit Teilchenbewegung
Wie am Begriff ersichtlich, beruht die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) auf magnetisch erzeugter Kern- bzw. Protonenresonanz von Wasserstoffatomen, welche im Körper reichlich vorhanden sind. In einer engen Röhre liegend wird der Patient einem starken Magnetfeld ausgesetzt. Dabei bewegen sich die ansonsten ungeordneten Wasserstoffprotonen in eine bestimmte Richtung. Über eine Radiospule werden Ra-diowellen an die zu untersuchende Körperstelle abgegeben. Die Anregungsimpulse nimmt der Patient als laute Klopfgeräusche wahr. Diese können die Kerne wiederum aus ihrer neuen Position auslenken. Schaltet man die Wellen ab, springen sie wieder in ihre Ausgangslage zurück (Relaxation). Protonendichte sowie z.B. deren Bindung an andere Atome sind Hinweise auf bestimmte Gewebearten - dementsprechend unterschiedlich wird jetzt auch Energie abgegeben, welche über Sensoren registriert und in einem angeschlossenen Computer über differenzierte Berechnungen in einzelne Schnittbilder beliebiger Richtung umgewandelt wird.
Die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) ist somit oft differenzierter als jede andere Diagnosetechnik und kommt meist auch erst dann zum Einsatz, wenn mit anderen Methoden wenig erreicht wurde. Gerade wasserreiche Weichteile können mit dieser Technik hervorragend untersucht werden. Bei knöchernen und luftreichen Strukturen geben herkömmliche Verfahren wie z.B. das Röntgen ein besseres Bild ab. Da Abweichungen in Geweben unter anderem über veränderte Strukturen und Prozesse im Elementarteilchenbereich sichtbar gemacht werden, verspricht die MRT oft ein schnelleres und genaueres Ergebnis z.B. bei der Diagnose und Heilung einer Tumorerkrankung, bei Stoffwechselstörungen etwa oder bei der Lokalisation kleinster Entzündungsherde.
Der Vorteil einer durchschnittlich halbstündigen Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) liegt auch in ihrer Anwendung ohne Strahlenbelastung. Dafür stören jegliche metallische Substanzen und elektronische Gegenstände im oder am Kör-per das vorhandene Magnetfeld. Kopfhörer schützen den Patienten vor den lauten Klopfgeräuschen des MRT-Geräts. Zusätzlich verabreichte Kontrastmittel verbessern mitunter das Ergebnis der Schnittbilder.
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