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Geschrieben: 20. Januar, 2015 in Entspannung | Gesundheit
 
 

Medikamente, die den Schlaf rauben

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Eine erholsame Nachtruhe ist wichtig für Gesundheit und Glücksgefühl: Sie sorgt für ein Aufladen des Akkus und erleichtert es den Körperzellen, sich zu regenerieren, damit die Aufgaben des nächsten Tages problemlos in Angriff genommen werden können. Wird nach dem Grund für Schlafprobleme gefragt, antworten die meisten „Stress“. Doch Durch- oder Einschlafprobleme haben nicht immer psychische Ursachen.

Arzneien können die Nachtruhe stören, Fotoquelle: 123RF

Mehr und mehr Betroffene finden keinen Schlaf: Deutschlandweit beschweren sich 50 Prozent der Frauen und 25 Prozent der Männer laut Erhebungen über Ausschlaf-, Durchschlaf- oder Einschlafstörungen. Ärzten sind insgesamt ungefär 80 unterschiedliche Arten von Schlafproblemen bekannt. Die zentralen Typen nennt man Insomnie („Schlaflosigkeit“) und Hypersomnie (heftige Müdigkeit tagsüber).

Schlafmittel können zur Abhängigkeit führen

In beiden Fällen steigt die Gefahr für Depressionen und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Oft wird fälschlicherweise psychischer Stress als Ursache vermutet. Oft werden die Schlafstörungen jahrelang ertragen, ohne dass etwas unternommen wird. Oder es kommen Schlafmittel zum Einsatz. Diese können aber zu einer Abhängigkeit führen. In vielen Fällen gibt es konkrete Gründe für die Schlafprobleme, gegen die man etwas unternehmen kann. Medikamente können ein solcher Grund sein.

Fast niemand denkt bei der Einnahme der Arznei an die Tageszeit. Zahlreiche Präparate muss man vor oder nach einer Mahlzeit einnehmen. Die meisten Menschen haben ihre Arzneien zu Hause, wo sie auch zu Abend essen. Daher nehmen viele ihre Medikamente, vor oder nach Mahlzeit am Abend. Dies kann jedoch zum Problem werden: Arzneien, die die Ausschüttung spezieller Hormone steuern, Koffein beinhalten oder Nervenbotenstoffe im Gehirn beeinflussen, können die Nachtruhe stören.

Medikamente können die Unruhe hervorrufen

Jeder Mensch hat eine andere empfindliche Reaktion auf Wirkstoffe in Arzneien. Bei dauerhaften Schlafproblemen sollte man also täglich eingenommene Medikamente und hormonelle Verhütungsmittel als Ursache in Betracht ziehen. „Wenn jemand zu Schlafstörungen neigt und den Verdacht hat, ein Medikament verstärke diese, würde ich ihm raten, mit seinem verschreibenden Arzt über den Zeitpunkt der Einnahme zu sprechen“, erklärtt der Schlafmediziner, Allgemeinarzt und Buchautor Michael Feld aus Köln. (Quelle: focus.de)

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