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Geschrieben: 06. September, 2016 in Krankheiten von A-Z | Schmerz
 
 

Migräne – Mehr als bloß Kopfschmerzen

16734424 - depressed young woman with terrible headache touching head with hands
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Migräne gehört zu den Krankheiten, die von Nicht-Betroffenen gerne als psychosomatisch oder doch zumindest als nicht so schlimm abgetan werden. Eben bloß Kopfschmerzen, sagen sie. Dabei sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. Migräne ist eine der häufigsten chronisch-neurologischen Störungen. Betroffene durchleiden dabei ein wahres Nervengewitter, dass sie an den Rand der Verzweiflung bringen kann – und darüber hinaus.

Migräne / Kopfschmerzen, Fotoquelle: 123RF

Vorboten eines Migräneschubs

Die Symptome einer Migräne sind sehr vielfältig, weshalb Patienten oft von Arzt zu Arzt tingeln, ohne den Grund für ihre Beschwerden dingfest machen zu können. Ein erstes Anzeichen eines bevorstehenden Schubs kann eine Veränderung bzw. Beeinträchtigung des Sehfeldes sein, die sogenannten Flimmerskotome. Auch Taubheits- oder Kribbelgefühle in den Extremitäten, dem Kiefer und dem Rachenraum können auf eine baldige Migräneattacke hindeuten. Doch nicht immer kündigt sich eine Migräne vorher an.

Wenn das Kopfgewitter losbricht

Der eigentliche Migräneschub geht mit stechendem, hämmerndem oder pulsierendem Kopfschmerz einher. Bei Bewegung verstärkt sich der Schmerz, weshalb die meisten Betroffenen das Bett hüten, um den schlimmsten Qualen zu entkommen. Begleitende Symptome sind Übelkeit und Erbrechen, Frösteln, Durchfälle, Appetitlosigkeit und eine extreme Empfindlichkeit gegenüber Lärm und Licht. In der Regel dauert ein solcher Schub einen Tag, er kann sich aber auch über mehrere Tage hinstrecken.

Trigger und Behandlung

Noch vielfältiger als die Beschwerden sind die möglichen Auslöser. Das können Stress, Depressionen, körperliche oder geistige Erschöpfung oder auch hormonelle Veränderungen sein. Auch Alkohol oder bestimmte Medikamente können Trigger sein. Eine Therapie erfolgt meist mithilfe einer Kombination von Medikamenten. Art und Dosierung sind jedoch individuell verschieden und sollten mit dem Arzt gemeinsam und aufgrund ihrer jeweiligen Wirksamkeit festgelegt werden.

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