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Geschrieben: 04. Februar, 2010 in Bewegungsapparat
 
 

Mit O2 gegen Knocheninfarkt

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Hyperbare Sauerstofftherapie: Positiver Effekt bei Nekrosen

Der Knocheninfarkt kann praktisch jeden treffen, denn: Bis heute sind trotz des medizinischen Fortschritts die Ursachen von Knochennekrosen nicht hinreichend geklärt.

Wird ein Knochenareal nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt, kommt es zu Schmerzen und Bewegungs- einschränkungen. Je nachdem, welches Stadium die Krankheit erreicht hat, werden Knochen- und Knorpelgewebe speziell am Hüftkopf, an den Schulter- oder Kniegelenken mehr oder weniger stark zerstört. Die Risikofaktoren für diese Erkrankung sind vielgestaltig. Unfälle, Störungen der Blutgerinnung, Übergewicht, Schwangerschaft, die Einnahme von Cortison, neurologische Erkrankungen, Diabetes und Alkoholismus gehören dazu. Gefährdet sind aber auch Berufstaucher und Überdruckarbeiter. Eine genetische Disposition kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.

Mit Hilfe von Röntgenbildern und der Magnetresonanztomographie (MRT) kann der behandelnde Arzt in der Regel eine klare Diagnose stellen. Je weniger die Knochennekrose fortgeschritten ist, umso besser stehen die Chancen auf Linderung der Beschwerden und sogar auf völlige Heilung. Sehr gute Erfolge lassen sich mit der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBO) erzielen. Dabei sitzt oder liegt der Patient in einer Behandlungskammer und atmet dort unter Überdruck dreimal 30 Minuten lang medizinisch reinen Sauerstoff ein, und dies täglich über einen Zeitraum von ca. drei Wochen. Der positive Effekt der ambulanten Behandlung ist in medizinischen Studien nachgewiesen worden. Die HBO bewirkt bei diesem Krankheitsbild eine Verkleinerung des Knochenödems sowie die Neubildung von Blutgefäßen, Bindegewebsfasern und knochenbildenden Zellen. Meist erfolgt sie in Kombination mit physiotherapeutischen Behandlungsmethoden oder auch unterstützend nach operativen Eingriffen. Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernehmen die Kosten der Behandlung, gesetzliche Krankenkassen zahlen derzeit allerdings nur in Ausnahmefällen.

Infos zur hyperbaren Sauerstofftherapie sowie zum nächstgelegenen Behandlungsort erhält man unter der Hotline 0800-0004881 oder unter www.vdd-hbo.de

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