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Geschrieben: 21. November, 2011 in Depressionen | Ganzheitlich Leben
 
 

Mondphasen – Einfluss auf die Gesundheit der Menschen?

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Dass der Mond Herr der Gezeiten ist und Ebbe und Flut bestimmt, ist physikalisch erklärbar und auch eine Mondfinsternis ist kein Geheimnis mehr. Aber hat er auch einen Einfluss auf die Gesundheit? Der Glaube, dass der Mond eine außergewöhnliche Wirkung auf die Menschen besitzt, ist uralt. Seit Jahrtausenden ranken sich viele Legenden, Mythen und Geschichten um die geheimnisvollen Kräfte des Mondes. So glaubte man, dass mit der Mondphase zusätzliche Energie geschöpft werden kann.

Was sind Mondphasen?

Mondphasen sind die verschiedenen Lichtgestalten des Mondes – von rund bis sichelförmig -, die dadurch entstehen, dass er nicht selbst aktiv leuchtet, sondern das Sonnenlicht während seiner Umkreisung um die Erde reflektiert. Die Zeit von Neumond zu Neumond dauert 29,5 Tage und beträgt damit knapp einen Monat. In dieser Zeit durchläuft der Mond alle seine Phasen: Vollmond, abnehmender Mond, Neumond und zunehmender Mond.

Einfluss des Mondes auf die Natur

Immer wieder hört man, dass das ausgesendete Mondlicht Einflüsse auf Menschen, Tiere und Pflanzen haben soll. So richten sich einige Meerestiere in ihrem Fortpflanzungsverhalten nach dem Rhythmus der Gezeiten, das Wachstum von Pflanzen werde gestärkt und so genanntes Mondholz, das bei Neumond geschlagen wird, sei härter und weniger anfällig für Schädlinge. Bekannt in diesem Zusammenhang ist der nach den Mondphasen ausgerichtete Aussaatkalender der Maria Thun, einer Bäuerin im hessischen Biedenkopf, unter Einbeziehung der Tierkreiszeichen. Aber lässt sich dieser Einfluss auch auf die Menschen übertragen? Vieles, was bei Tieren und Pflanzen zutreffen mag, ist für Menschen von Wissenschaftlern allerdings umstritten.

Beeinflusst der Mond den Menschen?

Der Mond übt sicher eine große Faszination auf viele Menschen aus. Glaubt man den Umfragen, sind 92 Prozent der Deutschen überzeugt, dass der Mond einen Einfluss auf das Verhalten und die Gesundheit des Menschen hat. Der Mond ist „in“. Das Geschäft mit der Wiederentdeckung dieses alten Rhythmus und damit dem Mond boomt. Zahlreiche Mondkalender, Ratgeber von Luna-Yoga bis Monddiät, über Mondkosmetik und Regeln des goldenen Schnittes feiern derzeit große Erfolge. So soll besonders der Vollmond geheimnisvolle Kräfte besitzen: Es kommen mehr Babies zur Welt, es passieren mehr Unfälle, Selbstmorde und Verbrechen und Depressionen nehmen zu, man schläft schlecht oder Schlafwandler werden aktiv. Aber auch die anderen Mondphasen haben ihre eigenen Mythen: Bei zunehmenden Mond, soll alles, was zunehmen und sich vermehren soll, begonnen werden, so etwa Geldinvestitionen oder Hausbau. Nimmt der Mond jedoch ab, soll man Haare schneiden, Putzen, Waschen oder einen Operationstermin in diese Zeit legen, um das Risiko für Komplikationen gering zu halten – so jedenfalls lauten die Ratschläge. Selbst Umweltkatastrophen, Wetterveränderungen oder gar Empfängnisverhütung werden mit Mondphasen in Verbindung gebracht. Was ist dran an diesen Meldungen und ist der Erdtrabant wirklich daran schuld?

Fazit

In zahlreichen Untersuchungen versuchten Wissenschaftler so genannte „lunare Effekte“ nachzuweisen. Das Ergebnis dieser Studien jedoch hat keinen Einfluss der Mondphasen auf das Alltagsleben der Menschen ergeben. In den meisten Fällen sind die Erklärungen einfach und die Mondmythen werden entzaubert. Obwohl unser Tagesablauf vom Terminkalender und nicht mehr vom natürlichen Rhythmus bestimmt ist und trotz fehlender wissenschaftlicher Beweise für die behaupteten Einflüsse des Mondes auf die Menschen, glauben dennoch viele daran. Der Glaube vieler Menschen an die Macht des Mondes wird dennoch nicht erschüttert und der Streit unter den Wissenschaftlern geht weiter.

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