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Geschrieben: 31. Juli, 2013 in Nahrungsergänzung | Therapien
 
 

Nahrungsergänzungsmittel – Was steckt dahinter

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80 % aller Krankheiten werden durch eine ungesunde Lebensweise und ungünstige Einflüsse aus der Umwelt verursacht. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Nährstoffgehalt der Lebensmittel abnimmt und die Verseuchung mit Schadstoffen zunimmt. Dies sind die Folgen der allgemeinen globalen Umweltbelastung durch katastrophale Ereignisse wie z. B. Tschernobyl und durch veränderte landwirtschaftliche Anbaumethoden, ausgelaugte Erdböden sowie der Einsatz von Insektiziden.

Die Summe der erhöhten Strahlungsbelastung und anderer schädigender Umweltfaktoren stellt eine enorme Belastung für unser Immunsystem dar und kann Schäden im Organismus verursachen, die besonders schwer zu diagnostizieren sind. Die Menschen unserer Industriegesellschaften unterliegen unterschiedlichen negativen Umwelteinflüssen (Luft-, Wasser-, Nahrungsschadstoffe) und der Konsum entsprechend belasteter Lebensmittel ist mehr oder weniger unvermeidbar. Ernährungs- und Verhaltensbedingte Erkrankungen, sog. Zivilisationskrankheiten, nehmen immer mehr zu wie Diabetes, Übergewicht oder Herz-Kreislauferkrankungen. Hinzu kommen mangelnde körperliche Aktivität, Rauchen, Alkoholkonsum, intensive Strahleneinwirkung, Medikamente, psychischer und physischer Stress und vor allem einseitige Ernährungsgewohnheiten, die sehr schnell zu Defiziten und schließlich zu Krankheiten führen können.

Das Essen hat schon immer die Lebensqualität der Menschen bestimmt. In früheren Zeiten waren die 3 Teilbereiche, in die sich unsere tägliche Nahrung unterteilt, ausgewogener:

  • Eiweiß
  • Fett
  • Kohlenhydrate

In der heutigen Zeit ist das nicht immer möglich, denn es besteht ein Übermaß an tierischen Proteinen. Darüber hinaus benötigen wir aber auch die Vitamine, Mineralstoffe und die Spurenelemente, um die Grundregulation des Körpers in einem idealen Gleichgewicht zu halten. Unsere heutigen Nahrungsmittel beinhalten diese Mengen, die der Organismus täglich benötigt, nicht mehr in ausreichendem Umfang. Ursache dafür sind u. a. zu kurze Reifungsphasen von Obst – und Gemüsesorten sowie zu lange Transportwege. Grün geerntete Früchte oder solche, die z. B. in Hydrokultur angebaut werden, weisen keine Mineral- und Spurenelemente oder Vitamine auf. Solange Obst und Gemüse nicht von Freilandfeldern stammen, mit natürlichen Wachstumsrhythmen und natürlicher Sonneneinstrahlung können wir auch nicht mit dem Gehalt an Nährstoffen rechnen, der naturgemäß üblich sein sollte.

Da der menschliche Organismus für eine normale Entwicklung und Aufrechterhaltung der Gesundheit aber diese Nährstoffe benötigt, ist der gezielte Einsatz von Vitaminen und anderen (Mikro) Nährstoffen eine wertvolle Therapieergänzung in der Orthomolekularen Medizin. Ziel ist es, mit diesen Substanzen, die ohnehin natürliche Bestandteile des menschlichen Stoffwechsels sind und u. a. für eine intakte Zellfunktion sorgen:

  • Nährstoffmangelkrankheiten vorbeugen (z. B. Skorbut, Typ-2- Diabetes
  • Prävention chronisch-degenerativer Krankheiten (z. B. Rheuma, Demenz vom Alzheimer-Typ, Morbus Parkinson), Krebs, Arteriosklerose, koronare Herzkrankheit
  • Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes
  • Kompensation Arzneimittelinduzierter Nährstoffmängel
  • Optimierung der Leistungsfähigkeit
  • Stärkung des Immunsystems und Vorbeugen von Erkältungskrankheiten
  • Erhalt der Vitalität bis in das hohe Alter

Chronisch – degenerativen, entzündlichen und bösartigen Erkrankungen ist eines gemeinsam: an ihrer Entstehung sind freie Radikale direkt oder indirekt beteiligt. Freie Radikale sind chemische, aggressive Verbindungen, die durch übermäßige Oxidationsprozesse Schäden in enzymatischen Prozessen im Körper hervorrufen und dadurch chronische Erkrankungen begünstigen. Spurenelemente und bestimmte Vitamine spielen eine wichtige Rolle für die Aufrechterhaltung eines funktionierenden Stoffwechsels. Eine angepasste Aufnahme dieser Substanzen wird heute als wesentlicher Ansatzpunkt zur Vorbeugung vieler Zivilisationskrankheiten gesehen.

Als Beispiel seien hier nur einige näher diskutiert. Zink erhöht die Resistenz der Zellmembranen gegen Schädigung durch Freie Radikale und unterstützt die Immunreaktion und damit die Reduktion von Infektionen. Es spielt außerdem eine wichtige Rolle beim Wachstum, Pubertät und Wundheilung. Selen ist sehr häufiger Bestandteil von Antioxidationspräparaten, da es für verschiedene Zellfunktionen und lebenswichtigen Vorgängen im Organismus unentbehrlich ist (z. B. ist es an der Regulierung der Schilddrüsenfunktion mit beteiligt). Selen schützt zusammen mit Vitamin E und Beta-Carotin vor der toxischen Wirkung von Sauerstoffradikalen und ist in der Krebspophylaxe unentbehrlich. Calcium sollte täglich aufgenommen werden, besonders von Frauen in den Wechseljahren, um Osteoporose vorzubeugen. Die Substitution von Folsäure ist für schwangere Frauen besonders wichtig, um fetale Missbildungen zu vermeiden. Eisenmangel ist bei Kindern, Jugendlichen, Vegetariern, stillenden Müttern und in der Schwangerschaft zu verhindern.

Bei einer Arterioskleroseerkrankung sollte auf eine Folsäure-, Vitamin -B6- und B12-reichen Ernährung geachtet werden. Erhöhte Nährstoffbedürfnisse sind auch bei Rauchern bekannt, denn sie sind häufig kadmiumbelastet. Auch Magnesium sollte in ausreichender Menge vorhanden sein, da es an vielen Prozessen mit beteiligt ist. Ebenso brauchen Leistungssportler und ältere Menschen höhere Antioxidantien-Mengen. Weiter wichtige Antioxidantien sind die Vitamine E, C, B3, _-Carotin und das Coenzym Q10. Sie erfüllen die wichtige Aufgabe, die Zellmembrane vor oxidativer Zerstörung zu schützen und neutralisieren verschiedene Typen von freien Radikalen. Die Zufuhr von antioxidativ wirkenden Mikronährstoffen hat sich zu einem vorbeugenden Therapieprinzip in der Ganzheitsmedizin entwickelt. Es stehen orthomolekulare Produkte wie Kombinationspräparate oder Vitalstoff-mischungen in Form von Tabletten, Kapseln, Kautabletten oder Pulvern zur Verfügung. Sie enthalten keine Konservierungsstoffe oder künstliche Farbstoffe und sind in der Regel hypoallergen.

Dieses Therapiekonzept sollte auch im eigentlichen Sinne des Wortes verstanden werden – als ERGÄNZUNG zur Nahrung, die im Sinne einer ausgewogenen Vollwertkost ausgerichtet sein sollte und nicht als Ersatz.

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