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Geschrieben: 29. September, 2010 in Hals-Nasen-Ohren
 
 

Nasenbluten – Verletzung eines Blutgefäßes in der Nasenschleimhaut

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In der Nase befindet sich unmittelbar unter der Schleimhaut ein feines Geflecht aus Äderchen. Nasenbluten entsteht meist durch mechanische Verletzung eines Blutgefäßes in der Nasenschleimhaut. Selten kann es auch spontan auftreten. Nasenbluten ist nicht lebensgefährlich, es sei denn es liegt eine Blutgerinnungskrankheit vor. Nur selten kommt es bei Nasenbluten zu starkem Blutverlust.


Ursachen:

  • Nasenbohren
  • zu heftiges Schnäuzen
  • Stoßen der Nase beim Spielen
  • Schlag auf die Nase
  • Schleimhautverletzung durch Fremdkörper
  • Schnupfen bei Erkältung oder Allergie
  • trockene Nasenschleimhaut
  • schleimhautreizende Chemikalien
  • Bluthochdruck

Maßnahmen:

  • das Blut muss durch die Nasenlöcher nach außen abfließen können: mit leicht nach vorne gebeugten, aufgerichtetem Oberkörper sitzen und den Kopf nach vorne beugen (nicht hinlegen!). Das Blut darf nicht geschluckt werden, denn dies könnte einen Brechreiz auslösen!
  • Stirn mit den Händen abstützen und durch den Mund atmen
  • Nasenflügel für fünf bis zehn Minuten zusammendrücken
  • zur Unterstützung der Blutstillung einen kalten Umschlag oder Eis auf Nase oder Nacken legen, denn durch den Kältereiz ziehen sich die Blutgefäße zusammen und leichte Blutungen kommen bald von selbst zum Stillstand
  • Nasenputzen für mindestens zwölf Stunden vermeiden, da sich sonst die Wundkruste lösen könnte
  • Nasenlöcher nicht zustopfen (z. B. mit Watte)
  • bei stärkeren Blutungen aus der Nase besteht durch erheblichen Blutverlust Schockgefahr. Den Verletzten in Seiten- und Bauchlage bringen. Notarzt rufen!
  • wenn Sie unter häufigem Nasenbluten leiden, sollten Sie einen HNO-Arzt aufsuchen
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