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Geschrieben: 24. Juni, 2013 in Naturheilkunde
 
 

Natürlich & ganzheitlich heilen – Naturheilkunde

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Naturheilkunde Teil 1

Der Trend hin zur Heilung mit Naturmedizin hält ungebrochen an in einer Zeit, in der die Schulmedizin oft unüberschaubar und teilweise überteuert ist und der kranke Mensch mehr und mehr als ‚Krankheitsfall’ denn als Individuum gesehen wird. Oftmals bringt diese Medizin – vielleicht auch aus besagten Gründen – nur bedingt Heilung. Das ruft die Naturheilkunde erst auf den Plan. Diese wird dann akzeptiert, auch wenn sie weit mehr im Ruf steht, nichts ausrichten zu können im Vergleich zu jedem anderen klassischen Verfahren. Denn viele naturmedizinische Therapien sind weder wissenschaftlich belegt noch in ihrem Heilungssystem gänzlich nachvollziehbar. Sie basieren oftmals auf dem Erfahrungsschatz der Volksheilkunde und beziehen in der Regel Körper und Geist gleichermaßen in die Diagnose und Therapie mit ein.

Darin liegt unter anderem vielleicht gerade ihr Erfolg begründet. Denn auch die Seele hat ihren Anteil im Heilungsprozess. Naturheilkunde kann in dieser Hinsicht eine gute Ergänzung zur herkömmlichen Medizin sein. Oft genügt es bereits, wenn Ärzte sich mehr Zeit für Patient und Diagnose nehmen, wie zum Beispiel in der Homöopathie, um eine den körperlichen und geistigen Erfordernissen wirklich angepasste Therapie zu finden.

Die Methoden der Naturheilkunde erstrecken sich keineswegs nur auf aus der Natur kommende Arzneien. Von der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde / Heilpflanzen), über Entgiftungsverfahren, Wasserkuren (Hydrotherapie) bis hin zur traditionell chinesischen Medizin wie z.B. der Akupunktur hat sie vielerlei zu bieten. Dabei liegt ein großes Gewicht auf prophylaktischen, die Gesundheit erhaltenden Maßnahmen, meist preiswerter und sanfter in der Regulation des körperlich und geistig diagnostizierten Ungleichgewichts. Das macht aber erfahrene Ärzte und Heilpraktiker keineswegs überflüssig. Obwohl die Naturheilkunde eher zur Selbstmedikation und eigenmächtigen Therapie geeignet scheint, kann auch hier z.B. eine fehlerhafte Diagnose und Arzneimitteldosierung Schaden anrichten. In den Bereichen der Akutmedizin und der Chirurgie kann die Naturheilkunde allenfalls ergänzend in der Nachbehandlung wirken und im Alleingang wenig ausrichten.

Naturheilkunde – Die Kunst des ganzheitlichen Heilens

Einer der großen Erfolge der Naturheilkunde (Physiatrie) liegt zweifelsohne im Bezug auf den ganzen Menschen. Nach wie vor wird in der klassischen Medizin in erster Linie der kranke Körper anvisiert. Dass darin aber auch eine in Mitleidenschaft gezogene Seele wohnt, wird oft übersehen. Dabei zeigt sich in vielen Fällen, dass klassische Verfahren gerade erst in Verbindung mit natürlichen Heilmethoden von Erfolg gekrönt sind, da mit erweitertem Blick auf die Seele des Kranken eine neue Perspektive im Prozess der Genesung gewonnen wurde. Oft genügt es Patienten schon, wenn Ärzte sich mehr Zeit für ihr Leiden nehmen, wie dies zum Beispiel in der Homöopathie der Fall ist, um letzten Endes auch die Psyche auf Gesundung einzustimmen und eine den körperlichen und geistigen Erfordernissen wirklich angepasste Therapie zu finden.

Naturheilkunde Teil 2

Was natürlich ist, kann ja nicht schaden – das ist einer der Gründe vieler Menschen, auf Verfahren der Naturheilkunde zurückzugreifen, meist dann, wenn die so genannte Schulmedizin nicht genügend oder nicht schnell genug die Heilung verspricht, die man sich erhofft hat. Dabei wird sogar akzeptiert, dass alternative Methoden noch weit mehr unter dem Ruf leiden, nicht wirklich was bewirken zu können. Aber viele positive Erfahrungen belegen wiederum: es gibt neben der wissenschaftlich abgesicherten Schulmedizin einiges mehr, das der menschlichen Gesundheit nützlich ist, obwohl manchmal ein Heilungssystem auf den ersten Blick oder aber vielleicht gar nicht vollständig durchschaubar ist.

Ein Sammelbecken verschiedenster Therapien

Die Homöopathie wird oft als das zentrale Naturheilverfahren angesehen, obwohl bekannt ist, dass diese nicht ausschließlich auf Substanzen aus der Natur basiert wie z.B. die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde). Unter dem Begriff der Naturheilkunde summieren sich alternative Diagnose- und Heilverfahren verschiedenster Art. Darunter fallen physikalische Anwendungen wie etwa Wassergüsse nach Pfarrer Kneipp ebenso wie z.B. die Akupunktur-Behandlungen der traditionellen chinesischen Medizin. Die Therapien sind in der Regel weit weniger das Produkt breit angelegter naturwissenschaftlicher Studien als eines altbewährten Erfahrungsschatzes, der meist aus der traditionellen Volksheilkunde herrührt. Die Naturheilkunde ist das Älteste, was die Medizin überhaupt zu bieten hat. Bereits Menschen in der Frühzeit unserer Kulturentwicklung verfügten z.B. über ein Wissen im Umgang mit der Heilkraft von Kräutern, welches über viele Generationen hinweg bis in unsere heutige Zeit weitergegeben wurde. Dabei lag das Augenmerk zu einem großen Teil auf vorbeugenden, die Gesundheit erhaltenden Maßnahmen. Als Väter der neuzeitlichen Naturheilkunde im 19. Jahrhundert werden z.B. Vinzenz Prießnitz und Johann Schroth gesehen. Ersterer widmete sich der so genannten ‚Hydropathie’ (Wasserheilkunde), letzterer der feucht-warmen und diätetischen Methode.

Sanfte Medizin ohne Gefahr?

Im Gegensatz zur Schulmedizin wird die meist preiswertere Naturmedizin von vielen Menschen als Alternative gesehen, die im besonderen Maße zur Selbstmedikation und Selbsttherapie tauglich scheint, weil sie bekanntlich auch weniger unliebsame Nebenwirkungen mit sich bringt als herkömmlichen Verfahren und Präparate. Oft wird nicht geglaubt, dass z.B. eine falsche Dosierung von Pflanzenextrakten schädlich sein kann und mitunter gar nicht so ‚sanft’ wirkt wie allgemein angenommen. Deshalb ist es auch auf dem Gebiet der Naturheilkunde wichtig, auf den Rat spezialisierter Ärzte und Heilpraktiker zu hören – sei es in Fragen der Nahrungsmittelergänzung als z.B. auch bei der wohl dosierten Anwendung physikalischer Verfahren.

Im Vergleich zur Naturheilkunde hat die Schulmedizin auch unbestritten den Vorzug im Bereich der Akutmedizin (Notfallmedizin) sowie im Bereich der Chirurgie. Hier kann die Naturheilkunde allenfalls ergänzende und stützende Dienste in der medizinischen Nachsorge leisten.

 

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