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Geschrieben: 28. Oktober, 2009 in Krankheiten von A-Z | Osteoporose
 
 

Osteoporose – Rechtzeitig auf einen knochengesunden Lebensstil achten!

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Die Osteoporose zählt zu den Volkskrankheiten, da immer mehr Menschen in den Industrieländern von dieser Krankheit betroffen sind – und in Zukunft wird die Zahl der Betroffenen noch deutlich ansteigen. Der Knochenschwund, so heißt die Osteoporose im Volksmund, wurde lange als Schicksal alter Menschen betrachtet. Mittlerweile zählt Osteoporose zu den häufigsten chronischen Erkrankungen.

In der Medizin bezeichnet man damit eine Stoffwechselerkrankung der Knochen. Wörtlich übersetzt bedeutet Osteoporose „löchriger Knochen“ (griechisch osteo = Knochen, poro = Loch) und tatsächlich baut jeder Mensch, egal ob Frau oder Mann, im Laufe seines Lebens Knochenmasse ab. Dies ist ein ganz normaler Alterungsprozess. Problematisch und gesundheitsgefährdend wird es jedoch dann, wenn der Abbau der Knochenmasse so groß ist, dass die Knochen selbst bei geringer Belastung brechen.

Wie entsteht Osteoporose?

Knochen sind keineswegs ein totes Gewebe, sondern vielmehr ein von zahlreichen Blutgefäßen versorgtes Organ mit lebhaftem Stoffwechsel. Ständig finden hier Umbau und Reparaturvorgänge statt, die für das menschliche Skelett lebenswichtig sind. Im Normalfall besteht ein Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und – abbau. Verschiedene Faktoren wie Kalzium oder Östrogene begünstigen den Knochenaufbau. Andere Hormone wiederum fördern hingegen den Knochenabbau. Ein ausgewogenes Gleichgewicht dieser Hormone ist für gesunde Knochen daher sehr wichtig.

Ist diese Balance jedoch gestört, z. B. durch mangelnde Kalziumzufuhr oder hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren, kann es zu Osteoporose kommen. Die Folge ist ein erhöhtes Knochenbruch-Risiko.

Wie erkennt man Osteoporose?

Erste Symptome sind akute Knochenschmerzen. Als äußere Zeichen treten Wirbelkörperverformungen und möglicherweise auch Brüche im diesem Bereich auf. Bei einigen Betroffenen bildet sich ein Rundrücken, der so genannte Witwenbuckel. Außerdem kann es zum „Tannenbaumphänomen“ kommen, das sind charakteristische Falten am Rücken in Form herabhängender Äste eines Tannebaums. Da die Muskulatur die fehlende Stützfunktion der Wirbelsäule zu kompensieren versucht, kommt es häufig zu Haltungsschäden und Verspannungen sowie zu Schmerzen im Brust- und Lendenwirbelbereich.

Wer ist besonders gefährdet

Bei den Frauen ist die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken deutlich höher als bei Männern. Denn nach der Menopause fällt bei ihnen der natürliche Schutz durch das Hormon Östrogen weg. Als Folge des Östrogenmangels findet ein stärkerer Knochenabbau statt als zuvor. Etwa 25 Prozent der Frauen über 50 Jahren leiden an dieser Krankheit. Besonders bruchgefährdet sind Wirbelkörper, Unterarme und Oberschenkelhals. Trotzdem ist Osteoporose nicht nur eine „Frauenkrankheit“. Auch Männer sind betroffen. Ein sinkender Testosteronspiegel im fortgeschrittenen Alter führt zusammen mit anderen Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, falsche Ernährung, Alkoholmissbrauch und Nikotinkonsum auch beim Mann zu fortschreitendem Knochenabbau.

Risikofaktoren für Osteoporose

  • Bewegungsmangel
  • Falsche Ernährung
  • Nikotingenuss
  • Zu viel Alkohol
  • Vitamin-D-Mangel
  • Kalziummangel

Knochenbrüche – oft schon bei geringer Belastung – sind die häufigste Folge von Osteoporose. Typisch sind Brüche der Wirbelkörper, des Unterarms und des Oberschenkelhalses.

Die Diagnose der Osteoporose

Je früher die Behandlung beginnt, desto besser. Dazu ist eine frühzeitige Erkennung der Osteoporose sehr wichtig. Die Knochendichtemessung (Osteodensiometrie) ist als diagnostische Methode das wichtigste Kriterium. Die Knochendichte sollte unbedingt gemessen werden, wenn gewisse Risiken vorhanden sind, wie. Erbliche Vorbelastung, Menopause, unzureichende Kalzium- oder Vitamin D-Zufuhr, Langzeitbehandlung mit Cortison, Bewegungsarmut oder Untergewicht.
Häufig wird eine Osteoporose erst erkannt, wenn ein Knochenbruch vorliegt. Wer zu den Risikogruppen gehört, sollte daher auf erste Symptome wie dumpfe Rückenschmerzen achten.

Was tun bei Osteoporose?

Ist die Diagnose gestellt, besteht kein Grund zur Verzweiflung. Eine Kombination aus einer rechtzeitigen medikamentösen Behandlung und der persönlichen Initiative bei Ernährung, Bewegung und Lebensweise hilft, die gefürchteten Knochenbrüche und chronische Schmerzen zu vermeiden bzw. auf ein Minimum zu reduzieren.

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