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Gesundheit - Bewegungsapparat

 Osteoporose: wenn Knochen brüchig werden…..

Bewegung schützt und hält fit

Es fängt alles schleichend an und entwickelt sich über Jahre im Stillen. Erste Beschwerden wie Rückenschmerzen werden oft nicht als Anzeichen dieser Erkrankung erkannt. Die Rede ist von Osteoporose, im Volksmund auch "Knochenschwund" genannt.

Wie entsteht Osteoporose?

Knochen müssen stabil und elastisch sein, da sie großes Gewicht tragen. Sie sind nicht etwa "tote" Materie, sondern bestehen unter anderem aus einem Gewebe, einer lebenden Verbindung von Zellen, das einem ständigen Auf- und Abbau unterworfen ist. Knochen sind somit eine Dauerbaustelle. Knochen sind auch wichtige Kalziumspeicher, ein Mineral, das für die Knochenfestigkeit sorgt. In ihnen wird überschüssiges Kalzium eingelagert, das bei Bedarf auch wieder freigegeben werden kann. Die Kalziumzufuhr wird von verschiedenen Hormonen gesteuert.

Ist diese Balance von Knochenaufbau und – abbau gestört, entsteht Osteoporose. Wird das Knochenmaterial weit über das normale Maß hinaus abgebaut, wird das Knochengewebe löchrig und Kalzium wird nicht ausreichend eingebaut. Diese "Entkalkung" macht die Knochen bruchanfälliger und schon bei geringen Belastungen oder leichten Stürzen kommt es zu Knochenbrüchen.

Wer ist gefährdet?

Osteoporose ist in aller Munde. Längst als Volkskrankheit der Menschen in den Industrieländern eingestuft, ist diese gefürchtete Erkrankung längst kein Schicksal der alten Menschen mehr. Das Risiko, an Osteoporose zu erkranken steigt zwar mit zunehmenden Alter, ist aber keinesfalls eine bloße Alterserscheinung, den auch Raucher oder schlanke Menschen sind gefährdet. Aber auch andere Erkrankungen oder Medikamente rufen das Krankheitsbild Osteoporose hervor.

Bei den Frauen ist die Gefahr an Osteoporose zu erkranken, deutlich höher als bei Männern. Denn in den Wechseljahren entfällt der natürliche Schutz durch das Hormon Östrogen. Trotzdem ist Osteoporose keine typische "Frauenkrankheit", denn auch Männer im fortgeschrittenen Alter sind betroffen. Ein sinkender Testosteronspiegel zusammen mit anderen Risikofaktoren führt auch beim Mann zu einem fortschreitenden Knochen

Wie erkennt man Osteoporose?

Erste Symptome sind akute Knochenschmerzen. Als äußere Zeichen treten Wirbelkörperverformungen und möglicherweise auch Brüche im diesem Bereich auf. Bei einigen Betroffenen bildet sich ein Rundrücken, der so genannte Witwenbuckel. Außerdem kann es zum "Tannenbaumphänomen" kommen, das sind charakteristische Falten am Rücken in Form herabhängender Äste eines Tannebaums. Da die Muskulatur die fehlende Stützfunktion der Wirbelsäule zu kompensieren versucht, kommt es häufig zu Haltungsschäden und Verspannungen sowie zu Schmerzen im Brust- und Lendenwirbelbereich.

Knochenbrüche – oft schon bei geringer Belastung - sind die häufigste Folge von Osteoporose. Typisch sind Brüche der Wirbelkörper, des Unterarms und des Oberschenkelhalses.

Therapie

Lange Zeit beliebt – allerdings nicht unumstritten – war die Hormonbehandlung, die in Einzelfällen durchaus sinnvoll sein kann. Des weiteren werden Schmerzmittel oder Medikamente, die sich auf die Hemmung des Knochenabbaus richten, eingesetzt. Im Allgemeinen werden heute Vitamin D und Kalziumpräparate im Rahmen der Vorsorge oder als Therapieergänzung verabreicht.

Auch wenn die Krankheit Osteoporose bereits diagnostiziert wurde, können Betroffene das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und die Beschwerden lindern. Neben der Vermeidung von Stürzen, haben Alkohol- und Zigarettenkonsum, körperliche Bewegung sowie die Ernährung einen wesentlichen Einfluss. Mit der Überprüfung des persönlichen Lebensstils kann man die Symptome einer bestehenden Osteoporose abmildern und den Krankheitsverlauf – ergänzend zur medikamentösen Therapie - positiv beeinflussen.

 




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