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Geschrieben: 12. Juli, 2012 in Allergien | Atemwege
 
 

Plagegeister im Sommer – Das große Krabbeln

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Kaum hat der Sommer Einzug gehalten, locken schöne Sommertage zu Kaffeerunde auf Terrasse oder Balkon, und laue Abende zum Grillen im Freien ein. Leider jedoch stellen sich häufig auch ungebetene Gäste ein, umschwirren hartnäckig Fleisch- und Kuchenhäppchen oder starten Angriffe auf süß beschmierte Kindermünder, krabbeln in Bier oder Saftschorlen, plumpsen in die Kaffeesahne oder wühlen sich in die Obsttorte.

Bienen, Wespen, Hornissen und Hummeln haben Hochsaison und bestimmt hat jeder dieses Szenario schon einmal mitgemacht. Vor allem aber die Wespen sind besonders gefürchtet und erregen die Gemüter, denn so manche hat sich schon für panische Abwehrversuche mit einem schmerzhaften Stich revanchiert.

Wespen jedoch stechen nur zur Verteidigung ihrer selbst und ihres Nestes. Die Folge ist häufig nur eine schmerzhafte Schwellung mit Brennen und Juckreiz. Wer sie in Ruhe lässt, braucht keine Angst vor ihnen zu haben, denn sie sind absolut harmlos. Zugegeben erfordert es schon ein bisschen Mut, wenn eine Wespe auf der Kuchengabel landet oder einem um den Kopf schwirrt. Doch heftig mit den Armen um sich zu schlagen, die Wespe anzupusten oder mit einer Zeitung herumzufuchteln, macht wenig Sinn, denn gerade dann wird am ehesten gestochen.

Für Allergiker allerdings kann ein Stich gesundheitliche Probleme haben. Auf der gesamten Haut können – unabhängig von der Stichstelle – großflächige Schwellungen und rote Flecken sowie Juckreiz auftreten. Es droht die Gefahr eines anaphylaktischen Schocks. Vorboten sind Schwindel, Übelkeit, Herzrasen und Atemnot. Wird dieser Allergieschock nicht SOFORT ärztlich behandelt, kann er tödlich enden. Meistens gehen schwere allergische Reaktionen auf das Konto von Wespen und Bienenstichen, seltener sind Hummeln, Hornissen oder andere Insekten die Verursacher. Nicht nur die Akutversorgung eines Insektenstiches ist wichtig, sondern besonders auch die Nachsorge. Die wenigsten Insektengiftallergiker suchen nach einer schweren systemischen Reaktion einen Allergologen auf, obwohl sie mit dem Risiko eines erneuten LEBENSGEFÄHRLICHEN Stiches leben!

Verhaltensregeln bei Wespen, Bienen & Co.

  • Ruhe bewahren, wenn sich eine Wespe oder Biene nähert, bis diese das Interesse verloren hat. Keine heftigen Bewegungen und nicht weg rennen, denn das steigert nur die Aggressivität
  • Nicht in der Nähe von Fallobst Brotzeit machen
  • Speisen und Getränke abdecken
  • Nicht aus Dosen oder Flaschen trinken, sondern einen Strohhalm benutzen
  • So genannte Wespenfallen (Zuckerwasser in einer offenen Schale) in einem Sicherheitsabstand aufstellen. Die Wespen werden davon abgelenkt.
  • Wenn Kinder Süßes gegessen haben, danach gründlich den Mund säubern
  • Beim Picknicken auf Parfüm verzichten
  • Von Wespen- oder Hornissennestern einen Sicherheitsabstand von ca. drei Metern einhalten
  • Fliegengitter an Fenster und Türen anbringen
  • Befindet sich ein Wespen- oder Hornissennest im Garten oder am Haus, zunächst sachkundigen Rat einholen

Bitte bedenken Sie, Wespen, Bienen, Hornissen und Hummeln haben in der Natur eine überaus wichtige Funktion, denn sie bestäuben Pflanzen.

Fotoquelle: ALK-SCHERAX Arzneimittel GmbH, Hamburg

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