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Geschrieben: 04. Oktober, 2010 in Gedächtnis & Konzentration | Ratgeber Tipps & Trends
 
 

Haben Sie Angst vor Prüfungen?

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Prüfungsangst – ist kein Nachteil

Bisher ist kaum untersucht worden, ob sich Stress auf kognitive Fähigkeiten auswirkt. Nun haben zwei Forscher aus Ohio herausgefunden, dass Stress vor Prüfungen helfen kann, sich Fakten besser zu merken. In Stress-Situationen wird das mit dem Adrenalin verwandte Hormon Noradrenalin ausgeschüttet, das dem Körper hilft, bei Gefahr schneller zu reagieren.

Wer kennt diese Symptome nicht auch – wenn auch nicht so schwer wie beschrieben, aber mal ehrlich, jedem ging es doch mal so, oder? – Wenn es an eine wichtige Prüfung geht. Führerschein, Abitur oder die Abschlussprüfung einer vorangegangen Ausbildung. Man steht mit klammen Händen und Herzklopfen vor dem Prüfungsraum und wagt es kaum, hinein zu gehen, weil man Angst hat, die Prüfung nicht zu schaffen oder sogar richtig zu versagen.

Was ist eigentlich „Prüfungsangst“?

Prüfungsangst bedeutet nicht, dass man ein sehr ängstlicher Mensch ist im Alltag. Diese Angst bezieht sich auf eine ganz spezifische und konkrete Situation/en. Der anstehende Leistungsdruck und die eigene Erwartung an die eigene Leistung können zu konkreten, negativen Konsequenzen führen. Bei manchen Studenten/Schülern lösen bereits „mittelmäßige“ Benotungen ein Abrutschen des Selbstwertgefühls aus.

Verbreitetes „Phänomen“

Keine Sorge, sie sind nicht alleine mit ihrer Prüfungsangst. Ca. 40% aller Studierenden erleben eine Prüfung als „große Belastung“. Dies reicht in extremen Fällen bis hin zu Panikattacken. Fast jeder Schauspieler kennt die Prüfungsangst unter einem anderen Namen, dem sogenannten „Lampenfieber“. Diese Berufsgruppe lernt allerdings, dies zum Vorteil zu nutzen, denn: Liegt die Prüfungsangst auf einem mittleren Niveau, wirkt sie sich positiv auf die eigene Motivation und die Leistung aus.

Gegenmaßnahmen

Man unterschätzt (leider) sehr schnell die eigenen Möglichkeiten in so einer Situation. Sie können der Prüfungsangst den Nährboden entziehen, wie sie die eigene Handlungsfähigkeit in den Mittelpunkt rücken und verstärken. Überprüfen sie ihre Einstellung gegenüber Prüfungen an sich. Es muss ihnen bewusst werden, dass es vollkommen normal und angemessen ist, Prüfungsangst zu empfinden. Verwenden sie die leistungssteigernde Funktion ihrer Angst und kehren sie diese in etwas Positives um, zum Lernen für die Prüfung an sich zum Beispiel. Wenn es partout nicht gelingen will, ist vielleicht das Erlernen einer Entspannungsmethode das geeignete Mittel der Wahl. Richten Sie ihre Gedanken nicht auf die Prüfung, sondern bewusst auf die eigenen, positiven Voraussetzungen für ihren Erfolg, wie bereits erreichte Zwischenziele etc. Was auch nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist eine effektive Zeit- und Arbeitsplanung (Zeitmanagement), denn nur sie selbst können sich das Lernen schwer machen, indem sie falsche Prioritäten setzen.

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