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Geschrieben: 04. Oktober, 2012 in Ganzheitlich Leben | Gesundheit
 
 

Qigong – Lebenskraft durch Lebensenergie

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Die sanfte Heilkunst aus dem Reich der Mitte! Der Name „Qigong“ setzt sich aus den chinesischen Wörtern „Qi“ und „gong“ zusammen. „Qi“ steht in der chinesischen Philosophie und Medizin für vitale, sich bewegende Kraft des Körpers und der gesamten Welt und lässt sich mit „Lebensenergie, Energie, Atem“ übersetzen. Der Begriff „Gong“ bedeutet „Arbeit, Können, Übung“.


Qigong ist somit die „stete Arbeit am Qi“ oder auch die Fähigkeit, mit Qi umzugehen und es zu nutzen. Es ist ein ganzheitlicher Übungsweg, der Körper und Seele gleichermaßen anspricht und vorbeugend auf Krankheiten wirkt.

Zum ersten Mal benutzte der bekannte Daoist Xu Xun aus der Jin-Zeit den Namen Qigong. Seitdem bezeichnet der Begriff bestimmte Übungen in der Kampfkunst. In den Fünfzigerjahren wurde der Name Qigong von dem Arzt Liu Guizhen für Übungen zur Förderung und Stabilisierung des Energiehaushaltes in der Behandlung von Krankheiten verwendet.

Lebensenergie Qi

Die Lebensenergie ist kein Gegenstand und lässt sich aus westlich-wissenschaftlicher Sicht nicht untersuchen oder messen. Sie fließt. Diese Energie entsteht zwischen den beiden Polen Yin und Yang, die sich gleichzeitig anziehen und abstoßen. Sie sind überall enthalten und bringen Gegensätze hervor: Mann und Frau, Himmel und Erde, Tag und Nacht. Die Pole brauchen sich und stehen in ständigem Austausch und Kontakt. In Verbindung mit der Atmung nährt das Qi das Blut und erhält Organe und unser gesamtes Wesen vital und elastisch. Ist dieser Fluss zwischen den Polen harmonisch, sind wir gesund. Entstehen energetische Blockaden können sich Krankheiten entwickeln. Ein ungehinderter, freier Fluss des Qi ist somit die Grundlage für unser seelisches und körperliches Wohlbefinden.

Was ist Qigong?

Qigong ist die traditionelle Kunst der Aktivierung der Lebensenergie, die in China seit Jahrtausenden zur Erhaltung der Gesundheit und Selbstheilung eingesetzt wird. Diese Methode ist neben der Akupunktur ein wichtiger Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Nach ihr fließt die Lebensenergie „Qi“ in einem System von Leitbahnen, den Meridianen durch den Körper, auf denen wiederum die Akupunkturpunkte liegen.
Es gibt mehrere Hauptrichtungen, etwa das taoistische, das buddhistische, das tibetische oder das konfuzianische Qigong.

Qigong umfasst mit seinem ganzheitlichen Ansatz gymnastische und meditative Übungen in Verbindung von Atmung und Bewegung zur Aktivierung der Lebensenergie. Die Übungen sind sanft, rund, elastisch, langsam und natürlich und auch für ältere Menschen geeignet.

So wirkt Qigong

  • stärkt und erhält Gesundheit und Wohlbefinden
  • beugt Krankheiten vor
  • stärkt das Immunsystem
  • wirkt positiv auf den gesamten Herz-Kreislauf
  • fördert die Selbstheilungskräfte
  • lindert Beschwerden
  • löst Muskelverspannungen, stärkt Muskeln
  • unterstützt Rehabilitation und Therapie
  • erhöht die Beweglichkeit und Elastizität
  • reguliert Blut-, Lymph- und Energiefluss im Körper
  • fördert die Konzentration, Sensibilität und Selbstwahrnehmung
  • wirkt ausgleichend auf das Nervensystem
  • baut Stress ab und hilft zu entspannen
  • unterstützt Heilung auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene

In westlichen Ländern wird Qigong zunehmend zu therapeutischen Zwecken eingesetzt, um Krankheitsverläufe positiv zu beeinflussen (z. B. bei Multiples Sklerose, Migräne, Rückenschmerzen, Rheuma, Nervenerkrankungen, Krebs, Tinnitus, Asthma oder Schwangerschaft).

Ziel der Qigong-Methode ist es, die Lebenskraft Qi wahrzunehmen und zu speichern. Je mehr wir üben, um so mehr wird das Immunsystem und der Stoffwechsel angeregt. Aber auch hier gilt, dass man auf Regelmäßigkeit achten sollte – auch wenn es nur ein paar Minuten jeden Tag sind.

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