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Geschrieben: 12. September, 2013 in Rücken
 
 

Richtiges Sitzen schont Ihren Rücken vor Rückenschmerzen

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Viele Menschen sitzen sich im wahrsten Sinne des Wortes krank. Die Zahlen, die die WHO jährlich in diesem Zusammenhang veröffentlicht, sind alarmierend. Haltungsschäden, chronische Rückenschmerzen sowie Bandscheibenvorfälle sind vorprogrammiert. Der Mensch ist nicht für langes Sitzen konzipiert, daher ist es besonders wichtig auch sitzende Tätigkeiten durch kleine Bewegungseinheiten und Pausen zu durchbrechen.


Flickr, BY-SA © Hotel da la Paix Genève

Die Skelettmuskulatur wird bei langem Sitzen zwar kontinuierlich, aber unnatürlich und damit falsch beansprucht. Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems sind die Folge: Schlechte Durchblutung als Konsequenz falscher Haltung. Wer viel sitzen muss, sollte sich in erster Linie genügend Ausgleich verschaffen. Menschen in sitzenden Berufen sollten etwa jede Gelegenheit nutzen, um den Körper zu mobilisieren.

Richtiges Sitzen

Die richtige Körperhaltung beim Sitzen ist ein maßgeblicher Faktor, um Haltungsschäden und langwierigen Rückenproblemen vorzubeugen. Besonders die Bandscheiben werden bei andauerndem Sitzen sehr schlecht durchblutet und stehen buchstäblich unter enormer Dauerbelastung. Eine verkrampfte Haltung ist nicht nur unnatürlich, sondern trägt auch dazu bei, Skelett und Bewegungsapparat falsch zu belasten. Wird beispielsweise bei Stühlen oder Sitzgelegenheiten gespart kann letztlich man mit andauernden Rückenschmerzen einen hohen Preis dafür bezahlen. Hochwertige Sitzmöbel verfügen in der Regel über die Möglichkeit auch den Sitzwinkel zu verändern.

Investitionen, die Sinn machen

Jeder Euro in hochwertige Sitzmöbel ist gut investiert, weil er nachweislich dazu beiträgt Krankenstände und Arbeitsausfälle, die insbesondere durch Haltungsschäden verursacht werden, einzudämmen. Beim richtigen Sitzen sollten Arme und Beine im rechten Winkel zueinander stehen. Dazu ist es erforderlich Sitz- und Tischhöhe im Idealfall individuell einstellen zu können. Kleinere Winkel und gebeugten Knien führen meist zu Durchblutungsstörungen. Müde und als schwer empfundene Beine sind ein erstes Anzeichen dafür. Bei der richtigen Haltung stehen die  Füsse vollständig am Boden und sind nicht verschränkt, denn auch das ist für die Durchblutung schlecht. Die Arme sollten bei Bildschirmarbeitsplätzen ganz locker am Tisch aufliegen und der Tastaturabstand sollte als angenehm empfunden werden und nicht dazu verleiten, den Handrücken durchzudrücken.

Auch Stress geht in den Rücken

Was viele Menschen nicht wissen, ist dass sich auch enormer Stress am Arbeitsplatz auf dem Rücken ablagert. Dasselbe gilt für schlechte Sehbedingungen oder die falsche Einrichtung des Bildschirmes. Auch diese Faktoren führen letztlich zu An- und Verspannungen. Wer schon mal mit Nacken und Rückenproblemen zu kämpfen hatte und beruflich vorwiegend sitzende Bildschirmarbeit verrichtet, kann von diesem Umstand ein Lied singen.

Werden Erkrankungen durch solche schlechten Arbeitsbedingungen hervorgerufen, so spricht man von Arbeitsbedingten Erkrankungen. In vielen Fällen werden hier nicht einzelne  Ursachen verantwortlich gemacht, sondern unterschiedliche Faktorenspielen eine Rolle, die in Summe dann zu einer langfristigen Erkrankung führen. Es gibt also nicht nur sogenannte spezifische arbeitsbedingte Erkrankungen, sondern auch Gesundheitsstörungen, die durch das Zusammenspiel ungünstiger Faktoren am Arbeitsplatz schließlich zu einem schwer behandelbaren und nicht selten chronisch verlaufenden Krankheitsbild führen.

Eigenständig Bewegungseinheiten einbauen

Arbeitsmediziner sind sich mittlerweile Einig. Auch jeder einzelne von uns kann wesentlich dazu beitragen, Langzeitschäden vorzubeugen. So sollten wir versuchen unseren Arbeitstag so zu gestalten, dass nur in etwa 60 % von dynamischen Sitzen dominiert sind, 30 Prozent sollten nach Möglichkeit im Stehen verbringen und etwa 10% der Zeit etwa durch lockeres Umhergehen gestalten. So könnte einfach dazu beigetragen werden, die Situation zu entschärfen. Mindestens drei bis vier Mal pro Stunde, sollte zudem ein Wechsel der Sitzhaltung erfolgen, hier gilt sogar die Devise, je öfter, desto besser.

Freizeit mit Bewegung und Sport

Wollen wir unseren Körper trotz einer sitzenden Tätigkeit agil, gesund und fit halten, so haben wir es selber in der Hand unseren Bewegungsapparat bestmöglich zu unterstützen. Dass man etwa einen Getränkekasten nicht vornübergebeugt, sondern in der Hocke aufheben sollte, dass man schon beim Einkauf darauf achten sollte die Tragtaschen auf beide Arme gleichmäßig aufzuteilen und viele dieser kleinen Alltagsnotwendigkeiten, beugen späteren Erkrankungen vor. Wer viel Sitzt der sollte auch mit gezieltem Ausdauer- und Krafttraining gegensteuern. Vernünftig ist neben konsequentem Sport und Bewegung auch gezieltes Krafttraining um die Rückenmuskulatur zu stärken. Aber auch die Gegenspieler der Rückenmuskulatur, die Bauchmuskel sollten gut trainiert werden, um Haltungsschäden mit ganzer Kraft entgegenwirken zu können.

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