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Geschrieben: 02. Juli, 2014 in Aktuelles | Krankheiten von A-Z | Rücken
 
 

Rückenleiden: Diese Berufe und Regionen sind in Deutschland besonders betroffen

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Ein Zehntel aller Krankschreibungen in Deutschland beruhen auf Rückenleiden, dies geht aus einem aktuellen Krankenkassenreport hervor. Wie häufig die Beschwerden im Schnitt auftreten, unterscheidet sich je nach Berufszweig und Landkreis.

Viele Deutsche plagt der Rücken, Fotoquelle: 123RF

Wie aus dem „Gesundheitsreport 2014″ der Techniker Krankenkasse (TK) hervorgeht, konnten die bei der Kasse versicherten Arbeitnehmer und Arbeitslosen im vergangenen Jahr durchschnittlich 1,4 Tage aufgrund von Rückenbeschwerden nicht bei der Arbeit erscheinen. In erster Linie sind es bestimmte Berufsgruppen, in denen Rückenleiden vermehrt auftreten, doch auch  regional gibt es Schwankungen.

Besonders belastete Berufsgruppen

Menschen in körperlich anstrengenden Berufen leiden öfter unter Rückenbeschwerden. Dies ist eine wenig überraschende Erkenntnis, die aus dem Bericht der TK hervorgeht. Zu den Berufgruppen, in denen Beschäftigte im Jahr 2013 drei bis fünf Fehltage wegen Kreuzleiden hatten, gehören die Ver- und Entsorgung (zum Beispiel Müllmänner), der Hochbau, der Tiefbau, der Beton- und Stahlbetonbau, die Altenpflege, die spanlose Metallbearbeitung (zum Beispiel Drahtverarbeiter, Stanzer) und die Lebensmittelherstellung.

LKW-Fahrer, Straßen- und Tunnelwärter, Maurer und Dachdecker waren in gleichem Maße betroffen. Erwerbslose waren im Schnitt drei Tage aufgrund von Rückenbeschwerden krankgeschrieben. Eine weitere Erkenntnis, die aus dem Bericht hervorgeht, ist die regional variierende Anzahl von Fehltagen: Waren es in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr 1,81 Tage pro Versicherten, so kam man in Baden-Württemberg nur auf 1,08 Tage. Im Vergleich der verschiedenen Landkreise werden die Unterschiede sogar noch deutlicher.

Von einer übereilten Operation wird abgeraten

Neben der schweren körperlichen Arbeit können auch Bewegungsmangel, Stress und psychische Belastungen zu Rückenschmerzen führen. Aus diesem Grund warnen Spezialisten vor übereilten Operationen. Oftmals wird versucht, durch bildgebende Verfahren zu den Ursachen der Rückenschmerzen vorzudringen. Der Schmerztherapeut Thomas Nolte hält dies oftmals für nicht angemessen: „Durch Diagnostik wird häufig eine Fehlentwicklung eingeleitet.“ (Quelle: spiegel.de) Viele Patienten, die aufgrund einer solchen Diagnose an der Bandscheibe operiert werden, leiden nach der Operation immer noch an Rückenschmerzen, da die eigentliche Ursache eine andere ist. Nolte rät daher eher zu einer Schmerztherapie mit Physiotherapeuten und Psychologen.

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