Geschrieben: 12. Februar, 2018 in Rücken | Schmerz
 
 

Rückenschmerzen – wie sie entstehen und sich vermeiden lassen

43305982 - young businessman sitting on chair and suffering from backache at desk
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Rückenschmerzen ergeben sich durch eine langfristige Belastung der Rückenpartie. Eine angegriffene Wirbelsäule, Bandscheibenvorfälle, zu stark oder zu schwach beanspruchte Muskeln und Bänder rufen sie hervor. Heutzutage gelten Rückenschmerzen als eine Art Volksleiden. Immerhin haben rund drei Viertel der Deutschen, zumindest zeitweise, damit zu tun.

 

Rückenschmerzen, Fotoquelle: 123RF

Rückenschmerzen verlaufen individuell aufgrund der jeweiligen Lebensumstände und der damit einhergehenden Belastung der Rückenpartie. In den schlimmsten Fällen entwickeln sie sich zu einem chronischen Leiden oder ziehen schwerwiegende Operationen nach sich. Um sich vor diesen Auswirkungen zu schützen, bilden präventive Maßnahmen das beste Mittel.

Rückenschmerzen ergeben sich für viele Menschen berufsbedingt und gehören zu den häufigsten Ursachen für dauerhafte krankheitsbedingte Ausfälle. Vorwiegend sitzend verbrachte Tätigkeiten wirken sich ebenso schädlich aus wie dauerhafte körperliche Anstrengung im Beruf. Auch die weiteren Belastungen des Alltags, verschiedene Erkrankungen sowie Übergewicht gehören zu den Ursachen für Rückenschmerzen. Doch sie beschränken sich nicht nur auf physische Ursachen. Häufiger Stress in Verbindung mit Bewegungsmangel kann ebenso Rückenschmerzen hervorrufen wie eine permanente körperliche Fehlbelastung. Das Fatale: Körperliche Beeinträchtigungen sind meist eine direkte Folge von Stress, da dieser beispielsweise Muskelverkrampfungen hervorruft.

Schlaf

Ein wichtiges Thema in Verbindung mit Rückenschmerzen ist unser Schlaf. Wir verbringen dabei mehrere Stunden in einer ruhenden Position. Daher ist ein Bett mit der richtigen Matratze eine der wichtigsten Mittel, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Gleiches gilt für die Schlafpositionen mit den dafür geeigneten Kissen. Dieses stützt den Nacken leicht ab und bringt ihn auf eine Ebene mit der Wirbelsäule.

Bei der Prävention kommt es meist auf Kleinigkeiten an. Eine aufrechte Körperhaltung oder richtiges Schuhwerk sind Beispiele hierfür essentiell. Sind unsere Rückenschmerzen auf Übergewicht zurückzuführen, heißt es, die Ernährung umzustellen beziehungsweise anzupassen. Hier hilft eine spezielle Ernährungsberatung mit einem individuellen Ernährungsplan weiter.

Bewegungsmangel

Da Bewegungsmangel zu den häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen gehört, gilt es, sich diesem entgegenzustellen. Bereits 30 Minuten pro Tag zu gehen kann deutliche Verbesserungen hervorrufen. Auch kleinere Bewegungseinheiten beziehungsweise dynamische Bewegung helfen. Im Büro bringt beispielsweise die „40-15-5“-Regel viel. Dahinter steckt: maximal 40 Minuten sitzen in Verbindung mit 15 Minuten stehen und 5 Minuten umhergehen. Beim Sitzen heißt es: fester Bodenkontakt, Kniegelenke im 90-Grad-Winkel halten und die Sitzposition mehrfach wechseln. Regelmäßiges Nackenrollen und Schulterkreisen bilden eine sinnvolle Ergänzung.

Neben eigenen Maßnahmen sind auch Arbeitgeber dazu angehalten, für ein gesundheitsschonendesförderndes Umfeld zu sorgen. Ergonomische Büromöbel sind hierfür eine wichtige Maßnahme. Von Bürostühlen über höhenverstellbare Schreibtische an denen stehend gearbeitet werden kann bis hin zu Computern gibt es viele Möglichkeiten.

Sport

Beim Ausführen von Sportarten, um Rückenschmerzen vorzubeugen, kommt es auf Qualität und nicht auf Quantität an. Das gilt besonders für Menschen, die längere Zeit nicht aktiv waren. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, die Muskulatur zu stärken und die Wirbelsäule zu entlasten. Empfehlenswert sind: Rücken- oder Kraulschwimmen, Aquafitness, Pilates, Nordic Walking, Joggen, Fahrradfahren, Klettern, Tanzen oder Krafttraining an hydraulischen Geräten. Auch Yoga kann entlasten wirken, baut Stress ab und wirkt sich so positiv auf die Rückenschmerze aus. Neben diesen Sportarten eignen sich verschiedene kleinere in den Alltag integrierte Rückenübungen, um Belastungen auszugleichen. Eine spezielle Rückentherapie hilft ebenfalls.
Bei der Auswahl der Sportart ist neben der eigenen Präferenz ärztlicher Rat ausschlaggebend. Hier lässt sich ermitteln, welche Form der moderaten Bewegung sich am besten für das jeweilige Rückenleiden eignet.

Rückenschmerzen sind ein individuelles Leiden. Daher ist es wichtig, präventive Maßnahmen ebenso individuell auf eine Person auszurichten. Regelmäßige Bewegungseinheiten, Sport, Stressabbau, die passende Ernährung und Schlafgelegenheit sowie Ergonomie am Arbeitsplatz wirken als Gesamtkonzept. Mit diesem lassen sich Rückenschmerzen vermeiden und abbauen.

Quelle: gaerner GmbH

 

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