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Geschrieben: 10. Juli, 2014 in Krankheiten von A-Z | Sexualorgane
 
 

Scheidenpilz: Unangenehm, aber sehr gut heilbar

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Viele Frauen fühlen sich bedrückt, wenn es mit einem Mal im Genitalbereich anfängt zu brennen und zu jucken. Die Frage, ob man eine Geschlechtskrankheit hat, ist eine sehr unangenehme: Die daraus folgenden Unsicherheiten bezüglich der Ursachen und der Wahrnehmung durch andere, insbesondere des Lebenspartners, sorgen für eine gehörige Portion Stress. Dabei handelt es sich in diesem Fall um eine zwar unangenehme, aber sehr gut behandelbare Erkrankung.

Ein medizinisch bekanntes Problem: Der Scheidenpilz, Fotoquelle: 123RF

Der Scheidenpilz, der auch Vaginalpilz oder Vaginal-Mykose genannt wird, ist eine Pilzerkrankung im Genitalbereich der Frau, die zu einer Entzündung der Scheidenschleimhaut und der Vulva führt. Mehr als 75 Prozent der Frauen infizieren sich Schätzungen zufolge mindestens einmal im Leben mit einem Scheidenpilz. Somit ist er eine der gängigsten Infektionen im weiblichen Genitalbereich.

Ursachen und Symptome

Der Hefepilz Candida albicans gilt als hauptsächlicher Erreger des Scheidenpilzes. 80 bis 90 Prozent der Scheidenpilzfälle lassen sich auf ihn zurückführen. In 5 bis 10 Prozent der Fälle zeichnet sich der Hefepilz Candida galbrata für die Infektion verantwortlich. Bei einer Temparatur von 37 Grad Celsius und einem feuchten Umfeld können sich die Hefepilze am besten entwickeln. Aus diesem Grund können sie in der Scheide der Frau sehr gut gedeihen und gehören daher auch zur normalen Scheidenflora, wie beispielsweise Milchsäure-Bakterien. Es ist der natürliche Säuregehalt des Scheidenmillieus, der dafür sorgt, das es in einem gesunden Gleichgewicht nicht zur Erkrankung kommt.

Dieses Gleichgewicht kann aus verschiedensten Gründen gestört werden: Ein geschwächtes Immunsystem, durch eine Schwangerschaft hervorgerufene Hormonschwankungen, die Wechseljahre oder die Einnahme der Antibabypille, aber auch spezielle Medikamente, eine übertriebene Körperhygiene, ein zu hoher Zuckergehalt in der  Ernährung und psychische Belastungen können eine Erkrankung begünstigen. Die typischen Symptome der Infektion sind dann ein großer Juckreiz und ein schmerzliches Brennen nahe der Scheide oder der Vulva. Der sogenannte Fluor vaginalis, ein gelblich-weißer, cremiger bis krümelig-bröckeliger Ausfluss aus der Scheide, ist ebenfalls ein typisches Merkmal des Scheidepilzes.

Eine rasche und effiziente Behandlung

Eine Scheidenpilz-Therapie wird in der Regel mit dem Einsatz von Anti-Pilz-Medikamenten eingeleitet. Diese sogenannten Anti-Mykotika unterbinden das weitere Gedeihen des Pilzes und töten ihn schließlich ab. Die für die Behandlung eingesetzten Wirkstoffe Clotrimazol, Fenticonazol, Flucanzol, Miconazol, Nystatin oder Providon-Jod,  werden in Form von Cremes und Salben, Vaginal-Tabletten und Zäpfchen verabreicht. In den meisten Fällen dauert eine solche Scheidenpilz-Therapie je nach Dosierung der Medikamente und dem Grad der Infektion bis zu sechs Tage.

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