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Geschrieben: 09. Februar, 2015 in Gesundheit | Stoffwechsel
 
 

Schilddrüse: Eine ausgeglichene Funktion hilft dem Körper

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Kommt es bei der Schilddrüse zu einer Überfunktion oder Unterfunktion, so stellt sie eine zu große oder zu kleine Anzahl an Schilddrüsenhormonen her. Die Konsequenz können unterschiedliche Leiden sein. Eine der wesentlichen Funktionen der Schilddrüse spielt sich innerhalb des Stoffwechsels ab. Die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) sowie Kalzitonin werden von ihr erzeugt. Das Hormon TSH (Thyreotropin) sorgt für eine ausgeglichene Produktion von T3 und T4.

Ein Kropf kann durch eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse entstehen, Fotoquelle: 123RF

Wird von dem kleinwüchsigen Organ nicht mehr ausreichend T3 und T4 hergestellt, führt dies zu einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Diese hemmt den Stoffwechsel des Organismus, was zu einer Vielzahl von Beschwerden führen kann, beispielsweise erhöhtes Gewicht, leichtes Frieren und Erschöpfung. Auch ein schwaches Gedächtnis, depressiver Missmut, sich häufender Haarausfall, dauerhafte Verstopfung, Potenzprobleme und Flüssigkeitsspeicherungen im Gewebe (Ödeme) können auftreten.

Kropf kann durch Überfunktion oder Unterfunktion entstehen

Von einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) spricht man, wenn zu viele Schilddrüsenhormone der Sorte T3 und T4 produziert werden. Typische Symptome sind ein schwindendes Gewicht trotz gesunden Appetits, heftiges Schwitzen, Rastlosigkeit, Durchfälle und ein erhöhter Puls. Wächst die Schilddrüse, schwillt sie an oder entstehen bei ihr Knoten, so sprechen Ärzte von einem Kropf oder einer Struma. Diese kann sowohl durch eine Überfunktion als auch durch eine Unterfunktion der Schilddrüse entstehen.

Durch eine Ultraschallanalyse können die Gestalt und die Größe der Schilddrüse festgestellt werden. Eine andere Methode zur Analyse der Schilddrüse ist die Szintigrafie. Durch den Einsatz einer radioaktiven Arznei können bei dieser Methode Schlussfolgerungen bezüglich der Produktivität bestimmter Regionen der Schilddrüse gezogen werden. Kleinere Bereiche der Schilddrüse mit erhöhter Aktivität sind auch als sogenannte „heiße Knoten“ bekannt. Jene Bereiche, die keine oder nur eine geringe Menge radioaktiver Substanz aufnehmen, nennt man „kalte Knoten“. Bei diesen kann in raren Einzelfällen das Risiko eines Schilddrüsenkrebses gegeben sein.

Die Schilddrüse benötigt Jod zur Herstellung von Hormonen

Treten im Körper Autoimmunkrankheiten auf, so kann es dazu kommen, dass die Schilddrüse vom Immunsystem attackiert wird. Im Falle der Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Entzündung die Folge. Bei Morbus Basedow kommt es häufig zu einer Schilddrüsenüberfunktion und zu Augenbeschwerden. Um die Schilddrüsenhormone erzeugen zu können, benötigt das Organ Jod. Da der Organismus Jod nicht selbst herstellt, sollte es in angemessener Menge im Speiseplan vertreten sein.

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