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 Schwarzer Hautkrebs: Haben Sie mehr als 50 Muttermale?

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Haben Sie mehr als 50 Muttermale?
Wer wissen will, ob sein Hautkrebsrisiko erhöht ist, zählt nach.

Das maligne Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt, ist eine der bösartigsten Krebsarten mit steigender Inzidenz: Experten schätzen die Zahl der Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland auf etwa 16.000. Die Anzahl der Patienten mit der Erstdiagnose „malignes Melanom“ hat sich damit seit den 80er-Jahren verdreifacht. 1 Der schwarze Hautkrebs tritt am häufigsten bei den 50- bis 60-Jährigen auf, betrifft jedoch alle Altersgruppen. Wird ein malignes Melanom rechtzeitig diagnostiziert, sind die Heilungschancen günstig.
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Früherkennung kann Leben retten, denn je weiter sich der Tumor im Körper ausgebreitet hat, desto schwieriger wird seine Behandlung.

Anzahl der Muttermale ist Risikofaktor Nr. 1

Hautkrebsrisiko

Wissen zählt! Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Als größter Risikofaktor für die Entwicklung eines malignen Melanoms gilt die Anzahl der Muttermale bzw. Leberflecke. Bei mehr als 50 Muttermalen ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eines davon bösartig verändert, deutlich erhöht. 3 Deshalb gilt die Regel: Wer mehr als 50 Muttermale hat, sollte sich regelmäßig einem Hautkrebsscreening beim Arzt unterziehen. Ab 35 Jahren wird das Screening alle zwei Jahre von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dabei werden auffällige Muttermale untersucht und gegebenenfalls digital erfasst, um beim nächsten Screening einen Vergleich ziehen zu können. Auf diese Weise werden Veränderungen schnell und einfach erkannt.

Regelmäßige Selbstuntersuchung ist wichtig 

Weil Früherkennung beim schwarzen Hautkrebs so wichtig ist, sollte man sich auch selbst regelmäßig untersuchen. Die ABCDE-Regel kann bei der Erkennung von potentiell gefährlichen Leberflecken helfen:


A
(Asymmetrie): Harmlose Muttermale sind meist rund oder oval.
Eine ungleichmäßige Form gilt deshalb als verdächtig.
B
(Begrenzung): Ausgefranste Ränder, unscharfe Ausläufer oder anderweitig unklar begrenzte Muttermale können auf einen Tumor hinweisen.
C
(Colour/Farbe): Verschiedene Farbtönungen in einem Leberfleck (braun, grau, schwarz, rot, blau) oder eine sehr dunkle Färbung sind auffällig.
D
(Durchmesser): Ein Muttermal, dessen Durchmesser größer als 5 mm ist, muss genau beobachtet werden.
E
(Erhabenheit/Stufenbildung): Abhebungen von der Haut, Knotenbildung, Höcker oder Stufen sind verdächtig.

Eine neuere Methode zur Selbstuntersuchung wird als „Das hässliche Entlein“ bezeichnet. In Anlehnung an das Märchen von Hans Christian Andersen ist das Prinzip darauf zu achten, ob sich eines der Muttermale von der Mehrzahl der anderen unterscheidet. Liegen beispielsweise überwiegend große Muttermale vor, sollte besonders auf die kleineren geachtet werden. Oder umgekehrt.

Wer bei der Selbstuntersuchung verdächtige Hautveränderungen findet, sollte zur Abklärung einen Arzt aufsuchen.
Weitere nützliche Informationen und Tipps gibt es auf der Website www.melanom-wissen.de

Weitere Risikofaktoren für ein malignes Melanom:

  • Neben der Anzahl der Muttermale spielt vor allem die genetische Veranlagung bei der Entstehung des malignen Melanoms eine wesentliche Rolle. Personen, deren Familienangehörige ersten Grades (Eltern oder Kinder) betroffen sind, sollten daher wachsam sein.
  • Auch der Hauttyp ist entscheidend. Menschen, die eine helle Haut haben und leicht einen Sonnenbrand bekommen, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines malignen Melanoms.
  • Vor allem wiederholte Sonnenbrände vor dem 15. Lebensjahr sind gefährlich. Sie schädigen die Haut nachhaltig und begünstigen bösartige Zellveränderungen. Insbesondere Kleinkinder zwischen 0 und 5 Jahren, deren Haut extrem empfindlich ist, sollten daher unbedingt vor Sonnenbränden geschützt werden.

Quellen:

1 Robert-Koch-Institut und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V., Krebs in Deutschland 2005/2006. Häufigkeiten und Trends. 7. Ausgabe, 2010: 52.
2 Bauer J. Risikofaktoren des Melanoms. In: Garbe C. Management des Melanoms. Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2006.
3 Garbe C., Büttner P., Weiss J., Soyer H.P., Stocker U., Krüger S., Roser M., Weckbecker J., Panizzon R., Bahmer F., et al.: Associated factors in the prevalence of more than 50 common melanocytic nevi, atypical melanocytic nevi, and actinic lentigines: multicenter case-control study of the Central Malignant Melanoma Registry of the German Dermatological Society. J Invest Dermatol. 1994 May;102(5): 700-5.
     
Mit freundlicher Unterstützung von Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA, München




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