Geschrieben: 16. Januar, 2018 in Magen & Darm
 
 

Schwer verdauliche Lebensmittel – Grimmen in der Magengrube

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Manches, was der Gaumen begrüßt, wird vom Magen missbilligt. Bestimmte Lebensmittel provozieren geradezu einen Protest unseres Verdauungstrakts. Unseren Genuss quittiert er dann mit Blähungen, Verstopfung oder auch Durchfall. Welche Lebensmittel sind besonders schwer verdaulich? Und wie kann man den Verdauungstrakt bei seiner Arbeit unterstützen?

Jeder Mensch muss verdauen. Doch wie er es tut, ist individuell sehr unterschiedlich. Das liegt daran, dass sich die Zusammensetzung der Darmflora von Mensch zu Mensch unterscheidet. Bei einigen Lebensmitteln sollte der geneigte Esser aber generell Vorsicht walten lassen. Da wären zum einen ballaststoffreiche Vollkornprodukte, die im Darm von Bakterien vergoren werden und daher blähen. Außerdem muss bei solchen schwer wasserlöslichen Ballaststoffen auch immer auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Ansonsten kann eine Verstopfung die Folge sein.

Fruchtzucker kann Probleme bereiten

Obst gilt generell als gesundes Lebensmittel. Doch nicht jeder verträgt es auch gut. Denn erstens enthält Obst reichlich Fruchtzucker, der von Darmbakterien vergoren werden muss und Blähungen verursachen kann. Zweitens muss die Verdauung mit der großen Menge unverdaulicher Faserstoffe zurechtkommen. Trockenobst ist hiervon übrigens nicht ausgenommen. Allerdings kann es auch gezielt eingesetzt werden, zum Beispiel Trockenpflaumen gegen Verstopfung.

Klassiker der schwer verdaulichen Küche

Manche Gerichte sind dafür berüchtigt, Bauchgrimmen zu verursachen. Neben Hülsenfrüchten wie Linsen und Bohnen zählen dazu auch Zwiebeln, Lauch und Kohl. Ein Grund dafür ist die harte Zellstruktur, z.B. des Kohls. Ein anderer Grund sind bestimmte Zucker, die nicht aufgespalten werden und den Darmbakterien daher voll zur Verfügung stehen – was wiederum Darmwinde verursacht, die gerade bei der Zwiebel und ihren Verwandten, die schwefelhaltige Verbindungen enthalten, einen üblen Geruch haben können.

Fette Speisen sind Schwerstarbeit für den Darm

Fett ist ein Geschmacksträger und ein Energielieferant. Für unsere Verdauung bedeuten fette Speisen jedoch Überstunden, denn Fett liegt schwer im Magen. Das liegt daran, dass die Fette zunächst aufgespalten werden müssen, bevor sie der Körper verwerten kann. Das unterscheidet sie aber nicht von anderen Nahrungsbausteinen, die ja ebenfalls erst verwertbar gemacht werden müssen – bei Fett dauert das nur sehr lange, weshalb es auch häufiger zu Beschwerden kommen kann. Außerdem sind fette Speisen häufig stark gewürzt, was ebenfalls Probleme bereiten kann.

Was können Sie gegen Verdauungsbeschwerden tun?

Der einfachste Weg ist natürlich: Lassen Sie die Finger von den Lebensmitteln, die Ihnen Probleme bereiten. Gerade wenn es um Unverträglichkeiten geht, ist das die beste Lösung. Handelt es sich lediglich um Bauchschmerzen und Blähungen helfen schon einige Hausmittel und einfache Verhaltensregeln: kauen Sie sorgfältig und achten Sie auf ausreichend Bewegung, um Ihren Darm in Schwung zu halten; Tees mit Fenchel und Anis helfen genauso gegen Blähungen wie Kümmel im Essen.

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