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Geschrieben: 25. August, 2014 in Aktuelles | Haut
 
 

Schwitzen ist lebensnotwendig

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„Schwitzen ist eine normale Körperreaktion zur Temperaturregulierung“, erklärt Professor Christian Raulin, Dermatologe an der Universität Heidelberg. Funktioniere das körpereigene Kühlsystem mit Hilfe von Schweißbildung, dann sei der Körper gesund, übermäßiges Schwitzen dagegen könne nicht nur störend, sondern auch krankhaft sein, so der Experte weiter. Das Schwitzen in der Sauna oder beim Sport ist für viele Menschen eine wohltuende Erfahrung und schon dadurch gesundheitsfördernd.

Schwitzen, Fotoquelle: 123RF

Zudem werden bei solchen Aktivitäten sämtliche Drüsen, die für die Schweißproduktion zuständig sind, aktiviert und so kann Schwitzen trainiert werden.

Wer viel schwitzt, ist nicht gesund

„Das so zu sagen, ist falsch! Ob jemand prinzipiell viel oder wenig schwitzt, ist genetisch bedingt und lässt sich dementsprechend auch nur wenig beeinflussen. Darüber hinaus gibt es aber tatsächlich Erkrankungen und Faktoren, wie beispielsweise Übergewicht, die das Schwitzen stark beeinflussen können“, sagt der Experte. In Deutschland leiden rund zehn Prozent der Erwachsenen unter ihrem übermäßigen Schwitzen, das zumeist an bestimmten Stellen am Körper wie Händen, Nacken, Stirn oder Achseln auftritt.

Mit zunehmendem Alter schwitzt man weniger

Richtig. Im Laufe des Lebens altern auch die Schweißdrüsen eines Menschen. Ihre Aktivität nimmt kontinuierlich ab. Gerade ältere Menschen müssen deshalb im Sommer achtgeben, damit sich nicht überhitzen. Durch regelmäßig bewusst herbeigeführtes Schwitzen können jedoch auch die Schweißdrüsen und ihre Funktionsfähigkeit im Alter trainiert und so das Altern in diesem Bereich verlangsamt werden kann.

Durch Schwitzen nimmt man ab?

Falsch! Fett oder auch andere Stoffe, die mit dem Abnehmen verbunden sind, werden beim Schwitzen nicht abgegeben. Schweiß besteht zu 99 Prozent aus Wasser, das beim nächsten Trinken dem Körper wieder zugeführt wird. Diese sich hartnäckig haltende Annahme, dass man beim Schwitzen an Körpergewicht verlieren könnte, entsteht wohl, weil in den meisten Saunen Waagen stehen, die dazu verführen, sich vor und nach jedem Saunagang zu wiegen.

Angstschweiß kann man riechen

Richtig! Wissenschaftler der State University of New York haben die Wahrnehmung von Angstschweiß untersucht und kamen zu dem Ergebnis, dass Menschen, die Angstschweiß gerochen hatten, ebenfalls in eine Art Alarmbereitschaft versetzt worden sind. Der Geruch nach Angst lässt sich zwar nicht beschreiben, aber unterbewusst eindeutig erkennen. Die Wahrnehmung von Angstschweiß über die Nase aktivierte bei den Probanden die sogenannte Amygdala, das Furchtzentrum im Gehirn. Angst ist also über den Geruch ansteckend.

Aluminium in Deodorants ist krebserregend.

„Das ist falsch und es gibt keinerlei Beweise dafür“, betont Raulin. „Viele meiner Patienten, die unter übermäßigem Schwitzen leiden, sind sehr froh, dass sie Produkte mit Aluminiumchlorid nutzen können, weil ihnen nichts anderes hilft“, so der Experte weiter. „Der Anteil an Aluminium, den man täglich mit der Nahrung oder über das Trinkwasser zu sich nimmt, ist wesentlich höher, als der Anteil an Aluminiumchlorid, den man durch die Anwendung von Antiperspiranten über die Haut aufnimmt“, weiß der Experte. Gute Antiperspiranten müssten zudem nur ein bis zwei Mal pro Woche aufgetragen werden.

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