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Geschrieben: 10. August, 2009 in Homöopathie
 
 

Seelenfenster Schüßlersalze

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Biomineralienmangel an Gesicht und Zunge erkennen

Bevor wir loslegen sollten wir Ihnen zwei wichtige Informationen mit auf den Weg geben:

  1. Sie interessieren sich für eine alte Therapieform, welche den Lernenden zunächst in tiefste Verzweiflung stürzt, weil die Namen der Mineralsalze gar zu abgedreht sind. Ein Tipp: Merken Sie sich nur die Nummern.
  2. Diese Phase des anfänglichen Fremdelns dauert genau solange bis man erkennt, dass jedes Salz eine ganz eigene Persönlichkeit verkörpert, die Ihnen im Laufe der Zeit immer vetrauter wird.

Die Schüßlersalze sind ein phantastisches Therapieangebot von Mutter Natur. Es ist ein sanftes, risikoloses Selbstheilverfahren, das sowohl akute als auch chronische Mangelzustände ganz natürlich ausgleicht und so Körper, Seele und Geist harmonisiert. Denn Gesundheit und physische-psychische Intergritat sind unbezahlbar – ganz im Gegensatz zu den biochemischen Mitteln, die auch für den kleinen Geldbeutel eine erschwingliche und mehr als lohnende Investition ist.

„Ausgleich“ ist auch das Stichwort, das eins der bemerkenswertesten Charakteristika der Biochemie ist. Denn Schüsslersalze wirken in beide Richtungen. Nehmen wir als Beispiel die 1, Calcium fluoratum. Sie kann gleichermaßen verspannte Muskeln lösen als auch zu schwaches Gewebe festigen – je nachdem, wo der Mangel liegt.

Dr. Wilhelm Schüßler (1821 – 1898) stieß bei seinen Forschungen auf sie. In der Asche von Verstorbenen fand er immer die 12 gleichen Mineralstoffverbindungen. Daraus folgerte er, dass sie für das Leben notwendig waren – der Schuss traf voll ins Schwarze. Mit diesen Gedankengängen ausgestattet machte sich nun Dr. Schüßler an die Arbeit. Eigentlich war er ja gelernter Homöopath. Als er nun seine 12 Mineralsalzverbindungen gefunden hatte, stellte er sie der Fachwelt vor. Doch statt in Freudenfeste auszubrechen, dass die aufwändige homöopathische Therapie revolutionär vereinfacht werden konnte, reagierten die anderen Homöopathen ärgerlich, neidisch, angstvoll.
Wen wundert es? Da lernt man ca. 2.000 homöopathische Mittelchen mit feinsten Differenzierungen in mühsamer Kleinarbeit auswendig – und dann kommt so ein Jungspund daher und behauptet keck, dass er DIE Alternative zu den 2.000 Mittelchen in 12 Salzen gefunden hätte – und jeder diese Methode anwenden könne. Entsprechend groß waren die Anfeindungen, die sich Dr. Schüßler gefallen lassen musste. „Kollegen“ meldeten ihn bei der Ärztekammer und beantragten, ihm die Approbation zu entziehen. Hunderte von überzeugten und begeisterten Patienten aber setzten sich für „ihren“ Dr. Schüßler ein. So konnte dieser tolle Mediziner weiter praktizieren.

Nach seinem Tod 1898 wurden bis heute 15 weitere Mineralsalzverbindungen gefunden, die als „Zusatzsalze“ auf dem Vor-marsch sind. Grundsätzlich sind die Salze nahezu nebenwirkungsfrei. Nur Diabetiker und  Milchzucker-Allergiker (Stichwort: Lactoseintoleranz) sollten auf die ebenfalls erhältliche Tropfenform ausweichen. Mehr dazu im übernächsten Unterkapitel.

Neben der groben Zuordnung der Salze in ihre Einsatzgebiete ist die sogenannte Antlitzdiagnose die beste Hilfe zur Bestimmung des passenden Salzes. Gesichtsfarbe bzw. -verfärbungen, Augenringe und Faltenbildungen sind einige der Kriterien, die äußerlich leicht erkennen lassen, welche Salze innerlich fehlen. Die Symptome aus dem Gesicht sind äußerst prägnant, und doch dürfen wir nie vergessen, dass wir häufig eine Kombination aus fehlenden Mineralsalzen vorliegen haben, so dass wir am besten die Phänomene notieren, die wir im Gesicht gefunden haben. Haben Sie in puncto Antlitzdiagnose erst einmal Blut geleckt, werden Sie Ihre Mitbürger sofort und unwillkürlich mit ganz anderen Augen betrachten. Denn unsere Gesichter erzählen durchaus Wissenswertes und sehr Intimes über uns. Mit geschultem Auge können Sie recht schnell einschätzen, mit welcher Art Mensch  bzw. Mineralsalz-Mangel Sie es zu tun haben. Denn hier möchte ich mich darauf beschränken, Ihnen die wichtigsten Voraussetzungen für eine individuelle Antlitzdiagnose mitzugeben. Beachten Sie bitte immer, dass das Gesicht und die Zunge im Einklang stehen. Aus diesem Grund bitten Sie Ihr „Studiensubjekt“, sich vorher nicht die Zunge zu reinigen, sondern den durchaus aussagekräftigen Belag darauf zu belassen. Je nach Farbe, Intensität und Lokalisation der verschiedenen Beläge können Rückschlüsse auf die Organtätigkeit und den Organzustand gezogen werden.

Ferner ist es wichtig, dass Sie Ihre Antlitzdiagnose bei Tageslicht und nicht in einer Nachtbar oder bei schummrigem Licht durchführen. Auch künstliches, grelles Licht gibt verfälschte Ergebnisse. Am besten können Sie bei Tageslicht sehen, also direkt am Fenster oder gerne mal im Freien. Bei einem Kurs fragte mich eine sehr gepflegte Dame, ob ich bei ihr auch etwas erkennen könne. Dies war eines der wenigen Male, bei denen ich ganz deutlich und ad hoc „Nein“ sagen musste. Denn durch ihre sicherlich attraktive, aber zentimeterdicke Make-Up-Schicht hätte keiner etwas erkennen können. Wer sein Gesicht diagnostizieren lassen möchte, sollte also neben dem Zungeputzen auch auf dekorative Kosmetik verzichten.

Last but not least, eine ganz persönliche Empfehlung: Meistens sind die Anzeichen von mehreren fehlenden Mineralsalzen vorhanden. Schreiben Sie sich die Anzeichen auf und blättern Sie hinterher, was sie zu bedeuten haben. Sichern Sie die Gesichtszeichen mit den Zungen-/Ohrenzeichen ab. Und egal was Sie finden: Seien Sie behutsam bei der Wahl Ihrer Worte, verwenden Sie den fragenden Konjunktiv (Könnte es sein, dass …?).

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