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Geschrieben: 11. April, 2007 in Immunsystem | Sport & Bewegung
 
 

Selen stärkt das Immunsystem und schützt vor Krebs

Man cycling uid 1
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Das Spurenelement bewahrt besonders Sportler vor krebserregenden  freien Radikalen

Selen unterstützt in vielerlei Hinsicht die Schutzfunktionen des menschlichen Körpers. Wird diesem eine große Menge an Sauerstoff zugeführt, kommt es zur Bildung von freien Radikalen. Dabei handelt es sich um Molekülteilchen, die die Zellmembranen angreifen und schädigen können. Bei Menschen, die sich häufig sportlich betätigen, kommt es somit zu einer vermehrten Bildung dieser freien Radikale.

Sportler sind vor allem darum besonders betroffen, da jede Form von Verletzung oder Entzündung die Bildung freier Radikale zusätzlich begünstigt. Dr. Müller-Wohlfahrt,  Deutschlands angesehenster Sportarzt, warnt davor, dass „jede körperliche Anstrengung, jede Stress-Situation, den Anteil der gefährlichen freien Radikale erhöht“. Selen wirkt hier als Stärkung für die Zellmembranen und damit aufbauend für die Gewebsstruktur. Für Sportler ist die ausreichende Aufnahme von Selen daher besonders wichtig. Da die agressiven freien Radikale auch an der Entstehung vieler Krebserkrankungen beteiligt sind, stuft die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. Selen als ein „unlässliches Heilmittel bei Krebs“ ein.

Selen wirkt ferner noch an anderen Stellen des Körpers. Es unterstützt das Immunsystem und schützt so auch vor Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Ferner wirkt es der Entstehung von Entzündungen entgegen. Auch im Hormonstoffwechsel ist das Spurenelement Selen unersetzlich. Bei der Umwandlung des Hormons Thyroxin (T4) in Tri-Iod-Thyronin (T3) ist es in der Schilddrüse beteiligt. Ein Selenmangel kann eine Schilddrüsenunterfunktion hervorrufen. Weiterhin ist die körperliche Leistungsfähigkeit durch den entstehenden Hormonmangel stark eingeschränkt. Selen ist weiterhin bei der Entgiftung des Körpers beteiligt. Es bindet Umweltschadstoffe und Schwermetalle wie Blei, Kadmium und Quecksilber, und unterstützt den Organismus so, diese Giftstoffe aus dem Körper auszuschwemmen. Sobald ein Selenmangel auftritt, ist das Immunsystem geschwächt und der Körper ist anfälliger gegenüber Infektionen. Auch Kreislaufstörungen und Gelenkserkrankungen können auf Selenmangel zurückgeführt werden. Ferner hat das Spurenelement Einfluss auf die Knochenstruktur und damit die Festigkeit unseres Skeletts.

Da Selen als Spurenelement, genauso wie Eisen, Fluor, Iod und Zink, vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann, ist der Mensch auf die Aufnahme von Selen durch die Nahrung angewiesen. Im Körper eines ausgewachsenen Menschen befinden sich drei bis sechs Milligramm des Spurenelements. Täglich sollte ein Mikrogramm Selen pro Kilogramm Körpergewicht zu sich genommen werden. Leider ist es fast unmöglich, diese Mengen an Selen allein durch die Nahrung aufzunehmen. Will man allein durch Nahrungsmittel den täglichen Selenbedarf decken, müsste man nach medizinischen Studien tägliche extreme Mengen an unterschiedlichen Nahrungsmitteln verzehren (beispielsweise 2,5 kg Vollkornbrot, bzw. 50 Eiern oder 1,3 kg Schweinekotelett). Durch Nahrungsmittel allein ist somit eine ausreichende Selen -Versorgung für den Menschen nicht mehr gewährleistet. Eine unausgewogene Ernährung kann zudem einen Selenmangel sogar noch begünstigen. Isst man sehr viel Fleisch, ernährt man sich einseitig, wodurch eine Aufnahme von Selen zusätzlich gehemmt und das Spurenelement stattdessen schneller ausgeschieden wird.Deutschland zählt als Industrieland ferner zu den selenarmen Gebieten der Erde. Schuld daran ist eine Übersäuerung des Bodens und eine zusätzliche hohe Belastung mit Schwermetallen. Diese schädlichen Stoffe binden das Selen im Boden. Das Spurenelement kann so nur mehr erschwert in Trinkwasser, Nahrungspflanzen und Schlachtvieh gelangen.Auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sollte also großen Wert gelegt werden. Die Nahrungsmittel sollten frisch und vitaminreich sein. Dabei sollten Obst und Gemüse häufig auf dem Speiseplan stehen. Auch Knoblauch ist als reiche Selenquelle bekannt. Ferner raten Mediziner dazu, den Selenhaushalt im Körper durch Nahrungsergänzungsmittel zu unterstützen. Nur so kann der Körper ausreichend mit dem lebenswichtigen Selen versorgt werden.

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