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Geschrieben: 21. Januar, 2015 in Entspannung | Gesundheit
 
 

Smartphone im Kinderzimmer: Schlecht für den Schlaf?

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Laut einer neuen Untersuchung haben über die Hälfte der Kinder in den USA ihr Smartphone auch im Bett bei sich. Dies ist nicht gut für den Schlaf, dennn es fiepst und leuchtet noch bis in die tiefsten Nachtstunden hinein. Auch wenn der netzaktivste Freund nicht mehr chatten will, kommen weiter Botschaften vom Smartphone selbst: Es will aufgeladen werden oder hat bereits einen vollen Akku oder meldet, dass das neue Spiellevel verfügbar ist.

Viele Kinder nehmen ihr Smartphone mit ins Bett, Fotoquelle: 123RF

Die neue Studie besagt, dass bei 54 Prozent der Kinder und Jugendlichen in den Vereinigten Staaten das Smartphone neben dem Bett liegt. Allem Anschein nach stört dies den Schlaf. Die Kleinen mit dem Smartphone neben dem Bett schliefen an Schultagen durchschnittlich 20 Minuten weniger als Heranwachsende ohne Smartphone. Die Ursache ist leicht erklärt: Die Handys fordern von den Kids so viel Zeit, dass sie später zur Nachtruhe kommen.

Genaue Ursachen noch nicht bekannt

Abgesehen von der Dauer der Nachtruhe beschweren sich die Kids auch öfter über das Gefühl, sich nachts nicht ausreichend erholt zu haben. Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass dies eine Erklärung dafür sein könnte, dass die Kinder in der Nähe des Smartphones einen unruhigen Schlaf hätten und öfter aufwachten. Die Forscher beriefen sich auf eine Umfrage, laut der 18 Prozent der Heranwachsenden in den Staaten in der Nacht durch ihr Smartphone geweckt werden. Was nicht feststeht ist, ob es wirklich die Töne des Geräts sind, die eine schlechtere Nachtruhe hervorrufen.

Denkbar ist auch, dass bewegende Gespräche oder Spiele zu später Stunde die Nachtruhe beeinflussen oder dass die Beleuchtung der Smartphones den Biorhythmus beeinträchtigt. Die exakten Gründe haben die Experten um Jennifer Falbe von der University of California in Berkley nicht überprüft. (Quelle: sueddeutsche.de) Die Feststellungen gründen außerdem nicht auf Messungen, sondern nur auf Befragungen von mehr als 2000 Jugendlichen. Es wäre jedoch möglich, Dass diese ihre Nachtruhe nicht richtig beurteilen.

Bei älterer Studie wurden nur die Eltern befragt

Da dies insgesamt erst die zweite Studie zu diesem Thema ist, müsste sie aufschlussreicher sein als ihre Vorgängerarbeit aus Kanada. In der älteren Untersuchung wurden lediglich die Eltern befragt. Sie erklärten, dass den Heranwachsenden durch die Geräte nur sechs Minuten Nachtruhe fehlten. Es erscheint jedoch fraglich, ob Eltern genau im Bilde sind, was nach dem Gute-Nacht-Kuss im Kinderzimmer noch so vor sich geht.

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