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Geschrieben: 02. Juli, 2013 in Freizeit
 
 

Sobald die Temperaturen steigen, beginnt die Grillsaison

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Jedes Jahr im Frühling spielt sich in deutschen Gärten die gleiche Szene ab: Sobald die Temperaturen es zulassen, werden die Grillgeräte aus dem Keller, dem Schuppen oder der Garage geholt und beflissene Hobbygriller frönen ihrer Leidenschaft. Ob Holzkohlengrill, Elektro- oder Gasgrill – die Ausführungen sind vielfältig, doch das Ziel ist das gleiche: Die Zubereitung appetitlicher Speisen.


Fotoquelle: Flickr, BY © MilitaryHealth


Die Zubereitung der Speisen am Grill hat sich in den letzten Jahren jedoch grundlegend geändert: Waren es früher hauptsächlich Koteletts, Steaks und Würstchen, so werden heute zunehmend gesunde Speisen am Grill zubereitet.

Beim Grillen keinen giftigen Rauch entstehen lassen

Damit das Grillvergnügen zu einem Genuss ohne Reue wird, sollten einige wichtige Regeln beachtet werden –  vor allem sollte kein Fett in die offene Glut tropfen. Durch den Rauch, der dabei entsteht, gelangen Chemikalien in das Fleisch. Unter anderem sind bis zu acht Mikrogramm Benzypren im Rauch enthalten, das entspricht einem Konsum von 600 Zigaretten. Auch durch das Aufgießen des Fleisches mit Bier entsteht der angesprochene, giftige Rauch, der nicht nur unangenehm in den Augen brennt, sondern auch krebserregende Stoffe enthält. Deshalb wird für den gesunden Genuss geraten, eine Alutasse oder Alufolie als Unterlage zu verwenden und niemals gepökeltes Fleisch auf den Grillrost zu legen, denn auch dieses setzt beim Grillen Giftstoffe frei. Besonders bei Asthmatikern kann der Rauch zu Atemnot und Hustenanfällen führen.

Nicht jedes Öl eignet sich zum Grillen

Auch bei dem verwendeten Fett und Öl ist Vorsicht geboten. Maiskeimöl  zum Beispiels eignet sich  überhaupt nicht zum Grillen.  Öl mit vielen ungesättigten Fettsäuren oxidiert sehr leicht, wodurch der eingangs beschriebene giftige Rauch entsteht; gleiches gilt auch für Margarine, Butter, Olivenöl, Erdnussöl oder andere Mischöle. Als Marinade eignet sich am besten eine Mischung aus Olivenöl, Oregano, Basilikum, Thymian, Salz, Pfeffer und Senf, auch eine zerdrückte Knoblauchzehe zaubert einen guten Geschmack an das Grillgut. Am Vortag einlegen und vor dem Grillen noch ordentlich abtropfen lassen. Hat man das Fleisch über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt, sollte man es einige Zeit vor dem Grillen herausnehmen, denn es gilt:  Niemals eiskaltes Fleisch auf den Grill legen! Auch Gemüse wie etwa Paprika, Zucchini oder Auberginen eignen sich zum Grillen und können in die Marinade eingelegt werden. Gleiches gilt für Schafs- oder Grillkäse.

Schon beim Einkauf auf das richtige Fleisch achten

Beim Grillvorgang selbst können Nitrosamine, die ebenfalls krebserregend sind, entstehen. Besonders gepökeltes Fleisch setzt diese Stoffe frei. Deshalb schon beim Einkauf darauf achten, dass man mageres Fleisch kauft, am besten eignen sich Lende oder auch Geflügel. Das Fleisch nicht zu dick aufschneiden, denn je länger es auf dem Grill liegt, desto stärker ist es dem Rauch ausgesetzt. Fleisch sollte auf keinen Fall schwarz werden – so sollte auch die (von vielen so geliebte) „Kruste“ vor dem Verzehr entfernt werden, da auch darin Nitrosamine enthalten sind. Die Methode des indirekten Grillens ist ebenfalls gesünder, da das Fleisch nicht direkt über der Glut, sondern daneben gegrillt wird.

Auch der Grillzeit sollte man Beachtung schenken

Die Grillzeit hat für die richtige Zubereitung große Bedeutung, da wie bei jeder Speisenzubereitung auch beim Grillen Nährstoffe verloren gehen – allerdings nicht ganz so viele wie beim normalen Kochvorgang. Wenn man dann noch auf eine kurze Garzeit achtet, bleiben noch mehr wichtige Nährstoffe erhalten. Fleisch sollte nur kurz bei großer Hitze angebraten werden und auch für das Gemüse reicht dies vollkommen aus. So bleibt es nicht nur knackig, sondern auch vitaminreich. Mit ein wenig bewusste Planung erfreut der Tag am Grill so nicht nur das Gourmetherz, sondern auch die Gesundheit.

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