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Geschrieben: 12. März, 2013 in Sexualorgane | Vitamine & Mineralien
 
 

Spermiogramm verbessern mit Vitaminen

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Fast jeder Mann, auch schon unter 40, hat in seinem Leben eine Periode erlebt, in der seine Spermienqualität die Zeugungsfähigkeit zumindest eingeschränkt hat. Wissenschaftlich erforscht wurde dieses Phänomen unter anderem von Professor Torres Cantero und seinen Mitarbeitern von der Universität von Murcia, Spanien, an insgesamt 273 Männern in den Jahren 2001 und 2002 sowie 215 Männern im Jahre 2011. Im Durchschnitt waren die Männer knapp über 20 Jahre alt.

Das Ergebnis ist erschreckend. Während Anfang des Jahrtausends in einem Milliliter Samenflüssigkeit noch 72 Millionen Spermien gezählt wurden, waren es 2011 nur noch durchschnittlich 52 Millionen. Der kritische Wert einer eingeschränkten Zeugungsfähigkeit liegt übrigens bei 40 Millionen, von der, durch Abweichungen vom Mittel, ein recht hoher Prozentsatz der jungen Männer aus der 2011er Untersuchung betroffen sein dürfte. Doch damit nicht genug. Die Forscher fanden darüber hinaus heraus, dass Beweglichkeit und Struktur der Spermien deutlich abgenommen hatte.

Vitamine und andere Mikronährstoffe können gegen die abnehmende Spermienqualität wirken

Was die Studie nicht ermittelt hat, sind mögliche Änderungen in den Ernährungsgewohnheiten junger Menschen vor zehn Jahren und heute. Tatsächlich spricht nämlich vieles dafür, dass nicht nur die Anzahl sondern auch die Qualität der Spermien wesentlich durch Mikronährstoffe, also Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralien und Spurenelemente, beeinflusst wird. Weitgehende Einigkeit besteht darin, dass ein ausgeglichener Vitamin-A-Haushalt zur Produktion sowie für die richtige Form der Spermien unerlässlich ist.

Anzahl und Qualität der Spermien wird von vielen Mikronährstoffen bestimmt

Selbst in Veröffentlichungen, die aus schulmedizinischer Sicht die Wirkungen von Mikronährstoffen auf die Zeugungsfähigkeit eher kritisch sehen, wie in dem Mammutwerk „Andrologie“, wird festgestellt, dass beispielsweise Vitamin C, Vitamin E, Glutathion sowie L-Carnitin und Vitamin D die Spermienqualität verbessern können.

Vitamin-B-Komplex und Coenzym Q10 im Zentrum zahlreicher Forschungen

Eine Studie der University of California belegt darüberhinaus, dass Folsäure oder Vitamin B9 die Struktur der Spermien schützen kann. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommen Wissenschaftler der Universität Innsbruck, wobei deren Untersuchungen zudem bestätigten, dass die Vitamine B6 und B12 eine wichtige Rolle beim Abbau von Homocystein, einer Aminosäure, die nicht umgewandelt unter anderem die Durchblutung im Hoden negativ beeinflussen kann, spielen.
Spurenelemente für bessere Fruchtbarkeit

Unter den Spurenelementen wird insbesondere dem Selen und dem Zink eine Verbesserung der Beweglichkeit von Spermien zugeschrieben. Schließlich konnte in einer ganzen Reihe von Untersuchungen nachgewiesen werden, dass auch das Coenzym Q10, wohl aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften, die Qualität der Spermien sowie deren Beweglichkeit positiv beeinflusst. Auch wenn gewiss viele weitere Studien notwendig sein werden, um die genaue Wirkung von einzelnen Mikronährstoffen auf die Zeugungsfähigkeit von Männern zu erforschen, scheint sich doch abzuzeichnen, dass die Versorgung beispielsweise durch ein Kombinationspräparat zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung zu entscheidenden Verbesserungen der Spermienqualität führt.

Quelle: Nieschlag, Eberhard, et al., „Andrologie“, Heidelberg, 2009, S. 471 und http://vitamine-ratgeber.com/vitalstoffe-bei/fruchtbarkeit-mann/
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