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Geschrieben: 18. Dezember, 2012 in Sport & Bewegung
 
 

Sportverletzungen – Sicherheit im Skiurlaub

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So vermeiden Sie Sportverletzungen beim Wintersport

Jetzt im Winter zieht es wieder zwischen vier und fünf Millionen Menschen in die Schneegebiete. Sobald es heißt „Ski- und Rodel gut“ werden die Skier und Snowboards gepackt und es geht in den sportlichen Winterurlaub. Jedoch kehren nicht selten die Menschen mit einem unangenehmen Souvenir zurück nach Hause: der Arm liegt in Gips oder der Knöchel ist verstaucht. Viele Freizeit-Sportler unterschätzen die Gefahren, die auf der Piste auf sie warten. Doch mit den richtigen Vorbereitungen kann das Risiko einer Sportverletzung deutlich minimiert werden. Deshalb hier einige Tipps, damit der lang ersehnte Skiurlaub für Sie nicht zum Fiasko wird.

Vor der Abfahrt in den Skiurlaub

Kontrollieren Sie vor der Abfahrt ihre Sportausrüstung. Wichtig ist es jetzt, Bindungen und Skischuhe optimal auf ihren Körper anzupassen und auf möglichen Verschleiß hin zu untersuchen. Eine solche Nachjustierung ist besonders bei Kindern wichtig, da sie schnell wachsen und schwerer werden. Experten sind der Meinung, dass beinahe die Hälfte aller Skiunfälle durch eine optimale Anpassung der Ausrüstung vermeidbar wäre. Das gilt besonders dann, wenn Ihre Skier längere Zeit nicht benutzt wurden. Rost und Beschädigungen sollten dann von Fachleuten entfernt werden.

Skigymnastik

Noch wichtiger als die Ausrüstung ist jedoch die körperliche Fitness des Skifahrers. Für richtig und gesund ausgeübten Wintersport sind sowohl Kraft als auch Ausdauer und Kondition erforderlich. Spezielle Übungen zur Skigymnastik sollten schon mehrere Monate vor dem Winterurlaub begonnen werden. Am besten empfiehlt es sich, regelmäßig über das ganze Jahr ein Fitnesstraining zu betreiben. Gefordert werden sollte der gesamt Körper, besonders aber die Bein-, Rumpf- und Pomuskulatur. Informieren sie sich, ob auch der Sportverein in ihrer Nähre spezielle Skigymnastik anbietet. Falls Vorerkrankungen bestehen, kann Ihnen ein Sportmediziner wichtige Tipps geben. Nicht zu unterschätzen ist, dass Wintersport in der Regel in größeren Höhen ausgeübt wird. Asthmatiker und Herz-Kreislauf-Patienten können hier Probleme mit der Atmung bekommen. Klären Sie dieses Risiko vorher unbedingt mit Ihrem Arzt ab.

Die eigene Einschätzung

Die größte Gefahr beim Ski- und Snowboardfahren ist es, sich selbst zu überschätzen. Nehmen Sie am ersten Tag nicht gleich die schwarze Piste in Angriff. Überlegen Sie, wann die das letzte Mal beim Wintersport waren und planen Sie für den Anfang ruhig einige Probeabfahrten ein. Sind Sie ganz unsicher, besuchen Sie noch einmal für einige Tage einen Skikurs, um das Gefühl für die Bretter wieder zu gewinnen und Ihre Technik zu verbessern. Ferner ist es ratsam, zunächst das Gelände zu erkunden. Nur wer die Piste richtig kennt, kann sie auch einschätzen und seine Fahrtechnik daran anpassen. Übrigens: Zur Einschätzung gehört auch, andere zu beachten und deren möglicherweise geringeres Können zu bedenken. Machen Sie sich also vor Beginn mit den Regeln des Internationalen Skiverbandes (FIS) bekannt. Außerdem gehört Eitelkeit nicht auf die Skipiste: Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen sind beim Skifahren unerlässlich. Nur so können Entfernungen und Gefahrenstellen richtig eingeschätzt werden.
Selbstverständlich ist auch, dass der Blick nicht durch Alkohol getrübt werden soll. Verlegen sie die Apres-Ski-Party dorthin, wo sie dem Namen nach hingehört: im Anschluss an das Skilaufen.

Sonnen- und Kälteschutz

Nur wenn man sich wohlfühlt, macht der Wintersport richtig Spaß. Daher sollte man auch die richtige Skikleidung achten. Diese sollte sowohl wärmen als auch atmungsaktiv sein. Fatal wäre es, erst stark zu schwitzen und sich im Anschluss daran zu verkühlen. Nicht zu Unterschätzen ist aber auch die Sonne in den Bergen. In höheren Lagen nimmt die Intensität der UV-Strahlung zu. Speziell bei ausgedehnten Schneefeldern kann sehr schnell eine Blendwirkung einsetzen und es droht ein Sonnenbrand auf der Hornhaut. Schwerwiegende Schäden bis hin zu einer teilweisen Ablösung der Hornhaut können die Folgen sein. Besonders riskant ist hier, dass diese Folgen erst mehrere Stunden nach der Verbrennung auftreten und man sie deshalb leicht unterschätzt. Schützen Sie aus diesem Grund Ihre Augen mit einer geeigneten Skibrille. Die Brille sollte dabei möglichst eng anliegen, so dass keine Seitenstrahlung auftreten kann.
Unterschätzen Sie weiterhin nicht die Kraft der Sonne in der Höhe. Auch die Gesichtshaut kann unter der Höhensonne Schaden nehmen und muss mit ausreichendem Sonnenschutz behandelt werden. Auch Sonnenblocker können hier eine Empfehlung sein.

Aufwärmen vor der Abfahrt

Die besten Aufwärmübungen nutzen nichts, wenn man während der Fahrt im Skilift wieder auskühlt. Aus diesem Grund sollte man Aufwärmübungen jeweils unmittelbar vor der Abfahrt durchführen: Gehen Sie mehrere Minuten auf der Stelle, lassen Sie Ihre Schultern nach hinten kreisen und machen Sie einige Kniebeugen. Danach sind Sie warm und der Kreislauf ist in Schwung gekommen.

Notfallausrüstung

Ein Handy und ein kleiner Verbandskasten aus der Apotheke sollten sich in jeder Ausrüstung befinden. So können Sie im Notfall für sich oder andere schnell Hilfe organisieren. Hierfür gilt in ganz Europa die Notrufnummer 112. Denken Sie auch daran, die Unfallstelle durch das Aufstellen von gekreuzten Skiern zu kennzeichnen. Bewahren Sie in einer solchen Situation die Nerven und versuchen sie, den Verunfallten nicht zu bewegen bis Hilfe eintrifft. Fast die Hälfte aller Skiunfälle betrifft das Knie und die umliegenden Bänder. Hier ist umgehende Ruhigstellung nötig. Ferner kommt es bei einem Sturz sehr oft zu Oberarm- und Schulterverletzungen, die nicht weiter bewegt werden sollten.

Skifahren mit Kindern

Auf Kinder sollte man beim Skifahren besondere Rücksicht nehmen. Hier ist bei Stürzen häufiger der Kopf betroffen. Deshalb empfiehlt sich für Kinder zur Sportausrüstung auch ein Helm. Auf italienischen Skipisten besteht seit eine Helmpflicht für Kinder bis 14 Jahre.

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