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Geschrieben: 12. August, 2013 in Gesundheit | Psyche & Nerven
 
 

Stress lass nach! Burn-out-Syndrom

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Hilfe durch Entspannung: Weisen Sie den Stress in Schranken!

Jeder zweite Deutsche leidet unter der schleichenden „Seuche Stress“. Stress am Arbeitsplatz, in der Familie, mit Freunden oder beim Einkaufen und Autofahren. Wer kennt ihn nicht?

Die einen bewegen sich hektisch oder fahrig, sprechen zu schnell, schauen alle fünf Minuten auf die Uhr, können nicht ruhig sitzen und sind ständig auf dem Sprung. Andere seufzen vor sich hin, sind in sich versunken, müde und erschöpft oder die Körperhaltung ist gebeugt.

Diagnose: Stress-Symptomatik.
Stress eine Mode-Erscheinung? Unsere moderne Wohlstandsgesellschaft benutzt das Wort Stress recht häufig. Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet Belastung, Druck, Spannung.

Doch was ist Stress wirklich?

Hinter dieser Formulierung steckt eine Reihe von Mechanismen, d. h. biochemische Reaktionen, die dem Zweck der Energiegewinnung und – umverteilung dienen. Der Körper des Menschen wird darauf vorbereitet, eine optimale Kraftausnutzung und eine schnelle Reaktion zu gewährleisten. Ein gewisses Maß an Stress gehört zum Leben und kann auch zu erhöhten Leistungen führen. Langfristig jedoch wird das Immunsystem geschwächt und die Psyche leidet.
Ob Stress zur „Würze des Lebens“ wird oder zu Symptomen wie Schlafstörungen, Kopf-, Rücken- oder Magenschmerzen, Konzentrationsverlust oder gar zum Burn-out-Syndrom führt, hängt im Wesentlichen davon ab, wie jeder einzelne damit umgeht. Auch Faktoren wie Alter und Konstitution spielen eine Rolle.
In der heutigen Zeit wirken Stressfaktoren verschiedener Natur auf unseren Organismus und es kommt sozusagen zu einer „Überladung“ oder Überbelastung des Systems. Wenn wir dem nicht sofort entgegenwirken, geht der Organismus in die Krankheit. Die Folge sind Herzinfarkt, Schlaganfall oder Hörsturz. Stress wirkt sich jedoch nicht nur auf das Herz-Kreislaufsystem aus, sondern in der Regel auf den gesamten körperlichen und seelischen Bereich.

Wege aus der Stress-Sackgasse

Wichtig ist, sein eigenes Stressverhalten kennen und einschätzen zu lernen. Hohe körperliche und geistige Leistungen sind langfristig nur möglich, wenn sich Phasen der Anspannung und Entspannung in einem gesunden Rhythmus abwechseln. Es gibt eine Vielzahl von Strategien zum Management von chronischen Belastungen. Das gemeinsame Grundrezept ist:

Stressanalyse: Erkennen Sie Ihre Stressfaktoren oder Stressverstärker!

  • Arbeitsplatz, Partner, Familie
  • Zeitdruck, Misserfolg, Konkurrenz
  • Körperliche Überforderung
  • Psyche (z. B. Ängste, Unausgefülltsein, Langeweile)
  • Perfektionismus, Einzelkämpfer-Mentalität, Anspruch, es allen recht zu machen, usw.

Stressbewältigung: Praktische Maßnahmen ergreifen und Ursachen des Stresses bekämpfen!

  • Aufgaben delegieren
  • die Zeit gut einteilen, z.B. bessere Terminplanung
  • erlernen, auch mal „nein“ zu sagen
  • ungerechtfertigte Kritik zurückweisen
  • Aufgaben delegieren

Stresskompetenz: Veränderung der Lebenseinstellung und –situation!

  • Leistungsansprüche überprüfen
  • effektivere Arbeitsmethoden
  • gute Kommunikation
  • soziales Verhalten
  • innere Distanz wahren
  • Schwierigkeiten nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung betrachten

Soforthilfe: Zeit für Entspannungsphasen mit geeigneten Entspannungsübungen im Alltag einplanen!

  • autogenes Training
  • Muskelentspannung
  • Biofeedback
  • Meditation
  • Yoga, etc.
  • regelmäßiger Sport
  • einem Hobby nachgehen
  • Freundschaften pflegen
  • autogenes Training

Generell gilt: Stress-Bewältigung kann man erlernen. Allerdings ist ein gewisses Maß an Selbstdisziplin notwendig, um eine der bewährten Entspannungstechniken zu erlernen. Nur dann stellt sich der gewünschte Erfolg ein.

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