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Geschrieben: 01. August, 2013 in Ganzheitlich Leben | Gesundheit | Sport & Bewegung
 
 

Tai Chi Gesundheit aus dem Reich der Mitte

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Tai Chi ist in China Volkssport Nummer eins. Menschen, die im Freien Tai Chi üben, sind in China ein täglicher Anblick. Sie stehen überall, in Parks, auf Straßen und Plätzen. Diese chinesische Kampf- und Bewegungskunst hat auch schon seinen Weg nach Deutschland gefunden. Die langsamen Bewegungen sollen ein langes Leben fördern und Krankheiten vorbeugen. Tai Chi – eigentlich Tai Chi Chuan – wurzelt in der chinesischen Kampfkunst.

In der westlichen Welt ist Tai Chi auch als Schattenboxen bekannt und besitzt deshalb Aspekte der Selbstverteidigung. Buddhistische Mönche entwickelten diese Form der dynamischen Meditation und haben sie weitergegeben. Tai Chi fördert die Beziehung zu Körper, Geist und Seele. Im Sinne der taoistischen Philosophie wird die Einheit zwischen Mensch und Kosmos angestrebt.

Bewegung und Meditation

Tai Chi beruht auf weichen, fließenden Bewegungen, die wie in Zeitlupe ausgeführt werden. Sehr wichtig dabei ist die konzentrierte tiefe Bauchatmung. Das chinesische Prinzip Yin und Yang, also Ausgewogenheit und innere Balance, spielt dabei eine wichtige Rolle. Ausgangsposition ist eine entspannte, lockere Körperhaltung: Die Füße stehen schulterbreit nebeneinander, Zehen zeigen nach vorne, die Arme hängen locker an der Körperseite, das Körpergewicht ruht gleichmäßig auf beiden Füßen. Das Becken und die Wirbelsäule möglichst senkrecht aufrichten. Typisch für Tai Chi sind häufige Verlagerungen des Gewichts von einem Bein auf das andere, also die praktische Umsetzung der zugrunde liegenden Philosophie der Harmonie. Hinzu kommen Bewegungen mit den Armen, Drehungen von Becken und Oberkörper und Schritte in die vier Himmelsrichtungen. Eine geschlossene Einheit von fließenden Bewegungen und mehreren Stellungen nennt sich Form und kann 15 Minuten dauern. Tai Chi wird auch „Taoistische Meditation in Bewegung“ genannt. Stress, Hektik und Sorgen treten in den Hintergrund, Körper und Geist sollen zu ursprünglicher, ganzheitlicher Gesundheit zurückgeführt werden.

Auch Partner-Tai-Chi möglich

Tai Chi kann alleine, zu zweit oder auch in der Gruppe ausgeführt werden. Für Partner-Übungen ist das Wechselspiel aus Angriff und Verteidigung charakteristisch. Die Übungen sind leicht zu lernen und zu zweit macht`s einfach mehr Spaß!

Tai Chi ist gesund

Das zentrale Hauptthema ist die Lebensenergie Qi, egal, ob Gesundheit, Meditation oder Kampfkunst. Die Wirkung von Tai Chi lässt sich mit einer besser fließenden Lebensenergie Qi beschreiben. Es betrifft Meridiane, Nervensystem und Blutkreislauf und spielt eine wichtige Rolle in der Akupunktur. Regelmäßiges und korrekt ausgeführtes Tai Chi hat folgenden gesundheitlichen Nutzen:

  • Muskelverspannungen lösen sich
  • Der Kreislauf wird gestärkt
  • Vorbeugung von Haltungsschäden
  • Mehr Beweglichkeit
  • Rückenschmerzen werden gelindert
  • Stärkung von Muskeln und Gelenke
  • Durch die Bauchatmung nimmt der Körper mehr Sauerstoff auf
  • Die meditativen Elemente der langsamen Bewegungen wirken entspannend und ausgleichend auf das vegetative Nervensystem

Tai Chi ist hervorragend geeignet, Stress zu reduzieren, es vermittelt positives Körpergefühl und vor allem Entspannung. Außerdem fördert es die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit.

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