0
Geschrieben: 19. August, 2014 in Allergien | Krankheiten von A-Z | Mein Haustier
 
 

Tierallergien: Nach dem Schnurren kommt das Nießen

15427542_S
15427542_S
So manch einer oder eine gewinnt zuweilen den Eindruck, eine Allergie gegen seine Arbeitskollegen zu entwickeln. Dies kann unter Umständen der Fall sein: Stellt sich bei einer Nachfrage heraus, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter ein Haustier hat, so könnte eine Tierallergie die Ursache sein. Im Fall eines unkastrierten Katers wären unangenehme Folgen nicht auszuschließen.


Die meisten Allergiker gibt es bei Katzen, Fotoquelle: 123RF

Ein typischer Fall von Tierallergie: Man kommt nach Hause und schon bei der Begrüßung des Hundes jucken die Augen und ein Hustenreiz macht sich breit. Tierallergien können völlig überraschend im Leben auftauchen, so dass von einem Tag auf den anderen allergische Reaktionen auf das eigene Haustier an der Tagesordnung stehen. Schwieriger ist es, wenn man gar kein Haustier hat: In diesem Fall vermuten die wenigsten eine Allergie als Ursache für die auftretenden Symptome.

Allergene befinden sich auf den Tierhaaren

Um ernstere Folgeschäden zu vermeiden, sollte im Fall einer Allergie eine angemessene Diagnose und Behandlung eingeläutet werden. Genaue Daten über die Anzahl von  Personen mit Tierallergie in Deutschland gibt es bisher nur wenige. Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge zeigen etwa zehn Prozent der Deutschen allergische Reaktionen auf Hunde, Katzen, oder Pferde. Die Überempfindlichkeit ist bei genauerer Analyse auch nicht allein auf die Tierhaare zurückzuführen: Auf ihnen befinden sich Kot, Speichel, Spezielle Eiweiße in Hautschuppen, Schweiß oder Urin der Tiere, die Betroffene einatmen und deshalb allergisch reagieren.

Margitta Worm vom Allergie-Centrum der Charité Berlin erklärt, wie die allergische Reaktion zustande kommt: „Es kommt zur Bildung von sogenannten IgE-Antikörpern, die sich anschließend an bestimmte Zellen binden. Wenn das Allergen erneut auf den Körper trifft, werden diese Zellen aktiviert und schütten zahlreiche Botenstoffe aus, die die allergischen Reaktionen auslösen.“ (Quelle: sueddeutsche.de) Katzen erzeugen im Vergleich zu anderen Tieren wie Hunde, Nagetiere, Pferde oder Vögel die meisten allergischen Reaktionen. Inbesondere unkastrierte Kater haben eine ehöhte Produktion von Allergenen.

Verschiedene Allergiepotenziale

Tritt eine Allergie gegen eine Katze auf, so ist man in den meisten Fällen gegen alle Katzenarten allergisch. Anders sieht es bei Hunden aus: Hier kann es zu einer Allergie gegen eine bestimmte Rasse kommen, wobei kurzhaarige Rassen wie beispielsweise Boxer öfter Allergien hervorrfufen als Rassen mit langen Haaren. Bei den Nagetieren sind die Meerschweinchen die häufigsten Auslöser von Allergien. Überempfindlichkeiten gegen Hamster und Kaninchen sind seltener. Noch seltener sind Allergien gegen Pferde und Vögel, allerdings können die Symptome in diesen Fällen sehr heftig sein.

Print Friendly, PDF & Email
War dieser Artikel hilfreich? Bewerten Sie Ihn.
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5 bewertungen, duchschnittlich: 4,80 out of 5)
Loading...