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Geschrieben: 05. Dezember, 2013 in Mein Haustier
 
 

Training für den Ernstfall: „Erste Hilfe am Hund“

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Ausgelassenes Toben, der tollkühne Sprung ins kühle Nass oder ein ausgiebiges Schnüffeln im Wald: Hunde leben unbeschwert und genießen die Bewegung mit ihren Menschen. Genau wie beim Zweibeiner kann dabei jedoch immer mal etwas passieren. Egal ob der geliebte Vierbeiner in eine Scherbe getreten ist oder vielleicht etwas Unerlaubtes gefressen hat – jetzt heißt es: „Nur nicht in Panik geraten“. Das ist leichter gesagt als getan, doch Hund und Mensch können auch für solche Momente gemeinsam trainieren. Dabei helfen beispielsweise spezielle Erste Hilfe Kurse und Erste Hilfe Apps für den Hund.

Hund und Halter trainieren gemeinsam

Diana Borchelt, Lehrbeauftragte für „Erste Hilfe am Hund“ von den Johannitern, empfiehlt: „Jeder, der mit Hunden im engen Kontakt steht, sollte die wichtigsten Erste Hilfe Maßnahmen kennen. Schließlich gibt es für Tiere keine Rettungskette wie für Menschen.“ Damit Mensch und Tier im Notfall sicher zum nächsten Tierarzt kommen, gibt die Expertin einige Hinweise mit auf den Weg:

„Ist ein Hund krank oder verletzt, benimmt er sich häufig anders, als seine Besitzer ihn kennen. Deshalb ist es wichtig, bei Erste Hilfe Maßnahmen auch den Eigenschutz nicht zu vernachlässigen. Dafür sollten Frauchen und Herrchen lernen, eine Maulschlinge anzulegen“, empfiehlt Borchelt. Anschließend geht es mit einer Untersuchung des Tieres, dem sogenannten Bodycheck, weiter: „Ein Hund sollte es gewohnt sein, überall abgetastet zu werden und sich dafür auch auf Kommando hinzulegen. Das ist eine tolle Übung fürs regelmäßige Training und lässt sich im Vorfeld positiv konditionieren.“

In einem Erste Hilfe Kurs lernt man außerdem die nötigen Grundlagen zum Verbandanlegen. Dazu gehört neben einem Druckverband bei Hunden auch das gründliche Verbinden von Pfote oder Ohr. „Die Erste Hilfe kann nicht den Gang zum Tierarzt ersetzen. Bei offenen Wunden ist ein schneller Verband aber die optimale ‚Transportverpackung‘ für den Weg zum Tierarzt“, erklärt Borchelt. Auch der professionelle Blick in den Schlund des Tieres sollte kontinuierlich geübt werden. „Hat der Hund etwas Giftiges im Maul oder es hängt ihm ein kleiner Ast im Rachen, kann der Halter schnell und zuverlässig handeln, ohne dass es für den Hund eine große Aufregung ist.

Verhaltensänderungen ernst nehmen

Eine Verletzung wie eine offene Wunde kann vom Hundehalter schnell festgestellt werden. „Andere Krankheiten, wie eine Magendrehung, kann man seinem Tier leider nicht auf den ersten Blick ansehen. Deshalb sollten Hundehalter immer gut auf ihr Bauchgefühl hören und das Verhalten beobachten. Ist etwas anders? Wirkt mein Hund apathisch, frisst nicht mehr oder hat eine harte Bauchdecke? Im Zweifelsfall schadet es nicht, die Vitalfunktionen des Tieres zu überprüfen, einfach mal Fieber zu messen und den Tierarzt aufzusuchen. Der Doktor des Vertrauens nimmt die Sorgen von Hundemenschen ernst und steht mit Rat und Tat zur Seite.“

Erste Hilfe Kurse und Apps

Alle Informationen zu erste Hilfe Kursen finden Interessierte beispielsweise auf www.johanniter.de oder auch unter www.asb.de. Kurstermine können angefragt werden. Wer sich unterstützende Hilfe wünscht, kann von speziellen „Erste Hilfe für Hunde“-Apps profitieren. Diese beschreiben wichtige Symptome unter anderem von Unterkühlung und Hitzschlag sowie häufige Verletzungen. Außerdem unterstützen die Apps bei der Durchführung von Erste Hilfe Maßnahmen, wie dem richtigen Anlegen von Verbänden und dem sicheren Transport zum Tierarzt. IVH

Mehr Informationen zur App „Hilfe für Hunde“ finden Sie unter: http://www.erste-hilfe-hunde.de/

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