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Geschrieben: 28. Januar, 2010 in Auge
 
 

Nicht zu unterschätzen – Trockenes Auge (Sicca-Syndrom)

trockenesauge
trockenesauge
Das Krankheitsbild „Trockenes Auge“ ist eine der häufigsten Erkrankungen der Augenoberfläche, die durch eine Verminderung der Tränenmenge oder durch eine veränderte Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit hervorgerufen wird. Da das Auge nicht mehr ideal befeuchtet wird, spricht man auch von einer Benetzungsstörung des Auges.

Etwa jeder fünfte Patient leidet unter dem Problem des trockenen Auges. Die Betroffenen empfinden häufig ein Trockenheitsgefühl, das mit Fremdkörpergefühl, Kratzen, Brennen oder Jucken einhergehen kann. Gelegentlich können Lichtempfindlichkeit, Augenrötung, Schmerzen oder Unverträglichkeit von Kontaktlinsen auftreten. Paradoxerweise kann es aber auch durch den verstärkten Reiz zu Augentränen kommen.

Häufige Ursachen sind:

  • nachlassende Tränenproduktion im Alter
  • klimatische Einflüsse (trockene Luft, Klimaanlagen, Heizungsluft, Autogebläse, Zugluft, Fahrtwind)
  • chronische bakterielle Lidrandentzündung
  • Hormonumstellung bei Frauen (Klimakterium)
  • Erkrankungen wie z. B. Diabetes, Schilddrüsenerkrankung, rheumatische Erkrankungen, Hormonstörungen, Erkrankungen der Haut, des Stoffwechsels, des Nervensystems
  • verschiedene Augenerkrankungen
  • bestimmte Medikamente (Psychopharmaka, Schlafmittel, Beruhigungsmittel, Hormone, Beta-Blocker, Anti-Baby-Pille oder Antiallergika)
  • Umweltbelastung (Ozon, Abgase, Chemikalien, Stäube, Lösungsmitteldämpfe)
  • Bildschirmarbeit, Rauchen

Das trockene Auge stellt ein sehr komplexes Krankheitsgebiet dar. Nach Abklärung der Diagnose stehen verschiedene Therapiemaßnahmen zur Verfügung. In der Regel kann mit Hilfe von „künstlichen Tränen“ die Benetzungsstörung behoben werden. Es ist in Ihrem Interesse, die Augen regelmäßig durch Ihren Augenarzt kontrollieren zu lassen!

Weitere Empfehlungen zur Vermeidung von trockenen Augen sind:

  • mehrmals täglich lüften
  • Gebläse oder Klimaanlagen in Autos möglichst wenig benutzen
  • viel trinken
  • auf Rauchen verzichten
  • auf vitaminreiche Kost und ausreichend viel Schlaf achten
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