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Geschrieben: 28. September, 2009 in Bauen & Wohnen | Ratgeber Tipps & Trends
 
 

Elektrounfälle – Unfälle im Haushalt

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Der Haushalt als gefährliches Pflaster

Elektrounfälle ereignen sich immer noch zu häufig, vor allem in Haushalten, wenn Kinder mit elektrischen Geräten, die schlecht isoliert sind, spielen oder Steckdosen nicht gesichert sind. Besonders gefährlich ist der Umgang mit Elektrogeräten, wo Wasser oder Feuchtigkeit vorhanden ist (Küche, Bad, Keller, Garage).

Gerade das Badezimmer ist in dieser Hinsicht eine grosse Gefahrenquelle. Hier können leicht der Fön oder Heizgeräte mit Wasser in berührung kommen und tödliche Verletzungen verursachen.

Man unterscheidet zwischen

  • Unfälle im Niederspannungsbereich (unter 1000 Volt) – Elektrogeräte, Waschmaschine, Steckdosen, Beleuchtungsanlagen, Küchenherd, Radio, Kühlschrank, Bügeleisen, Toaster, Höhensonne, Fön, etc.
  • Unfälle im Hochspannungsbereich (über 1000 Volt) – Überlandleitungen, Blitzschlag (kommen eher selten vor). Anlagen sind mit einem Warnschild, auf dem ein roter Blitzpfeil und die Aufschrift „Hochspannung – Vorsicht Lebensgefahr!“ gekennzeichnet. Sicherheitsabstand einhalten!

Symptome:

  • „Kleben“ an der Stromleitung infolge einer Muskelverkrampfung
  • Übelkeit
  • Bewusstseinsstörung, Bewusstlosigkeit
  • Gefahr des Kreislaufstillstandes (bis 24 Stunden nach dem Unfall)
  • Herzrhythmusstörungen (aber auch Herzstillstand möglich)
  • Atemstillstand
  • evtl. Verbrennungen

Maßnahmen:

  • Stromzufuhr unterbrechen! Abschalten des Gerätes, ziehen des Netzsteckers oder Herausnehmen der Sicherung
  • falls diese Maßnahmen aus irgendeinem Grund nicht funktionieren sollten, muss der Verletzte durch den Helfer vom Stromkreis getrennt werden. Dazu muss der Helfer isoliert stehen (trockenes Brett, Kleider, etc.) und den Verletzten mit einem nicht leitenden Gegenstand (z. B. Besenstiel) von dem unter Spannung stehendem Elektroteil wegstoßen. Niemals den Verletzten mit bloßen Händen berühren! Der Helfer gerät sonst selbst in den Stromkreis
  • Atmung und Puls kontrollieren
  • bei Bewusstlosigkeit sofort Seitenlage
  • auf Schockzeichen achten
  • Brandwunden steril abdecken (siehe Wundbehandlung)
  • bei Atem- und Kreislaufstillstand sofort Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten
  • Notruf!
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