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Geschrieben: 30. September, 2013 in Aktuelles | Therapien
 
 

Vertrauen ist gut – vor allem beim Hausarzt

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In kaum einem anderen Bereich des Lebens ist die Vertrauensfrage wichtiger, als bei der Auswahl des richtigen Hausarztes. Man sucht ihn oder sie sich aus, nicht umgekehrt. Die „Weisse Liste“, eine Bewertung von Haus- und anderen Fachärzten, gibt einen sehr guten Einblick über die Beurteilung von Patienten gegenüber Ärzten aus verschiedenen Fachrichtungen. Bemerkenswert dabei: Besonders die Hausärzte schneiden dort gut ab.

Rund 85 Prozent der Teilnehmer der vier Bewertungsportale der „Weissen Liste“, AOK, Barmer GEK und Techniker Krankenkasse (TK) würden ihren Arzt weiterempfehlen. Die besten Empfehlungsraten bekommen Internisten (89 Prozent) und Allgemeinmediziner (88 Prozent), gefolgt von Urologen (87 Prozent). Schlusslichter der Auswertung von knapp 250.000 Einzelbewertungen waren Dermatologen (62 Prozent), Orthopäden (64 Prozent) und Unfallchirurgen (67 Prozent).

Aber auch in den Fachrichtungen mit der im Schnitt geringsten Bewertung wurden Ärzte von knapp zwei Dritteln der Befragten für empfehlenswert eingestuft.

Keine Qualitätsangaben

Für ihre Analyse hat die „Weisse Liste“ alle bis zum Juni 2013 ausgefüllten Fragebögen des Arztbewertungsportals ausgewertet. Um einen Arzt bewerten zu können, müssen Patienten sich unter Angabe ihrer Krankenkasse registrieren. Teilnehmen können Versicherte von Barmer GEK, TK und AOK. Patienten sollen nur Ärzte bewerten, bei denen sie in den vergangenen zwölf Monaten in Behandlung waren. Gefragt wird nach der Praxisorganisation, der Kommunikation des Arztes, der Behandlung und einem Gesamteindruck.

Aber hierbei muss auch beachtet werden, dass – wie bei anderen Bewertungsportalen – die „Weisse Liste“ keine Qualitätsaussagen über die Ärzte treffen kann. Es werden nur Fragen zur Behandlung gestellt und diese sind indirekt formuliert. Ziel dieser Fragen ist es, Mängel in der Kommunikation oder der Behandlung zu entdecken. Als Beispiel:“ Der Arzt erkundigt sich regelmäßig nach der Verträglichkeit der verordneten Medikamente.“ Oder:“ Ich habe den Eindruck, dass der Arzt an einen Facharzt oder Spezialisten überweist, wenn dies medizinisch notwendig ist.“

Vor einer Veröffentlichung von Informationen über einen Arzt stehen mindestens fünf Bewertungen durch Patienten.

Wichtigste Kriterien

Die größte Rolle spielt für Patienten, wie der Arzt kommuniziert, in welcher Weise auf Fragen und Ängste sowie Sorgen eingeht. Eigenschaften wie diese beeinflussen die Weiterempfehlung bzw. die Bewertung am stärksten. Unter diesen Gesichtspunkten schnitten Internisten und Allgemeinmediziner am besten ab, Orthopäden und Dermatologen finden sich am unteren Ende der Liste. Wie viel Zeit nimmt sich der Arzt für den einzelnen Patienten? Wie gründlich wird eine Untersuchung durchgeführt? Diese Fragen sind ebenfalls weit oben bei Patienten. Wohingegen die Organisation der Praxis als weniger wichtig angesehen wird.

 

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