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Geschrieben: 10. Februar, 2016 in Gesundheit | Ratgeber Tipps & Trends
 
 

Vorsicht vor Wechselwirkungen von Medikamenten

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Eigentlich sollen Medikamente uns gesund machen. Doch neben mehr oder weniger häufig auftretenden Nebenwirkungen drohen auch Wechselwirkungen untereinander oder mit bestimmten Lebensmitteln. Gerade bei der Einnahme mehrerer Präparate sollte man sich durch die wohlbekannte Zweifaltigkeit von Arzt und Apotheker umfassend zu möglichen Wechselwirkungen beraten lassen.

 

Medikamente, Fotoquelle: 123RF

Wenn Inhaltsstoffe verschiedener Arzneimittel miteinander reagieren, spricht man von einer Wechselwirkung. Solche Wechselwirkungen können den spezifischen Effekt eines Präparats verstärken, abschwächen oder sogar völlig verändern. Selbst bei der gleichzeitigen Einnahme einer Arznei und eines bestimmten Nahrungs- oder Nahrungsergänzungsmittels kann es zu solchen Wechselwirkungen kommen.

Wasser mit Mineralstoffen kann die Wirkung von Osteoporose-Medikamenten beeinträchtigen

Auch der Umstand, dass man Medikamente gemeinhin mit einem Glas Wasser zu sich nimmt, kann schon unerwünschte Auswirkungen haben. So kann beispielsweise mit Mineralstoffen angereichertes Wasser bereits die Wirkung von Osteoporose-Medikamenten beeinträchtigen. Daher sollte man bei der Einnahme lieber auf Leitungs- oder stilles Wasser ohne Zusätze zurückgreifen. Auch Milch oder Fruchtsäfte sind nicht ideal. Denn Milch und Milchprodukte enthalten Kalzium- und Magnesiumsalze, die in Verbindung mit bestimmten Antibiotika, Eisenpräparaten, Osteoporose-Medikamenten und Schilddrüsenhormonen vom Körper gar nicht oder nur schwer aufgenommen werden. Fruchtsäfte eignen sich schon allein aufgrund der im Obst enthaltenen Säure nicht wirklich zur gleichzeitigen Einnahme mit Medikamenten. Insbesondere Grapefruitsaft behindert die Wirkung von blutdrucksenkenden Mitteln, Schlafmitteln und Antihistaminika. Alkohol verbietet sich selbstverständlich ebenfalls als geeignete Flüssigkeit zur Medikamenteneinnahme.

Auch einige Gemüsesorten enthalten Inhaltsstoffe, die unvorhergesehene Probleme verursachen können. Zu nennen sind hier Kopf- und Feldsalat, Spinat, Blumenkohl, Rosenkohl und Brokkoli. All diese Gemüsesorten enthalten Vitamin K, das maßgeblich an der Blutgerinnung beteiligt ist. Daher kann es beim Verzehr und gleichzeitiger Einnahme von Blutgerinnungsmitteln wie Marcumar zu einer Abschwächung der Wirkung kommen. Auch zu viele der in Obst und Gemüse reichlich vorhandenen Ballaststoffe können unter Umständen schädlich sein. Denn in Verbindung mit schmerzstillenden Medikamenten kann die Wirkung ebenfalls schwächer als geplant ausfallen, da die Ballaststoffe einen Teil der Schmerzmittel binden und die Aufnahme im Dünndarm behindern.

Medikamente nicht eigenmächtig absetzen, Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Gefahr von Wechselwirkungen mit der Anzahl der gleichzeitig eingenommenen Präparate steigt. Trotzdem ist es wichtig, eine medikamentöse Therapie nicht eigenmächtig abzusetzen. Fragen Sie lieber um Rat. In komplizierten Fällen kann ein Arzt oder Apotheker auch in den entsprechenden Datenbanken recherchieren und Änderungen in der Medikation vornehmen.

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