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Geschrieben: 20. August, 2013 in Blasenkrebs | Krebsvorsorge
 
 

Vorsorge – wichtigstes Mittel gegen Blasenkrebs und dessen rechtzeitige Erkennung


Das Blasenkarzinom stellt die fünfthäufigste bösartige Tumorerkrankung des Menschen dar. Die Zahl der Blasenkrebs-Diagnosen bei Frauen von 1980 bis 2004 hat sich mehr als verdoppelt. Mittlerweile erkranken mehr Frauen an Blasen- als an Gebärmutterhalskrebs. Europaweit erkranken jährlich ca. 180.000 Menschen neu an Blasenkrebs.

Jedes Jahr wird bei etwa 29.9001 Menschen in Deutschland ein bösartiger Harnblasentumor diagnostiziert. Diese Diagnose kann eine drastische Minderung der Lebensqualität für den Patienten bedeuten. Beim Mann ist der Blasenkrebs der zweithäufigste urologische Tumor. Die Anzahl der Blasenkrebs-Neuerkrankungen bei Frauen stieg in den letzten Jahren kontinuierlich an: Inzwischen übersteigt sie die Anzahl der Gebärmutterhalstumor-Neuerkrankungen (1.921 und 1.596) in Deutschland.

Besonders gefährlich macht den Blasenkrebs, dass er in einem relativ späten Stadium zu klinischen Symptomen wie Schmerzen oder Problemen beim Wasserlassen führt. Blutbeimengungen im Urin sind das wichtigste Symptom für Blasenkrebs. Außerdem können Schmerzen beim Wasserlassen und häufiger Harndrang auf einen Tumor deuten. Diese Symptome sind auch bei einer Blasenentzündung, von der Frauen häufig betroffen sind, typisch. So besteht die Gefahr, dass die Beschwerden zunächst falsch beurteilt und falsch behandelt werden und wertvolle Zeit vergeht, bis der Tumor bekämpft wird.

Risikogruppen!

Der häufige Kontakt mit bestimmten Chemikalien ist der am längsten bekannte Risikofaktor für Blasenkrebs. Mitarbeiter der Chemie-, Stahl- und Lederindustrie, Automechaniker, sowie Zahntechniker und Friseure gehören zu den Risikogruppen, weshalb hier Blasenkrebs auch als Berufskrankheit anerkannt ist.

Das leidige Thema Rauchen

Des Weiteren ist Rauchen ein besonders wichtiger Risikofaktor für Blasenkrebs. Es besteht hierbei ein direkter Zusammenhang zwischen der Anzahl der konsumierten Tabakprodukte und dem Risiko, an einem Harnblasenkarzinom zu erkranken. Nicht zuletzt tritt Blasenkrebs auch gehäuft bei Menschen auf, die unter chronischen Harnblasenentzündungen leiden.

Welche Untersuchungen gibt es?

Im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung stehen für die frühzeitige Selektion von Patienten mit möglichem Blasenkarzinom einfach durchzuführende, sensitive Urintests zur Verfügung. Eine möglichst frühe Diagnose der Erkrankung und eine entsprechende Therapie tragen entscheidend zur Überlebensrate des Patienten bei. Sollten Sie sich bei einer der vorgenannten Risikogruppen „wiederfinden“ ist es ratsam,  einen schnellen, einfachen und nicht-invasiven Test durchführen zu lassen, der zusammen mit herkömmlichen Diagnoseverfahren die Erkennung und Überwachung von Blasenkrebs unterstützt. Dies ist vor allem für all jene eine Option, die eine Blasenspiegelung ablehnen.

Quelle: Alere.de – Testverfahren NMP22

1 Quelle: Krebsregister Robert-Koch-Institut 2010 – Projektion, basierend auf den Inzidenzraten von 2006

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