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Geschrieben: 29. Juli, 2013 in Depressionen | Sexualorgane | Stoffwechsel
 
 

Die Wechseljahre sind keine Krankheit

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Hormone haben einen großen Einfluss auf unseren Körper. Sie bestimmen die Psyche, regulieren das Immunsystem, setzen Energie frei und beeinflussen den weiblichen Zyklus sowie den Alterungsprozess. Für Frauen in der Lebensmitte spielen sie eine besonders wichtige Rolle.


Was sind die Wechseljahre?

Die Wechseljahre sind diejenigen Jahre, die kurz vor oder nach der letzten monatlichen Regelblutung (Menopause) liegen. In dieser Zeit kommt es zu der letzten, von den Eierstöcken gesteuerten monatlichen Blutung. Die immer geringer werdende Produktion von Östrogenen führt zu den für das Klimakterium typischen Beschwerden und Veränderungen, körperlicher wie seelischer Art.

Die Symptome, die nicht bei allen Frauen gleichermaßen auftreten, können wie folgt sein:

  • trockene Haut
  • empfindliche Schleimhäute
  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche
  • Herzrasen
  • Lipidomangel
  • Probleme beim Geschlechtsverkehr
  • Schlaflosigkeit
  • Blasenschwäche
  • Müdigkeit
  • Verminderte Leistungskraft
  • Nervosität, Reizbarkeit
  • Depressionen, seelische Stimmungsschwankungen
  • Kopfschmerzen
  • Antriebsarmut
  • Gewichtszunahme
  • Haarausfall
  • Stärkere Gesichtsbehaarung

Die Anfälligkeit für Herz-Kreislauferkrankungen steigt an, da Östrogen als natürlicher Herzschutz wegfällt. Auch steigt das Risiko für Osteoporose, da die Knochendichte nachlässt.

Aufbruch in eine neue Lebensphase
Leider ist in unserer Gesellschaft das Älterwerden – besonders für Frauen – ein Makel. Dies wird noch verstärkt dadurch, dass die typischen Wechseljahrbeschwerden die Leistungsfähigkeit, Vitalität und Stimmung verändern. Frauen fällt es daher schwer, dieser neuen Lebensphase positive Seiten abzugewinnen. Sie können jedoch selbst etwas tun und umdenken:

  • Treiben Sie Sport. Körperliche Bewegung ist nicht nur ein Schutzfaktor für die Knochen und beugt somit Osteoporose vor. Er stärkt außerdem das Immunsystem, und hilft Stress abzubauen. Sport setzt auch Glückshormone frei.
  • Achten Sie auf Zeiten der Entspannung. Hilfreich sind Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Meditation oder asiatische Übungen wie Qi Gong.
  • Eine gesunde vollwertige Ernährung mit ausreichend Gemüse, Obst ist wichtig und versorgt den Organismus mit viel Vitaminen. Um der Osteoporose vorzubeugen, sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Kalzium und Vitamin D geachtet werden.

Behandlung von Wechseljahrebeschwerden

Da die meisten Beschwerden durch einen Mangel an Östrogen verursacht werden, liegt es auf der Hand, diese zu verordnen. In der Regel werden Hormonpräparate, Östrogene, die durch Gelbkörperhormone (Gestagene) ergänzt werden, verabreicht. Die Hormonersatztherapie ist aber nicht immer ohne Risiko, denn es wurde z. B. diskutiert, ob Östrogene die Entstehung von Tumoren begünstigen würden.

Immer häufiger werden daher als Alternative pflanzliche Präparate, so genannte Phytoöstrogene, empfohlen. Das sind Pflanzen, die hormonähnliche Inhaltsstoffe enthalten und im Körper ähnlich wie Östrogene wirken. Isoflavone sind heute die am besten untersuchten Phytoöstrogene. Sie kommen in Soja, Getreide, Bohnen, Gemüse und dem Rotklee vor. Wie Untersuchungen ergeben haben, wirkt Rotklee-Extrakt ähnlich wie Östrogene auch an Knochen und Blutgefäßen. Zusätzlich steigern sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe die Vitalität, Energie und fördern die Durchblutung des Gehirns und erhöhen damit die Konzentrationsfähigkeit.

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