
Wege aus der Nikotinsucht
Wertvolle Tipps für ein rauchfreies Leben
„Das Rauchen aufzugeben zählt zu den einfachsten Dingen überhaupt – ich muss es wissen, ich habe es tausendmal getan“, sagte einst der bekannte Schriftsteller Mark Twain. Was sich lustig anhört, ist in Wirklichkeit eine traurige Wahrheit: Den meisten Rauchern gelingt es nicht aus eigener Kraft, das Rauchen einzuschränken oder gar dauerhaft aufzugeben. Denn Rauchen ist weder Laster noch Leidenschaft, sondern eine Sucht. Und Süchtige benötigen professionelle Hilfe, um ihr Verhalten nachhaltig zu ändern.
Wie zu Mark Twains Zeiten gibt es auch heute noch keine ausreichende, flächendeckende und differenzierte Beratung, Betreuung und Behandlung von Nikotinsüchtigen. Stattdessen stehen lediglich mehr oder weniger hilfreiche Maßnahmen zur Verfügung, wie Nikotin-Pflaster, Nikotin-Kaugummis und das nicht unumstrittene Medikament Bupropion. Manche Krankenkassen und Hausärzte bieten darüber hinaus Nikotin-Entwöhnungskurse und Akupunktur an. Viele Suchthilfe-Einrichtungen vernachlässigen die Nikotinabhängigkeit: Es gibt spezielle Entwöhnungsangebote für Konsumenten illegaler Drogen, und zahlreiche Gruppen und Einrichtungen kümmern sich um Alkoholabhängige. Doch für Nikotinabhängige gibt es keine vergleichbaren Angebote. Meistens werden nur Begleit- und Folgeerkrankungen diagnostiziert und medizinisch behandelt, ohne die zugrunde liegende Tabakabhängigkeit einer entsprechenden Suchtbehandlung zuzuführen. Selbsthilfe-Aktivitäten beschränken sich zumeist auf das private Umfeld.
Dennoch gibt es keinen Grund zur Resignation: Die Deutsche Krebshilfe bietet mit ihrem Ratgeber „Aufatmen – Erfolgreich zum Nichtraucher“ ein Ausstiegsprogramm an, das jeder Raucher seinen persönlichen Verhältnissen anpassen kann. Dazu gehört die bewusste praktische und psychologische Vorbereitung auf den Rauchstopp ebenso wie das Trainieren des Durchhaltevermögens und die Annahme einer neuen Nichtraucher-Identität. Darüber hinaus finden sich im Ratgeber Informationen für den Partner, Buchempfehlungen, eine Übersicht über Nikotin-Ersatzpräparate sowie eine Aufstellung und Bewertung verschiedener Methoden zur Tabakentwöhnung.
Seit 2003 haben krebskranke Raucher in Deutschland darüber hinaus die Möglichkeit, auf ein speziell für sie entwickeltes Angebot zur Tabakentwöhnung zurückzugreifen: Die Nichtraucher-Hotline für Krebs-Patienten und ihre Angehörigen. Hier gibt es Hilfe und Unterstützung von erfahrenen Experten. Das Angebot umfasst intensive Gespräche sowie, wenn gewünscht, Rückrufe in regelmäßigen Abständen, um vor dem Rückfall in die Sucht zu schützen. Diese Hotline ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Krebshilfe und des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg (DKFZ). Telefon: 0 62 21 / 42 42 24, montags bis freitags 14 – 18 Uhr.
Den Ratgeber „Aufatmen – Erfolgreich zum Nichtraucher“ und viele andere Informationen gibt es kostenfrei bei: Deutsche Krebshilfe, Postfach 14 67, 53004 Bonn, Fax: 0228/ 72 99 0-11, E-Mail: deutsche@krebshilfe.de und im Internet unter www.krebshilfe.de.
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