Geschrieben: 24. September, 2021 in Sport & Bewegung
 
 

Im Alter beweglich und mobil bleiben



Nicht nur Senioren kennen das Problem, bereits in einem vergleichsweise jungen Alter fängt der Körper an, unbeweglicher zu werden, wenn er nicht entsprechend gefördert wird. Im Alter machen sich diese Erscheinungen meistens erst richtig bemerkbar, weshalb spätestens hier gegen sie vorgegangen werden sollte. Alltägliche Bewegungsabläufe wie das Einsteigen in die Badewanne oder das Bücken sollten immer ohne viel Aufwand möglich sein.

Die Gefahren einer geringen Beweglichkeit

Die hauptsächliche Gefahr einer geringen Mobilität besteht darin, dass ältere Menschen häufiger stürzen. Nimmt die Beinmuskulatur ab und der Gleichgewichtssinn lässt nach, so fällt es immer schwerer, einen bevorstehenden Sturz abzufangen. Hinzu kommt, dass bei älteren Menschen der Sturz fatalere Folgen mit sich bringt, als es bei jüngeren Personen der Fall ist. Dabei soll die enorme Bedeutung von sportlicher Aktivität auf das Herz-Kreislauf-System und damit auf eine erhöhte Lebenserwartung zu einem anderen Zeitpunkt behandelt werden.

Bewegung ist das A und O

Damit eine gewisse Mobilität des Körpers vorhanden bleibt, muss körperliche Aktivität immerzu im Alltag zu finden sein. Solange längere Zeitperiode mit viel Bewegung gegeben sind, ist es gar nicht so wichtig, welche Aktivitäten genau durchgeführt werden. Für die Beine besteht so die einfachste Möglichkeit im Spazierengehen: Wer 20 Minuten am Tag flott läuft, verhindert den Muskelabbau in den Beinen und bleibt dadurch im Alter stabil und robust auf beiden Beinen stehen.

Dem Oberkörper ist damit nicht sonderbar geholfen, was die Beweglichkeit angeht, weshalb hier andere Aktivitäten zusätzlich ausgeübt werden sollten. Empfohlen werden hierfür häufig Dehnübungen und Sportarten, die diese beinhalten, wie z.B. das Yoga. Im höheren Alter fördern die Übungen nicht nur die Beweglichkeit der Gelenke und der Muskeln, darüber hinaus werden die Muskeln gestärkt. Das Bindegewebe des eigenen Körpers wird zusätzlich gefestigt, wodurch das Erscheinungsbild jünger ausfällt, indem sich bspw. die Haut strafft.

Schwimmen schont die Gelenke

Wer den gesamten Körper schnell und effizient trainieren möchte, sollte den Gang zum örtlichen Schwimmbad wagen. Der gesamte Körper wird bei Schwimmübungen eingesetzt, wodurch folglich (fast) jeder einzelne Muskel trainiert wird. Darüber hinaus werden die Gelenke kaum belastet, da sich der Körper im Wasser quasi in der Schwerelosigkeit befindet, wodurch das Körpergewicht von den Gelenken genommen wird.

Falls das flache Schwimmen im Wasser, also Schwimmarten wie das Brust- oder Kraulschwimmen, nicht mehr funktionieren sollten, kann man zu anderen Bewegungsformen im Wasser greifen. Beispielsweise binden sich viele Senioren kleine Luftpolster um die Hand- und Fußgelenke. Im Wasser wird nun eine Jogg-Bewegung imitiert, durch die Luftpolster bleibt der Kopf durchgehend über der Wasseroberfläche. Extrem schonend für die Gelenke wird nun die Laufmuskulatur trainiert. Im Rahmen dieses Artikels können die Übungen nicht sonderbar ausführlich beschrieben werden, weshalb man sich auf jeden Fall mit einem Experten zusammensetzen sollte. Zahlreiche Hallenbäder bieten sogar vor Ort Kurse und Gruppentrainings an.

Training auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten: Physiotherapie

Wer die Zeit und die Lust hat, kann sich einen individuellen Fachmann suchen, der dann die eigene Physiotherapie betreut. In diesem Rahmen wird zuerst analysiert, welche Schwachstellen gegeben sind und welche Aktivitäten im Alltag erleichtert werden sollen. Ist diese Analyse getätigt, kann der Physiotherapeut gezielt auf Methoden und Übungen zurückgreifen, die die eigenen Schwachstellen verbessern. Der Physiotherapeut übernimmt dabei die ganze strategische Arbeit. Übungen finden, die korrekten Bewegungsabläufe studieren, die richtige Zusammensetzung eines Workouts herstellen: Das alles kann man sich selber ersparen. Der Physiotherapeut übernimmt die gesamte Planung, lediglich das Überwinden des inneren Schweinehundes und die Ausführung bleibt damit übrig.