Geschrieben: 30. Juli, 2021 in Krankheiten von A-Z | Ratgeber Tipps & Trends
 
 

Reisekrankheit – Reiseübelkeit adieu: Wie die beste Prävention aussieht



Foto: envato, koldunov “Junge Frau leidet unter Seekrankheit während des Urlaubs auf dem Boot”

Alljährlich erfasst die Reisekrankheit tausende von Menschen, die sich in den Urlaub begeben wollen. Nach Stunden auf der Autobahn tritt auf einmal eine tiefliegende Übelkeit auf, die bis für das Ende der Fahrt nicht mehr abzuklingen scheint. Im Flugzeug oder auf dem Boot kann aus dem Nichts diese Übelkeit auftreten, wodurch schnell ein Urlaubstrip zum Horrorausflug wird.

Wodurch entsteht die Reisekrankheit?

Aufschluss über die Art der Reisekrankheit gibt ihr englischer Name der Motion Sickness. Das Problem entsteht dadurch, dass der Körper eine Bewegung erlebt, wäre das Gehirn keine Bewegung sieht. Folglich herrscht ein Unterschied dazwischen, was der Körper erlebt und was das Gehirn sieht. Das wiederum bereitet unserem Organismus massiv Probleme.

Dasselbe Phänomene tritt bspw. auf, wenn man über einen längeren Zeitraum mit einer VR-Brille Videospiele spielt. Dann nimmt erneut das Auge eine Bewegung wahr, während unser Körper jedoch den Stillstand registriert.

An der Ursache der Reiseübelkeit die Prävention zu betreiben, erscheint aufgrund dieser Tatsache als sehr problematisch. Es empfiehlt sich also, alle Randbedingungen derart anzupassen, dass eine Motion Sickness kaum auftreten kann.

Die richtige Prävention betreiben

Um der Reisekrankheit vorzubeugen, sollte sich der Organismus in einem top Zustand befinden, bevor er auf die Reise geht. Hierzu gehört, dass man sich ordentlich ausgeschlafen hat und dementsprechend nicht müde ist. Eine leichte Kost hilft ebenfalls dabei, dass der Magen kaum belastet wird und dementsprechend weniger Anreize hat, die Übelkeit auszubilden. Indem die Flüssigkeitszufuhr möglichst hoch ist, wird gefördert, dass der Körper einfach einwandfrei läuft und die Übelkeit folglich nicht durchlässt.

Egal ob im Zug, Bus, Schiff oder Flugzeug: Der richtige Sitzplatz macht sehr viel aus. So sollte ein Reisekranker immer in Fahrtrichtung sitzen, damit man in dieselbe Richtung blickt wie der Fahrer. Indem der Sitzplatz möglichst vorne liegt, bestenfalls mit Blick aus der Frontscheibe, kann man der Reisekrankheit häufig vorbeugen. Im Flugzeug oder auf dem Schiff liegt der beste Platz eher in der Mitte, da hier unter anderem am wenigsten Schwankungen auftreten.

Während der Fahrt ist es komplett verboten, ein Buch zu lesen, auf das Handy zu blicken oder irgendwie sonst die Augen zu fixieren. Das Gehirn muss sich ganz einfach auf die Umwelt fokussieren, um irgendwie verstehen können, weshalb unterschiedliche Bewegungen erlebt und gesehen werden. Richtet sich nun der Blick andauernd auf ein Buch oder auf einen Bildschirm, so hat das Gehirn nicht die Möglichkeit, seine Umwelt nachzuvollziehen, worauf es meistens mit der Reiseübelkeit reagiert.

Leicht umgangen ist die Problematik darüber hinaus, wenn ein Nickerchen die lange Fahrzeit unterbricht. Indem ganz einfach die Augen geschlossen sind, kann kein Widerspruch mehr zwischen erlebter und gesehener Bewegung existieren, weshalb in diesem Fall die Übelkeit meistens zurückgeht.

Ein sehr praktisches Hilfsmittel ist für viele Betroffene der Reisekrankheit zusätzlich die Tablette. Hier kann sehr präzise dort angesetzt werden, wo die entsprechenden Reize zur Übelkeit im Gehirn entstehen und weitergeleitet werden. Indem man also auf die richtigen Medikamente zurückgreift, sind derartige Probleme schnell umgangen. Besser ist es natürlich, eine Prävention ohne medikamentöse Behandlung zu finden, da die Einnahme von Medikamenten auf Dauer nicht empfehlenswert ist.

Abschließende Gedanken

Die Reisekrankheit belästigt jedes Jahr zahlreiche Urlauber, die sich einfach nur Sonne, Strand und Wonne gönnen wollen. Dementsprechend sollte jeder für sich selbst eine Methodik entwickeln, wie die Reisekrankheit nicht mehr entsteht. Durch die hier genannten Wege sollten dafür genug Methoden gegeben sein.