Geschrieben: 16. Juli, 2021 in Nahrungsergänzung
 
 

Was es mit den Omega-Fettsäuren auf sich hat



Immer mehr Erwachsene supplementieren mit Omega-3-Fettsäuren. Da kommt schnell die Frage auf, was genau es mit diesen Fettsäuren auf sich hat und weshalb man daraufsetzen sollte, möglichst viele dieser in die alltägliche Ernährung mit einzubinden.

Wieso Omega-3-Fettsäuren wichtig sind

Im menschlichen Stoffwechsel erfüllen die Omega-3-Fettsäuren eine überaus wichtige Bedeutung. Zum einen werden sie zum Aufbau der Zellmembran benötigt, sie machen einen Großteil der Hülle unserer Zellen aus. Für Gewebshormone und ihre Produktion sind Omega-3-Fettsäuren darüber hinaus unerlässlich. Hat man zudem ein gesundes Maß dieser Fettsäuren gegeben, so kann das die Immunabwehr verstärken und Entzündungsvorgänge beim Heilen verhelfen.

Wichtig ist dabei, dass man nicht zu viele Omega-6-Fettsäuren im Vergleich zu Omega-3-Fettsäuren aufnehmen sollte. Omega-6-Fettsäuren findet man herkömmlich in Sonnenblumenöl, Distelöl und ähnlichen Ölen. Wichtig ist die Balance dieser beiden Fettsäuren, weil nur ein Enzym für die Verarbeitung beider verantwortlich ist. Nimmt man nun zu viele Omega-6-Fettsäuren auf, so werden all diese Enzyme verbraucht und die Omega-3-Fettsäuren werden nicht weiterverarbeitet. Dabei sollte man in der Ernährung ein Verhältnis von 3 : 1 von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren haben, bei den meisten findet man ein Verhältnis von 20 : 1 bis 10 : 1 vor.

Bei Omega-3 hört es noch nicht auf

Bei den Omega-3-Fettsäuren handelt es sich um die sogenannten mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Für die Menschen wichtig sind drei Varianten dieser, die sich die Alpha-Linolensäure, Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure nennen. Die erste Fettsäure findet man in zahlreichen pflanzlichen Ölen, so in Leinenölen, Hanföl, in Walnussölen oder im Rapsöl. Für die beiden anderen Fettsäuren sollte man auf Kaltwasser-Meeresfische zurückgreifen, hier sind das Krill, Mikroalgen und der Lachs besonders berühmt.

Hantiert man mit Ölen, die viel Omega-3-Fettsäuren enthalten, sollte man besonders vorsichtig mit diesen umgehen. Diese Öle sind sehr lichtempfindlich und werden leicht ranzig. Dementsprechend hat man die höchste Qualität gegeben, wenn die Öle biologisch angebaut, kaltgepresst und unter Ausschluss von Licht und Sauerstoff gepresst wurden.

Die Omega-3-Supplements auf dem Prüfstand

Besonders im höheren Alter setzen sehr viele Menschen darauf, sich kurzerhand Pillen einzuwerfen, die mit den guten Omega-3-Fettsäuren versetzt sind. Kriegt man hier verschreibungspflichtige Nahrungsergänzungsmittel, so hat man prinzipiell immer eine ordentliche Wahl zur Hand gegeben. Bei freiverkäuflichen Produkten muss jedoch nicht ausgewiesen werden, welche der drei genannten Omega-Fettsäuren tatsächlich gegeben sind, weshalb man daraufsetzen sollte, lediglich die drei hochwertigen genannten Varianten abzubekommen.

Das Potenzial zu einem Trend zu werden haben darüber hinaus die Algenöle. Hierunter versteht man zum einen Speiseöle, die lediglich mit zusätzlichen einzelnen Fettsäuren aus Algenölen versetzt wurden. An dieser Stelle angesprochen werden sollen jedoch reine Algenöle, die aus Mikroalgen gewonnen werden. Dieser Ansatz zur Ölgewinnung ist vergleichsweise nachhaltig und insbesondere eine der wenigen veganen Alternativen, wenn man an hochwertige Omega-3-Fettsäuren herankommen möchte.

Im Zweifelsfall den Konsum mit dem Arzt abklären

Wer nun mehr Omega-3-Fettsäuren einnehmen möchte, kann zum einen probieren, einfach mehr Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren zu konsumieren, darunter besonders die bereits genannten Fische und pflanzlichen Öle. Falls man Supplements einnehmen möchte und man sich nicht ganz sicher ist, auf welches Produkte man setzen sollte, so kann man das kurzerhand mit dem Arzt abklären. Bestenfalls bekommt man dann sehr hochwertige Supplements verschrieben.