Herz im Winter schützen: Tipps bei Kälte & Sauna
Sinken in der kalten Jahreszeit die Temperaturen, ist das Herz im Winter besonders gefordert. Die Kälte beeinflusst nämlich den Blutkreislauf. Warum das so ist, wer besonders gefährdet ist und wie man sich am besten schützt, erfahren Sie im folgenden Artikel.
Wie die Kälte das Herz im Winter belastet
Kalte Tage versetzen das Herz-Kreislauf-System in Stress. Der Grund dafür ist rasch erklärt: Bei eisigen Temperaturen ist unser Körper darauf ausgelegt, die Wärme in den inneren Organen aufrechtzuerhalten. Damit das gelingt, ziehen sich die Blutgefäße in den äußeren Körperregionen zusammen. Um das Blut durch die verengten Gefäße zu pumpen, muss das Herz mehr Kraft aufwenden. Deshalb steigen die Herzfrequenz und der Blutdruck an.
Herz im Winter: Bestehende Herzerkrankungen als Risikofaktor
Für Menschen mit einer Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen oder einer koronaren Herzkrankheit ist bei Kälte daher besondere Vorsicht geboten. Auch Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte oder Diabetes stellen Risikofaktoren dar. Bei solchen Vorerkrankungen ist das Risiko für Herzrhythmusstörungen oder Herzinfarkte nachweislich erhöht. Vor allem in Kombination mit körperlicher Anstrengung und Stress ist Kälte nicht zu unterschätzen. Des Weiteren gelten auch ältere Menschen als Risikogruppe, da die Wärme- und Temperaturregulation mit zunehmendem Alter nicht mehr so gut funktioniert. Wer sein Herz im Winter schonen möchte, sollte diese Zusammenhänge kennen.
So schützen Sie das Herz im Winter
Mit einfachen Verhaltensmaßnahmen schützen Sie Ihr Herz bei Kälte und minimieren so das Risiko für Komplikationen. Die folgenden fünf Tipps helfen Ihnen, das Herz im Winter zu entlasten.
1: Halten Sie sich warm
Sich warm anzuziehen, hilft dabei, der Kälte zu trotzen. Hier hat sich das Zwiebelschichtsystem bewährt, also mehrere Schichten Kleidung übereinander. Hände, Füße und Kopf sollten stets warmgehalten werden. Achten Sie deshalb auf gute Winterschuhe, Mütze und Handschuhe. So bleibt das Herz im Winter weniger belastet.
2: Gehen Sie es ruhig an
Stress belastet das Herz-Kreislauf-System zusätzlich. Bei Kälte sollten Sie es also möglichst ruhig angehen lassen. Überstürzen Sie nichts, nehmen Sie sich ausreichend Zeit für sich selbst und sagen Sie Termine oder Verabredungen ruhig einmal ab, wenn es zu viel wird. Denn Ruhe tut dem Herzen im Winter besonders gut.
3: Vermeiden Sie körperlich anstrengende Tätigkeiten
Sich körperlich zu verausgaben, ist bei Kälte keine kluge Idee. Vermeiden Sie daher schweißtreibenden Sport im Freien und geben Sie schwere Arbeiten wie Schneeschaufeln ab. Moderate Bewegung wie etwa kurze Spaziergänge ist hingegen kein Problem und für das Herz im Winter sogar förderlich.
4: Trinken Sie ausreichend
Im Winter wird die Flüssigkeitsaufnahme leicht vernachlässigt, weil das Durstgefühl abgeschwächt ist. Eine ausreichende Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern pro Tag ist allerdings notwendig, um den Kreislauf zu unterstützen. Greifen Sie deshalb regelmäßig zu Wasser oder Tee. So bleibt das Herz im Winter gut versorgt.
5: Behalten Sie Ihren Blutdruck im Blick
Messen Sie Ihren Blutdruck regelmäßig. So fallen zu hohe Werte rasch auf und können zeitnah ärztlich abgeklärt werden. Das ist gerade für das Herz im Winter wichtig.
Das Herz im Winter in der Sauna: Tipps für Herzpatienten
Regelmäßiges Saunieren hat viele Vorteile. Es stärkt das Herz-Kreislauf-System, wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus, verbessert das Hautbild und fördert die Entspannung. Bei nicht akuten Herzerkrankungen müssen Sie auf den regelmäßigen Saunagang nicht verzichten, vorausgesetzt, die behandelnde Kardiologin oder der behandelnde Kardiologe gibt grünes Licht.
Zudem sorgen folgende Tipps für Sicherheit in der Sauna:
- Wählen Sie moderate Temperaturen bis maximal 65 °C. Die Bio-Sauna oder ein Sanarium eignen sich besonders gut.
- Bevorzugen Sie die unteren Bänke, denn dort sind Sie der Hitze weniger stark ausgesetzt. Eine aufrechte Sitzposition schont den Kreislauf.
- Der Saunagang sollte nicht länger als 10 bis 15 Minuten dauern. Wer noch keine Erfahrung hat, beginnt am besten mit wenigen Minuten und steigert die Dauer mit der Zeit. Stehen Sie außerdem unbedingt langsam auf, wenn Sie die Sauna wieder verlassen.
- Von kalten Duschen oder dem Sprung ins Tauchbecken ist dringend abzuraten. Umhergehen an der frischen Luft, lauwarmes Abduschen oder vorsichtige Kneipp-Güsse sind herzschonender.
- Verzichten Sie vor und nach dem Saunieren auf den Genuss von Alkohol.
- Hören Sie auf Ihren Körper. Sobald Sie sich auch nur minimal unwohl fühlen, beenden Sie den Saunagang.




