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Broken-Heart-Syndrom – wenn seelischer Stress das Herz aus dem Takt bringt

Broken-Heart-Syndrom – wenn seelischer Stress das Herz aus dem Takt bringt

Zwar kann ein Herz nicht im wörtlichen Sinn brechen, emotionale Ausnahmesituationen können aber zu einer Funktionsstörung führen. Die Symptome ähneln jenen eines Herzinfarkts. Fachleute sprechen von einem Broken-Heart-Syndrom. Ein solches stellt einen Notfall dar.

Was versteht man unter dem Broken-Heart-Syndrom?

Beim Broken-Heart-Syndrom – auch als Stress-Kardiomyopathie bezeichnet – handelt es sich um eine plötzlich auftretende Funktionsstörung des Herzmuskels, vor allem der linken Herzkammer. Auslöser ist in der Regel unverhältnismäßiger seelischer und/oder körperlicher Stress. Die Symptome erinnern stark an jene eines Herzinfarkts. So treten etwa Brustschmerzen, Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Ohnmacht oder auch Herzrhythmusstörungen auf. Frauen nach den Wechseljahren sind vergleichsweise häufig betroffen. Vermutlich hängt das damit zusammen, dass das herzstärkende Hormon Östrogen fehlt. Obwohl das Broken-Heart-Syndrom in der Regel eine gute Prognose hat, gilt es stets als medizinischer Notfall.

Schicksalsschläge mit Folgen

Das Broken-Heart-Syndrom geht häufig mit emotionalen und/oder körperlichen Ausnahmesituationen einher. Man vermutet, dass die hohe Konzentration an Stresshormonen wie Adrenalin und Noradrenalin die Erkrankung begünstigt.

Typische Auslöser des Broken-Heart-Syndroms:

  • Erkrankung oder Verlust einer nahestehenden Person
  • Traumatische Ereignisse
  • Bestürzende Nachrichten
  • Trennung und Scheidung
  • Unfälle und Verletzungen
  • Schwere Erkrankung
  • Starke Schmerzen
  • Angst- und Panikzustände

In selteneren Fällen können auch positiv besetzte Ereignisse – etwa ein lang ersehntes Wiedersehen oder ein Lottogewinn – das Broken-Heart-Syndrom auslösen.

Broken-Heart-Syndrom oder Herzinfarkt?

Die Anzeichen eines Herzinfarkts ähneln in großem Maße denen des Broken-Heart-Syndroms. Daher wird grundsätzlich von einem Notfall ausgegangen und entsprechend gehandelt. Erst anhand weiterführender Untersuchungen (Bluttests, Herzkatheteruntersuchung, Ultraschall, EKG) kann eine Diagnose gestellt werden. Im Unterschied zum Herzinfarkt zeigen sich beim Broken-Heart-Syndrom keine verstopften Herzkranzgefäße. Das EKG und die Blutwerte können aber durchaus, ähnlich wie bei einem Herzinfarkt, verändert sein. Beim Broken-Heart-Syndrom weist die Form der linken Herzkammer eine Auffälligkeit auf. Sie ist an der Spitze ballonartig erweitert. Weil dies an einen japanischen Tonkrug namens Tako-Tsubo erinnert, der als Tintenfischfalle eingesetzt wird, kennt man das Broken-Heart-Syndrom auch als Tako-Tsubo-Syndrom.

Wie wird das Broken-Heart-Syndrom behandelt?

Das Broken-Heart-Syndrom hat in der Regel eine günstige Prognose. Die meisten Betroffenen erholen sich innerhalb der nächsten Tage und Wochen wieder und erreichen eine normale Herzfunktion. Dennoch muss die Erkrankung als Notfall eingestuft werden, da das Risiko für Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche oder gar für einen kardiogenen Schock gerade anfangs erhöht ist. Patientinnen und Patienten werden deshalb in der Regel im Krankenhaus überwacht. Sofern es notwendig ist, kann auch medikamentös eingegriffen werden, beispielsweise mit Betablockern oder ACE-Hemmern.

Die besten Heilpflanzen für ein starkes Herz

Mit so manchem aus der Natur kann man dem Herzen etwas Gutes tun. Die besten Heilpflanzen für die Herzgesundheit verraten wir Ihnen in den folgenden Abschnitten. Klären Sie die Anwendung vorab zur Sicherheit stets ärztlich ab, um Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit Medikamenten gegebenenfalls auszuschließen.

1: Knoblauch

Dem aromatischen Lauchgewächs werden herzstärkende Eigenschaften nachgesagt. So soll Knoblauch leicht blutdrucksenkend wirken und die Gefäße elastisch halten. Darüber hinaus kann er die Cholesterinwerte stabilisieren. Nach dem Zerkleinern sollte man am besten etwa zehn Minuten warten, damit der sekundäre Pflanzenstoff Allicin wirksam wird. Knoblauch wird roh oder leicht gegart genossen. Alternativ kann man auch zu Knoblauchpräparaten aus der Apotheke greifen.

2: Weißdorn

Studien deuten darauf hin, dass sich Weißdornpräparate nicht nur positiv auf die Durchblutung des Herzens auswirken, sondern ebenso die Belastbarkeit bei leichter Herzschwäche erhöhen können. Außerdem werden dem Rosengewächs antioxidative Eigenschaften zugeschrieben. Tees aus Weißdorn mögen auch herzstärkend wirken, die Effekte sind aber weniger gut untersucht.

3: Hibiskus

Hibiskus als Tee oder Präparat aus der Apotheke zählt ebenfalls zu den herzstärkenden Heilpflanzen. So kann er nicht nur den Blutdruck stabilisieren, man sagt ihm auch eine antioxidative Wirkung nach. Außerdem wird er in der Regel gut vertragen.

Über den Autor

Maik Dollar

Absoluter Technik-Enthusiast, Herausgeber der Zeitschrift "GESUND&VITAL RÄTSEL" für Apotheken und Praxen, selbst an Diabetes Typ-2 und 3-fach KHK (Koronare Herzkrankheit) erkrankt