Diabetes im Alltag – nützliche Tipps und Tricks
Diabetes nimmt zwangsläufig Einfluss auf den Alltag. Betroffene müssen einen Umgang mit der Erkrankung finden und die eine oder andere Gewohnheit umstellen. Manchmal dauert es ein wenig, bis alles reibungslos klappt. Nützliche Tipps können die Umstellung erleichtern.
Leben mit Diabetes heißt, Gewohnheiten umzustellen
Ob Ernährung, Bewegung oder das eine oder andere kleine Laster – Leben mit Diabetes heißt immer auch, Gewohnheiten umzustellen. Vor allem zu Beginn ist das nicht einfach, sind wir Menschen doch bekanntlich Gewohnheitstiere. Nehmen Sie sich also unbedingt ausreichend Zeit und gehen Sie die Dinge Schritt für Schritt an. Wollen wir zu viel auf einmal ändern, sind Rückfälle vorprogrammiert. Unser Gehirn braucht nämlich ein wenig, um sich an neue Verhaltensweisen zu gewöhnen. Es ist demnach nicht ungewöhnlich, dass sich neue Ernährungs- oder Bewegungsgewohnheiten erst nach mehreren Wochen problemlos in den Alltag integrieren lassen.
Vier nützliche Tipps für den Alltag mit Diabetes
Der Alltag mit Diabetes ist mit so mancher Herausforderung verbunden. Folgende Tipps können etwas Orientierung bieten.
# 1: Nehmen Sie eine Diabetesschulung in Anspruch
Die Diagnose Diabetes wirft viele Fragen auf. Diabetesschulungen bieten Betroffenen einerseits Antworten, andererseits Halt und Orientierung. Hier werden nicht nur die wichtigsten Grundlagen vermittelt, auch Selbstmanagement (Blutzuckerkontrolle, Handhabung der Medikation), der Umgang mit Akutsituationen sowie Vorbeugung und Früherkennung von Folgeerkrankungen stehen im Fokus.
# 2: Setzen Sie auf gesunde Durstlöscher
Viele Menschen greifen aus Gewohnheit zu zuckerhaltigen Getränken wie Limonaden oder Fruchtsäften. Bei Diabetes ist hier Umdenken angesagt. Der gesündeste Durstlöscher ist definitiv Wasser. Die Umstellung fällt oftmals leichter, wenn man Minze oder Orangen- beziehungsweise Zitronenscheiben hinzufügt. Wer etwas mehr Geschmack braucht, greift am besten zu ungesüßten Kräuter- oder Früchtetees.
# 3: Vernachlässigen Sie Ihre Fußgesundheit nicht
Das diabetische Fußsyndrom ist eine häufige Spätfolge der Erkrankung, weshalb Betroffene ihre Fußgesundheit auf keinen Fall vernachlässigen sollten. Die richtige Pflege ist das Wesentlichste. Waschen Sie die Füße mit lauwarmem Wasser, trocknen Sie sie stets gründlich ab und verwenden Sie feuchtigkeitsspendende Cremes. Zum Kürzen der Fußnägel nutzen Sie am besten eine Nagelfeile, denn das beugt Verletzungen vor. Die Füße sollten außerdem öfters aufmerksam auf Rötungen, Schwielen und Blasen kontrolliert werden. Achten Sie zudem auf passendes Schuhwerk und gönnen Sie sich von Zeit zu Zeit eine medizinische Fußpflege.
# 4: Vernetzen Sie sich
Der Kontakt mit Gleichgesinnten kann den Alltag mit Diabetes erheblich erleichtern. Der gegenseitige Austausch hält nicht nur wertvolle Informationen und Impulse bereit, er wirkt zudem motivierend, kann Ängste abbauen und Isolation entgegenwirken. Möglichkeiten zur Vernetzung sind örtliche Selbsthilfegruppen sowie Communitys in den sozialen Medien, aber auch öffentliche Veranstaltungen zum Thema.
Drei Tipps für eine salzarme Ernährung
Ein zu hoher Salzkonsum lässt das Risiko für Typ-2-Diabetes sowie Bluthochdruck ansteigen. Empfehlenswert ist die Zufuhr von sechs Gramm täglich, was etwa einem gestrichenen Teelöffel entspricht. Die besten Tipps für den Umstieg auf eine salzarme Ernährung erfahren Sie in diesem Beitrag.
# 1: Vermeiden Sie verstecktes Salz
Fertiggerichte und Wurstwaren enthalten viel verstecktes Salz und sollten nur selten auf dem Speiseplan stehen. Mit frischen Zutaten zu kochen, ist nicht nur um einiges gesünder, man behält zudem einen guten Überblick über die verwendete Salzmenge.
# 2: Verwenden Sie frische Kräuter und Gewürze
Viele Menschen finden sparsam gesalzene Speisen geschmacklich langweilig. Eine gute Alternative zu herkömmlichem Salz sind verschiedene Kräuter und Gewürze. Sie verfeinern die Gerichte und sorgen so für Gaumenfreuden. Ob Petersilie, Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Muskat, Kümmel, Chili, Paprika oder Curry – hier ist für jeden Geschmack etwas Passendes dabei.
# 3: Verbannen Sie den Salzstreuer
Ein Salzstreuer in Griffweite verleitet rasch zum Nachsalzen. Verbannen Sie ihn vom Esstisch, so kommen Sie gar nicht erst in Versuchung.



