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Insulintherapie – frühzeitig umstellen

Insulintherapie – frühzeitig umstellen

© iStock, 2194054058, Ridofranz

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Seit Anfang des Jahres stehen einige etablierte Insuline für Menschen mit Diabetes nicht mehr zur Verfügung. Der Marktrückzug betrifft Patient*innen, die auf diese Präparate eingestellt sind. Um eine lückenlose Versorgung zu gewährleisten, ist es wichtig, rechtzeitig mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin über Alternativen zu sprechen.n

So gelingt die Umstellung

  • Frühzeitig planen: Vereinbaren Sie frühzeitig einen Termin mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.
  • Gut vorbereitet ins Gespräch: Überlegen Sie vorab, was Sie wissen möchten, z.B. welche Insuline infrage kommen oder wie sich die Umstellung auf Ihren Alltag auswirken kann.
  • Individuelle Anpassung: Ihr Arzt oder Ihre Ärztin und das Behandlungsteam werden die Therapie auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abstimmen.

© MVZ Diabetes Zentrum Dr. Tews GmbH

„Dr. med. Dietrich Tews
Facharzt für Innere Medizin und Diabetologe DDG“

Im Gespräch mit Diabetologe Dr. Tews

1. Welche Unterschiede gibt es zwischen den Insulinarten und wie beeinflussen sie das Diabetesmanagement?

Insulin ist nicht gleich Insulin: Die Präparate werden unterschiedlich hergestellt und unterscheiden sich vor allem in der Geschwindigkeit und Dauer ihrer Wirkung. Moderne kurzwirksame Insuline werden nach der Injektion sehr schnell aufgenommen und kommen damit der natürlichen Insulinantwort des Körpers näher. Ältere kurzwirksame Insuline brauchen oft 15 bis 30 Minuten, bis sie wirken – dann ist das Essen schon im Körper, das Insulin aber noch nicht, was zu Blutzuckerschwankungen führen kann. Diese Verzögerung kann in bestimmten Situationen, etwa bei Kindern in der Schule, auch gezielt genutzt werden. Daneben gibt es langwirksame Basalinsuline für die Grundversorgung und inzwischen sogar ultralang wirksame Insuline, die nur einmal pro Woche gespritzt werden müssen.

2. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, welches Insulin für eine Umstellung geeignet ist?

Ein wichtiger Faktor ist der bisherige Spritzzeitpunkt und die Routine. Wenn jemand seit Jahren abends um 20 Uhr sein Basalinsulin spritzt, versuche ich, diese Routine beizubehalten und möglichst denselben Zeitpunkt und – falls möglich – einen ähnlich zu bedienenden Pen zu wählen. Alles, was sich ohne Nachteil übernehmen lässt, bleibt gleich.

3. Was brauchen aus Ihrer Sicht Betroffene, damit eine Insulintherapie oder -umstellung möglichst „reibungslos“ läuft?

Eine Insulintherapie begleitet den Alltag in vielen kleinen Situationen: Habe ich mein Insulin dabei, wenn ich einkaufen gehe und spontan noch beim Bäcker einkehre? Denke ich außer an Schlüssel und Portemonnaie auch an Pen und Blutzuckermessgerät oder Sensor? Partnerinnen und Partner können hier eine große Stütze sein, indem sie mitdenken und erinnern. Wichtig ist außerdem, dass Betroffene offen mit ihrer Erkrankung umgehen können – auch am Arbeitsplatz –, ohne Nachteile befürchten zu müssen. Fachkräfte unterstützen, indem sie diese Offenheit fördern, praktische Tipps geben und Hilfsmittel wie Glukosemesssysteme erklären. So entsteht ein Sicherheitsnetz, das den Alltag erleichtert.

Mit freundlicher Unterstützung von Sanofi.

Sie möchten mehr Informationen rund um die Themen im Alltag mit Diabetes? Der Diabetes-Dialog bietet Tipps von Expert*innen und Betroffenen aus der Community zu Themen, wie Diabetes am Arbeitsplatz, Begleit- und Folgeerkrankungen und der Früherkennung von Typ-1-Diabetes.

Quellen & weitere Informationen

  1. https://www.mein-leben-mit.info/diabetes/
  2. Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) – https://www.ddg.info
  3. Deutsche Diabetes Hilfe (diabetesDE) – https://www.diabetesde.org

MAT-DE-2600602-1.0-02/2026

gesuender-unter-7.de

Über den Autor

Maik Dollar

Absoluter Technik-Enthusiast, Herausgeber der Zeitschrift "GESUND&VITAL RÄTSEL" für Apotheken und Praxen, selbst an Diabetes Typ-2 und 3-fach KHK (Koronare Herzkrankheit) erkrankt