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Trügerische Sicherheit: Warum Sonnencreme allein nicht reicht

Trügerische Sicherheit: Warum Sonnencreme allein nicht reicht

Wer sich gründlich mit Sonnenschutzmittel eincremt, ist rundum gut geschützt! Dieser Irrglaube hält sich leider hartnäckig. Zwar kann die passende Sonnencreme bei richtiger Anwendung Sonnenbrände verhindern, einen vollständigen Schutz vor Hautalterung und Hautkrebs bietet sie allerdings nicht. Welche Maßnahmen dazu besser geeignet sind und worauf Sie beim Kauf und der Verwendung von Sonnencreme achten sollten – wir haben uns schlau gemacht!

Kein Sommer wie damals

Hitze, Waldbrände und Dürre prägen die Sommer in vielen europäischen Ländern. Die Folgen des Klimawandels lassen sich längst nicht mehr wegdiskutieren. Auch auf die Hautgesundheit wirken sich die veränderten klimatischen Bedingungen aus. Zwar erhöht sich die UV-Strahlung nicht direkt, allerdings nehmen die Sonnentage in vielen Regionen deutlich zu und damit auch die allgemeine UV-Belastung. Dazu kommt, dass wir bei anhaltend milden Temperaturen mehr Zeit im Freien verbringen und zu leichterer Kleidung greifen. Gerade im Früh- und Spätsommer wird die Kraft der Sonne außerdem gerne unterschätzt. Um Sonnenbränden sowie vorzeitiger Hautalterung und Hautkrebs vorzubeugen, ist es also so wichtig wie nie, auf umfassenden Sonnenschutz zu setzen. Was einen solchen ausmacht, ist vielen allerdings gar nicht so richtig bewusst.

Sonnenschutz braucht mehr als eine passende Sonnencreme

Viele Menschen glauben, dass ihnen die Sonne nichts anhaben kann, wenn sie sich gewissenhaft eincremen. So verbringen sie ganze Sommertage am Strand oder nehmen stundenlange Sonnenbäder und wiegen sich dabei in Sicherheit. Tatsächlich weist die Verbraucherzentrale darauf hin, dass Sonnencreme zwar eine gewisse Zeit lang vor Sonnenbränden schützen kann, allerdings nicht vor Hautalterung und Hautkrebs. Für einen umfassenden Sonnenschutz werden daher folgende Maßnahmen empfohlen:

  • In der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die Sonne hoch am Himmel steht, ist die Intensität der UV-Strahlung am höchsten. Hier sollte man sich am besten in geschlossenen Räumen oder im Schatten aufhalten, sofern das möglich ist.
  • Neben Schatten bietet Kleidung, die die Haut gut bedeckt, den besten Schutz vor Sonnenstrahlung. Außerdem sollte man zu einer Kopfbedeckung und einer Sonnenbrille greifen. Im Hinblick auf Sonnenschutz wird gerade den Augen oft zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
  • Unbedeckte Haut sollte sorgfältig mit einer Sonnencreme eingecremt werden, die einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor aufweist, um Sonnenbränden vorzubeugen.

Die Sache mit dem Lichtschutzfaktor

Bei der Wahl der richtigen Sonnencreme spielt der Lichtschutzfaktor eine bedeutende Rolle. Er bezieht sich auf den Schutz vor UV-B-Strahlung. Die jeweilige Eigenschutzzeit (also die Zeit, die man sich in der Sonne aufhalten kann, ohne eine Rötung davonzutragen) multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor ergibt die individuelle Schutzdauer. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass diese Dauer am besten noch einmal um ein Drittel verkürzt werden sollte.
Zudem verweist sie auf die Empfehlung der EU-Kommission, nach der der UV-A-Schutz mindestens ein Drittel des angegebenen Lichtschutzfaktors betragen sollte. Da die genaue Stärke des UV-A-Schutzfilters allerdings nicht angegeben werden muss, achten Konsumentinnen und Konsumenten am besten auf das UV-A-Siegel auf der Verpackung, das die Buchstaben UVA in einem Kreis zeigt. Dann ist sichergestellt, dass ein entsprechender Schutz vorhanden ist.

Sonnencreme bitte richtig anwenden

Damit Sonnencreme zuverlässig gegen Hautrötungen schützt, ist nicht nur der passende Lichtschutzfaktor entscheidend. Sie muss zudem großzügig und nahtlos aufgetragen werden. Empfohlen sind zwei Milligramm Creme pro Quadratzentimeter Haut, was für den gesamten Körper etwa drei bis vier Esslöffel Sonnencreme entspricht. Entgegen landläufigen Annahmen verlängert sich die Schutzzeit nicht, wenn man nachcremt. Dennoch sollte nach jedem Baden beziehungsweise spätestens nach zwei Stunden erneut Sonnencreme aufgetragen werden, damit der Schutz bestehen bleibt. Ist die individuelle Schutzzeit um, sucht man am besten ein schattiges Plätzchen auf und gibt der Haut Zeit, sich zu erholen.

Quelle: Verbraucherzentrale, zum Nachlesen und für weitere Informationen hier klicken!

Über den Autor

Mag.a Daniela Höllwarth

Autorin aus Wien mit Fokus auf Gesundheits- und Erziehungsthemen. Blickt gerne über den Tellerrand und findet Themen rund um Achtsamkeit, Entschleunigung und mentale Gesundheit besonders spannend.